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Spielberichte 17.01.2026 - 17:38 Uhr

Trotz Pausenführung: 05ER gehen in Köln leer aus

Aufsteiger zeigt nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht & zieht den Mainzern den Zahn

Bundesliga 2025/2026

18. Spieltag

1. FC Köln - Logo 2 : 1

Halbzeit 0 : 1

1. FC Köln 1. FSV Mainz 05
Tore

0:1 Stefan Bell (29.)

1:1 Ragnar Prince Friedel Ache (57.)

2:1 Ragnar Prince Friedel Ache (85.)

Spielinfo

Anstoss:

17.01.2026 | 15:30 Uhr

Stadion:

RheinEnergieSTADION

Zuschauer:

50000

Aufstellung
M. Schwäbe 1
Sebastian Sebulonsen 28
J. Simpson-Pusey 22
C. Özkacar 39
L. Maina 37
E. Martel 6
Ísak Jóhannesson 18
Alessio Castro-Montes 17
Jakub Kamiński 16
S. El Mala 13
M. Bülter 30
D. Batz 33
K. Potulski 48
S. Bell 16
D. Kohr 31
Silvan Widmer 30
K. Sano 6
Danny da Costa 21
J. Lee 7
P. Nebel 8
S. Katompa Mvumpa 26
P. Tietz 20
1. FC Köln

Aufstellung:
Marvin Schwäbe (1), Eric Martel (6), Saïd El Mala (13), Jakub Piotr Kamiński (16), Alessio Daniel Castro-Montes (17), Ísak Bergmann Jóhannesson (18), Jahmai Simpson-Pusey (22), Sebastian Söraas Sebulonsen (28), Marius Bülter (30), Linton Maina (37), Cenk Özkacar (39)
Einwechslungen:
46. Tom Krauß für Eric Martel, 46. Ragnar Prince Friedel Ache für Ísak Bergmann Jóhannesson, 46. Kristoffer Lund Hansen für Cenk Özkacar, 73. Gian-Luca Waldschmidt für Linton Maina, 83. Jan Uwe Thielmann für Alessio Daniel Castro-Montes
Ersatzbank:
Tom Krauß (5), Gian-Luca Waldschmidt (7), Ragnar Prince Friedel Ache (9), Florian Kainz (11), Ron-Robert Zieler (20), Jan Uwe Thielmann (29), Kristoffer Lund Hansen (32), Rav Wiebe van den Berg (33), Fynn Schenten (40)
Trainer:
Lukas Kwasniok

1. FSV Mainz 05

Aufstellung:
Daniel Batz (33), Kaishu Sano (6), Jae-sung Lee (7), Paul Nebel (8), Stefan Bell (16), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Silas Katompa Mvumpa (26), Silvan Dominic Widmer (30), Dominik Kohr (31), Kacper Potulski (48)
Einwechslungen:
61. Armindo Sieb für Silas Katompa Mvumpa, 74. William Bøving Wick für Jae-sung Lee, 74. Lennard Patrick Maloney für Stefan Bell, 90. Arnaud Dominique Nordin für Kaishu Sano, 90. Fabio Moreno Y Fell für Paul Nebel
Ersatzbank:
Lasse Finn Rieß (1), Maxim Leitsch (5), Arnaud Dominique Nordin (9), Armindo Sieb (11), William Bøving Wick (14), Lennard Patrick Maloney (15), Sota Kawasaki (24), Fabio Moreno Y Fell (36), Ben Justus Bobzien (37)
Trainer:
Urs Fischer

Spieldaten
1. FC Köln - Logo
2 Tore 1
20 Schüsse 9
379 angekommene Pässe 200
89 Fehlpässe 90
59.3% Ballbesitz 40.7%
49.4% Zweikampfquote 50.6%
6 Foul / Hand gespielt 10
Spielerdaten
2 Tore 1
20 Torschüsse 9
1 Torvorlagen 1
710 Ballkontakte 525
468 gespielte Pässe 290
379 angekommene Pässe 200
89 Fehlpässe 90
81.0% Passquote 69.0%
49.4% Zweikampfquote 50.6%
6 Foul / Hand gespielt 10
9 Gefoult worden 6
0 Abseits 4
Alle Daten zum Spiel

Die erste Pflichtspiel-Niederlage unter Urs Fischer musste der 1. FSV Mainz 05 am Samstagnachmittag beim 1. FC Köln einstecken. Nach der verdienten Mainzer Pausenführung - Stefan Bell hatte sehenswert getroffen - drehten die Gastgeber in der zweiten Hälfte mächtig auf, erspielten sich ein klares Chancenplus und fuhren am Ende verdiente drei Zähler ein. Dazu beigetragen hatten drei Wechsel, darunter Doppeltorschütze Ragnar Ache, sowie eine Systemumstellung, die dem FSV über weite Strecken nach Wiederbeginn größte Probleme bereitete. 

Drei Veränderungen hatte das 05-Trainerteam gegenüber dem Sieg über Heidenheim vorgenommen. Für den verletzten Nikolas Veratschnig rückte Kacper Potulski in die Startelf, den erkrankten Nadiem Amiri ersetzte Paul Nebel, während Winter-Neuzugang Silas sein Debüt feierte und anstelle von Armindo Sieb begann. 

Verdiente Führung nach Traumtor

In der Anfangsphase agierten beide Teams verhalten und dabei auf Augenhöhe. Zu früh ins hohe Risiko gehen wollte hier nachvollziehbarerweise niemand. Den ersten halbwegs nennenswerten Abschluss gab Jakub Kaminski nach knapp zehn Minuten ab, der Schlenzer des Polen aus 15 Metern verfehlte das Gehäuse aber deutlich. Viel mehr kam offensiv aber nicht von den Gastgebern, die immer wieder den gut bewachten Said El Mala suchten. Umso konsequenter agierte dafür der FSV, der mit dem ersten Abschluss der Begegnung gleich ein Ausrufezeichen setzen sollte. Eine Nebel-Hereingabe von rechts verlängerte Silvan Widmer ins Zentrum, wo Potulski den Ball mit der Fußspitze Richtung Tor spitzelte, aber am rechten Pfosten scheiterte - es war bereits der zehnte Alu-Treffer der Mainzer im Saisonverlauf (19.). Pech für die Gäste, die aber auch dank der Chance Rückenwind verspürten, hinten nichts anbrennen ließen und nun immer häufiger den Weg in die gegnerische Hälfte suchten. Die Führung nach 29 Minuten kam so nicht mehr komplett überraschend: Da Costa hatte einen kurzen Einwurf von Nebel zurück bekommen und in den Strafraum geflankt, wo Bell in bester Mittelstürmer-Manier agierte, sich den Ball mit einer schnellen Bewegung zurechtlegte, um direkt abzuschließen und Schwäbe mit seinem Kracher an die Unterkante der Latte keine Abwehrchance zu lassen - ein sensationelles Tor (29.).

Teil zwei dieses ersten Durchgangs gehörte nun klar dem FSV, der es verpasste, unmittelbar nachzulegen. In der 36. Minute schickte Phillip Tietz Sturmpartner Silas auf die Reise, der allein auf Schwäbe zusteuerte, aber aus 14 Metern an einem Reflex des Torhüters scheiterte - das 2:0 hatte hier ganz dick in der Luft gelegen. Der neue Mann war ein ständiger Gefahrenherd und hatte kurz darauf erneut einen Treffer auf dem Fuß. Schwäbe hatte nach einer zu kurzen Rückgabe per Kopf außerhalb des Strafraums klären müssen, Silas versuchte es aus 40 Metern, doch der zurückgeeilte Isak Johannesson klärte für seinen bereits geschlagenen Keeper (39.). Die Kölner hingegen kamen vor der Pause nur noch zu der einen oder anderen Standardsituation, die aber allesamt ohne Ertrag blieben.

Große Kölner Dominanz

Während die Kölner mit Wiederbeginn dreimal wechselten, kehrten die Rheinhessen unverändert zurück, bekamen es nun aber mit neuformierten Gegnern zu tun, die auch gleich zu ihrer bis dato besten Chance der Partie kommen sollten: Alessio Castro-Montes bediente Marius Bülter, der von halbrechts auf Daniel Batz zusteuerte, diesen aber nicht überwinden konnte (50.). Auch im Anschluss an eine Ecke wenig später war es der Angreifer, der im Hinspiel schon getroffen hatte, der diesmal volley aus zehn Metern zum Abschluss kam, jedoch deutlich über den Querbalken zielte (55.). Die drückende Kölner Überlegenheit nach dem Seitenwechsel sollte sich zwei Minuten später dann aber doch auch im Ergebnis widerspiegeln. Ein Pass von Lee im Spielaufbau landete statt bei Silas beim Gegner, Castro-Montes hatte links viel zu viel Raum und Zeit, seine Flanke erreichte den ebenfalls ungestörten Ache, der Batz aus fünf Metern keine Chance ließ - 1:1 (57.). Der 05-Trainer zog wenig später seinen ersten Wechsel und brachte Sieb für den ausgepowerten Silas, der es in der ersten Hälfte richtig gut gemacht hatte. Der ganz große Schwung der Kölner war nun erst einmal gebrochen und auch die Mainzer kamen mal wieder zu einem Abschluss, als Schwäbe sich bei einem noch abgefälschten Tietz-Versuch aus 22 Metern lang machen musste (62.). Deutlich gefährlicher blieben dennoch die Gastgeber, für die Ache drei Minuten später hätte treffen müssen. Der Angreifer kam im Zentrum aus zwölf Metern und erneut völlig unbedrängt zum Schuss, brachte das Leder aber nicht aufs Tor (65.). Nach 69 Minuten war es dann mal wieder Bülter, der es diesmal mit einem Schlenzer versuchte, aber an einer klasse Parade von Batz scheiterte.

Mit Beginn der Schlussphase folgten die Mainzer Wechsel zwei und drei. Den angeschlagenen Torschützen Bell ersetzte Lennard Maloney, während der Gelb-vorbelastete Lee William Böving Platz machte (73.). Es waren Sekunden zum Durchatmen, von denen es seit Wiederbeginn nicht allzu viele gegeben hatte aus 05-Sicht. Die nächste Chance sollte in Minute 81 dann auch noch einmal den Gästen gehören, die in Hälfte zwei nur selten zu ihrem Spiel gefunden hatten. Nebel bediente Sieb, der frei vor Schwäbe auftauchte, aber zu zentral abschloss und am Torhüter scheiterte. Statt erneut in Führung zu gehen, mussten die 05ER fünf Minuten vor Ultimo die nächste ganz bittere Pille schlucken: Bülter verlängerte einen Eckball am kurzen Pfosten, da Costas Klärungsversuch landete am Pfosten, von wo aus das Leder den Kopf von Ache erwischte, der seinen zweiten Treffer aus wenigen Zentimetern gar nicht mehr verhindern konnte (85.). An der bitteren Niederlage konnten letztlich auch die spät eingewechselten Joker Arnaud Nordin und Fabio Moreno Fell nichts mehr ändern. Erstmals nach zuvor vier ungeschlagenen Bundesliga-Partien stehen die 05ER wieder mit leeren Händen da - unter dem Strich verdient, weil die Kölner Dominanz nach dem Seitenwechsel überdeutlich ausgefallen war. 

Mit zwölf Zählern aus 18 Begegnungen stehen die Mainzer auf Rang 17 und empfangen am kommenden Samstagnachmittag in der MEWA ARENA den VfL Wolfsburg.