Spielberichte 24.01.2026 - 17:36 Uhr
Joker Amiri macht den Unterschied, FSV bezwingt Wolfsburg
05ER drehen frühen Rückstand nach der Pause & fahren im zweiten Heimspiel des Jahres den zweiten Dreier ein

Bundesliga 2025/2026
19. Spieltag
0:1 Mohamed El Amine Amoura (3.)
1:1 Phillip Tietz (68.)
2:1 Stefan Bell (73.)
3:1 Nadiem Amiri (83.)
Anstoss:
24.01.2026 | 15:30 Uhr
Stadion:
MEWA ARENA
Zuschauer:
30000
Aufstellung
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Daniel Batz (33), Stefan Posch (4), Kaishu Sano (6), Jae-sung Lee (7), Paul Nebel (8), Stefan Bell (16), Benedict Hollerbach (17), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Silvan Dominic Widmer (30), Dominik Kohr (31)
Einwechslungen:
65. Phillipp Mwene für Danny Vieira da Costa, 65. Nadiem Amiri für Paul Nebel, 90. Silas Katompa Mvumpa für Phillip Tietz, 90. Lennard Patrick Maloney für Benedict Hollerbach, 90.+6 William Bøving Wick für Jae-sung Lee
Ersatzbank:
Lasse Finn Rieß (1), Phillipp Mwene (2), Nadiem Amiri (10), William Bøving Wick (14), Lennard Patrick Maloney (15), Sota Kawasaki (24), Silas Katompa Mvumpa (26), Nelson Felix Patrick Weiper (44), Kacper Potulski (48)
Trainer:
Urs Fischer
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Kamil Mieczysław Grabara (1), Denis Vavro (3), Vinicius de Souza Costa (5), Mohamed El Amine Amoura (9), Moritz Jenz (15), Dženan Pejčinović (17), Christian Dannemann Eriksen (24), Aaron Zehnter (25), Saël Kumbedi Kumbedi (26), Yannick Gerhardt (31), Patrick Wimmer (39)
Einwechslungen:
66. Adam Daghim für Mohamed El Amine Amoura, 75. Lovro Majer für Vinicius de Souza Costa, 75. Jesper Gränge Lindström für Patrick Wimmer, 84. Kento Shiogai für Christian Dannemann Eriksen, 84. Mattias Olof Svanberg für Yannick Gerhardt
Ersatzbank:
Kilian Fischer (2), Kento Shiogai (7), Lovro Majer (10), Adam Daghim (11), Jesper Gränge Lindström (19), Mathys Angély (22), Marius Müller (29), Mattias Olof Svanberg (32), Jan Bürger (41)
Trainer:
Daniel Bauer
- 1. FSV Mainz 05
- Daniel Batz
- Stefan Posch
- Kaishu Sano
- Jae-sung Lee
- Paul Nebel
- Stefan Bell
- Benedict Hollerbach
- Phillip Tietz
- Danny Vieira da Costa
- Silvan Dominic Widmer
- Dominik Kohr
- Phillipp Mwene
- Nadiem Amiri
- William Bøving Wick
- Lennard Patrick Maloney
- Silas Katompa Mvumpa
- VfL Wolfsburg
- Kamil Mieczysław Grabara
- Denis Vavro
- Vinicius de Souza Costa
- Mohamed El Amine Amoura
- Moritz Jenz
- Dženan Pejčinović
- Christian Dannemann Eriksen
- Aaron Zehnter
- Saël Kumbedi Kumbedi
- Yannick Gerhardt
- Patrick Wimmer
- Kento Shiogai
- Lovro Majer
- Adam Daghim
- Jesper Gränge Lindström
- Mattias Olof Svanberg
Den zweiten Heimsieg der Saison hat der 1. FSV Mainz 05 am Samstagnachmittag beim souveränen 3:1 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg einfahren können und damit Tuchfühlung hergestellt zum unteren Tabellenmittelfeld. Die frühe Gäste-Führung durch Mohammed Amoura konterten nach der Pause Phillip Tietz - er war vor der Pause noch aus elf Metern gescheitert -, Stefan Bell sowie Matchwinner Nadiem Amiri, der beim zweiten Strafstoß der Begegnung cool blieb und die Entscheidung besorgte. Für die Gäste war das Endresultat nach einer Mainzer Chancenflut schon im ersten Durchgang noch schmeichelhaft.
Zwei Veränderungen hatte das 05-Trainerteam gegenüber der Niederlage in Köln vorgenommen. Für Kacper Potulski rückte Neuzugang Stefan Posch in die erste Elf, während Benedict Hollerbach nach überstandener Erkrankung für Silas begann.

Nackenschlag folgt Sturmlauf
Einen Start zum Vergessen erlebten die 05ER, wie schon in der Vergangenheit so oft, gegen die Wölfe, die in den ersten Minuten fokussierter wirkten. So dauerte es keine 180 Sekunden, bis Daniel Batz hinter sich greifen musste: Sael Kumbedi hatte Silvan Widmer auf dem linken Flügel stehen lassen, flach vors Tor geflankt, wo Amoura nur noch den Fuß hinhalten musste, um das Leder aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken - 0:1 aus Mainzer Sicht (3. Spielminute). Ein bitterer Rückschlag, auf den die Rheinhessen schnell die passende Antwort hätten geben müssen. Tietz erlief einen zu kurzen Rückpass von Aaron Zehnter, steuerte allein auf Kamil Grabara zu, konnte diesen aus halbrechter Position und spitzem Winkel aber nicht überwinden (5.). Mit dem Torhüter sollte er es an diesem Nachmittag noch häufiger zu tun bekommen. Denn vom Wolfsburger Druck war anschließend nicht mehr viel zu sehen. Zunächst spielte sich das Geschehen noch weitestgehend im Mittelfeld ab, spätestens ab Minute 20 aber spielte nur noch ein Team. In ebenjener zeigte Daniel Siebert erstmals auf den Punkt, nachdem Vinicius Souza Jae-sung Lee im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Neuzugang Tietz übernahm aus elf Metern die Verantwortung, doch Grabara reagierte stark und klärte zur Ecke (22.). Im Anschluss an den Fehlschuss landete ein Kopfball Bells über dem Tor (23.).
Der FSV war drauf und dran, sich in dieser Partie mindestens den Ausgleich zu verdienen. Nach knapp einer halben Stunde sorgte eine Flanke da Costas von rechts für Gefahr. Im Zentrum machten Tietz und Bell das Leder für Hollerbach scharf, der aus fünf Metern völlig freistehend am VfL-Spieler des ersten Durchgangs, Grabara, scheiterte (30.). Vom Glück verfolgt war der FSV in dieser Phase wahrlich nicht. Zunächst landete Tietz Versuch aus 20 Metern abgefälscht einen Meter neben dem Tor (36.). Und nur zwei Minuten später tauchte der Angreifer erneut in aussichtsreicher Position auf, als er in eine Freistoß-Hereingabe Paul Nebels grätschte, aber ein weiteres Mal im Wolfsburger Keeper seinen Meister fand (38.). Der FSV tat hier längst eindeutig mehr fürs Offensivspiel als die abwartenden Gäste. In Minute 40 flankte Widmer, allerdings wenig druckvoll, so dass Hollerbach das Leder per Kopf nicht aufs Tor brachte. Spätestens in der vierten Minuten der Nachspielzeit sorgte der letzte Angriff vor der Pause für sprachlose Mainzer. Da Costa hatte von der Grundline auf Hollerbach zurückgelegt, der zwar Grabara überwand, dem aber Denis Vavro zur Hilfe kam und auf der Linie mit dem Fuß klärte (45.+4). Die Führung der Gäste beim Gang in die Katakomben hätte schmeichelhafter fast nicht ausfallen können.
Fischer-Wechsel bringen die Wende
Unverändert kehrten beide Teams zurück auf den Rasen, auf dem es aber nun erst einmal ereignislos zuging. Nennenswerte Torabschlüsse blieben bis zur 60. Minute jedenfalls Mangelware. Dies sollte sich kurz darauf allerdings schlagartig ändern. Nebel brachte einen Freistoß mit Zug aufs Tor, wo Grabara in einer unübersichtlichen Situation die Übersicht behielt und den ersten Einschlag ein weiteres Mal verhindern konnte (61.). In Minute 65 dann die ersten 05-Wechsel: Der unter der Woche noch leicht erkrankte Amiri ersetzte Nebel und Phillipp Mwene kehrte nach fast zweimonatiger Verletzungspause zurück auf den Platz. Es sollten Wechsel sein, die nicht lange brauchten, um ihre Wirkung zur entfalten. Denn Amiri sollte nur zwei ruhende Bälle brauchen, um das Spiel zu drehen. Erster Nutznießer war Tietz, dem in der 68. Minute per Kopf sein erstes Tor als 05ER gelang - die Erleichterung war dem Angreifer anzusehen. Und nur fünf Minuten später war es Bell, für den Hollerbach im Zentrum den Ball nochmal scharf gemacht hatte, bevor der Verteidiger das Leder aus vier Metern über die Linie drückte - 2:1 (73.). Die Mainzer waren längst wieder das klar tonangebende Team und drückten auf die Entscheidung. Nach 77 Minuten landete eine Flanke Hollerbachs von rechts auf dem Querbalken, und sechs Minuten später war es dann Amiri höchstpersönlich, der per verwandeltem Handelfmeter fürs 3:1 sorgte (83.)! Zuvor hatte Dzenan Pejcinovic einen Bell-Kopfball im Strafraum mit der Hand abgewehrt und Siebert sich nach Sichtung der Videobilder für den zweiten Mainzer Strafstoß in der Partie entschieden. Der Rest der Schlussphase glich dann einem Schaulaufen, schließlich hatte sich der FSV in der MEWA ARENA schon lange nicht mehr so klar auf der Siegerstraße wie in diesen verbleibenden Minuten.
Und an der Festtagsstimmung sollte sich auch während der siebenminütigen Nachspielzeit nichts mehr ändern für alle Mainzer unter den 30.000 Fans im Stadion. Der zweite Heimdreier in Folge war hochverdient und beschert dem FSV nach 19 Partien und 15 Zählern nun Relegationsrang 16, der vor nicht allzu langer Zeit noch außer Reichweite zu sein schien.
Am kommenden Wochenende reisen die 05ER am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) nach Leipzig, bevor genau eine Woche später der FC Augsburg zum Fastnachtsspieltag 2026 in der MEWA ARENA zu Gast sein wird.































