U19 18.05.2022 — 13:25 Uhr

U19: Bewegte Saison mit Happy End

U19-Cheftrainer Benjamin Hoffmann blickt zurück auf eine Spielzeit, die nach holprigem Beginn mit dem Gewinn des Südwestpokals endete / Individuelle Förderung trägt Früchte

Ein versöhnlicher Abschluss der Saison: Die U19 bejubelt den Gewinn des Verbandspokals.

Nach 20 Spieltagen haben die U19-Junioren des 1. FSV Mainz 05 die Saison 2021/22 in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest mit 36 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz abgeschlossen. Nach einer gelungenen Vorbereitung und holprigem Rundenstart wuchs die Mannschaft von Benjamin Hoffmann, Christof Babatz und Stanko Sremac bereits in der ersten Saisonhälfte immer mehr zusammen und fand gegen Jahresende auch ergebnistechnisch in die Spur. In den vergangenen Monaten mussten die 05ER in der Liga nur noch zwei Niederlagen hinnehmen und schlossen die Saison mit dem Gewinn des Südwest-Verbandspokals ab. Auch die individuelle Förderung kann sich sehen lassen.

Zehn Punkte Rückstand hatten die U19-Junioren am Ende dieser Bundesliga-Saison auf Staffelmeister FC Augsburg. Kein rundum zufriedenstellendes Ergebnis wie Cheftrainer Hoffmann betonte, "aber das haben wir uns schon zu Beginn der Saison selbst verbaut." Eine 1:3-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC nach eigener Führung zum Rundenstart, zwei knappe Auswärtspleiten in Unterhaching und bei den Stuttgarter Kickers sowie das torlose Auswärtsremis beim SV Darmstadt 98 - "man kommt relativ schnell auf die Punkte, die uns, allein schon aus der Hinrunde, am Ende gefehlt haben", rechnet der U19-Cheftrainer vor.

Ausrufezeichen und altbekannte Probleme 

Zwar offenbarten die 05ER auch in der ersten Saisonphase ihr großes spielerisches Potenzial und fuhren etwa beim FC-Astoria Walldorf und im Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern deutliche Siege ein, was allerdings noch fehlte, war Konstanz. Das änderte sich ab Ende Oktober: Im Südwest-Verbandspokal meisterten die U19-Jungs souverän zwei Runden und auch in der Liga wusste man sich zu belohnen. Vier Siege in Serie sammelte Hoffmanns Team gegen Jahresende und zeigte konstant starke Leistungen. 

Im letzten Spiel in 2021 setzte es schließlich eine 2:7-Pleite beim FC Bayern München. "Ein dramatisches Ergebnis, aber das Spiel der Jungs war prinzipiell gut, sie sind nur einfach jedes Mal brutal bestraft worden von einer Mannschaft, die in dieser Phase der Saison wirklich gut war", ordnete Hoffmann die Partie ein und schaffte es trotz der deutlichen Niederlage die positive Entwicklung mit seinem Team auch nach der Winterpause fortzusetzen. Vor allem mit dem 5:3-Heimsieg gegen den späteren Staffelmeister FC Augsburg oder dem 3:2-Erfolg gegen die TSG 1899 Hoffenheim setzten die Mainzer Ausrufezeichen, offenbarten gegen den damaligen Tabellenführer VfB Stuttgart oder gegen den 1. FC Nürnberg aber ebenso altbekannte Probleme.

Vor allem im Duell mit den Mittelfranken habe man nach einem tollen Start in die Partie "aber auch gesehen, woran es bei uns hapert: Das waren immer wieder unsere Defensivleistungen, dementsprechend ist dann dieses Mannschaftsergebnis nicht gegeben", erklärt der U19-Cheftrainer, dessen Team offensiv hingegen mit 58 Treffern nach der TSG Hoffenheim die erfolgreichste Mannschaft der Liga stellte. Und auch die individuelle Entwicklung einiger Spieler funktionierte einmal mehr hervorragend.

Höhenflug: Beim 7:1-Heimerfolg über den FCK stellten die U19-Junioren eindrucksvoll ihr Potenzial unter Beweis.

Die individuelle Förderung trägt Früchte

Dennis Kaygin und Brajan Gruda absolvierten ihre ersten Einsätze für die deutsche U18-Nationalmannschaft, Marlon Roos Trujillo, Keanu Kraft, Finn Müller, Danny Schmidt und Lasse Wilhelm sammelten Einsatzzeiten in der U23, Ben Bobzien und Eniss Shabani rückten in der Winterpause sogar fest in die höchste Ausbildungsmannschaft der Mainzer auf und unterschrieben kurz darauf ihre Profi-Verträge. Genau wie Nelson Weiper und Phlipp Schulz, die zur Rückrunde in die U19 integriert wurden. "Da haben wir die individuelle Förderung weiter vorangetrieben. Beide haben sich in der Mannschaft super etabliert, haben aber sicherlich auch noch einen weiten Weg zu gehen und müssen individuell weiter an sich arbeiten, um diesen Weg auch weiterzugehen – ihnen wird definitiv nichts geschenkt", so Hoffmann, der bilanziert: "Wenn man sich die individuelle Entwicklung einiger Jungs anschaut, können wir mit der Saison natürlich sehr zufrieden sein." Zur neuen Spielzeit werden sechs weitere U19-Spieler in die U23 aufrücken

Wäre diese Entwicklung vielleicht noch stärker ausgefallen, wenn auch die gesamt-mannschaftliche Entwicklung im gleichen Maß vorangeschritten wäre? "Definitiv", sagt der U19-Chefcoach. "Am Ende ist es oft so, dass wenn eine Mannschaft erfolgreich ist, auch der einzelne Spieler viel mehr wahrgenommen wird. Ich glaube, wenn wir unser Ziel, um die Meisterschaft mitzuspielen, umgesetzt hätten, dann wäre jeder in der Mannschaft nochmal anders wahrgenommen worden."

Mit dem Gewinn des SWFV-Pokals verabschiedeten sich die U19-Junioren aus der regulären Saison.

Ein gelungener Abschluss

In der Liga blieben die Rheinhessen als Tabellenfünfter zwar etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück, feierten dafür aber mit dem Gewinn des Südwest-Verbandspokals einen mehr als versöhnlichen Abschluss. Zumal der verdiente 4:1-Erfolg im Endspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern den Rheinhessen in der kommenden Spielzeit die Teilnahme am DFB-Pokal beschert. "Sehr wichtig" sei es gewesen, die Saison mit einem Positiverlebnis abzuschließen, findet Hoffmann: "Wir haben den Jungs vor dem Finale auch gesagt, dass es immer wichtig ist, einfach nochmal eine Medaille umgehängt zu bekommen, weil das die letzte Erinnerung an den Saisonverlauf ist. Dafür macht man ja die ganze Arbeit. Hinter jedem Erfolg stecken Schweiß, Arbeit, Frust und auch mal Schmerz, aber dann weiß man, wofür man das auf sich genommen hat." Auch für die Entwicklung der Jungs sei der Pokalgewinn in seiner Bedeutung nicht unerheblich gewesen, "denn sie merken, dass es sich lohnt, weiterzuarbeiten und ihren Weg weiterzugehen", so der Cheftrainer, "aber der ist sicherlich bei allen – das hat die Saison gezeigt – noch nicht beendet."

Sicherlich auch nochmal ein tolles Erlebnis für die Jungs, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, sich auf diesem Niveau international zu messen

Bevor es nun in die wohlverdiente Sommerpause geht, stehen für die U19-Junioren in den kommenden Wochen noch einige Testspiele an – etwa am kommenden Samstag (13 Uhr) gegen Rot-Weiß Essen. Zudem sind die 05ER am 25. und 26. Mai zu Gast beim FIFA-Blue-Stars-Turnier in Zürich, bei dem hochkarätige Gegner warten. Im ersten Spiel geht es gleich gegen Youth-League-Gewinner Benfica Lissabon. "Sicherlich auch nochmal ein tolles Erlebnis für die Jungs, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, sich auf diesem Niveau international zu messen", freut sich Hoffmann auf das erste internationale Turnier seit langem. Nicht mitfahren werden Schulz und Weiper, die aktuell mit der deutschen U17-Nationalmannschaft um die EM mitspielen. 

Vier U19-Spieler unterschrieben ihre ersten Profiverträge 

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