Nachwuchs 24.04.2026 - 12:15 Uhr
"Für diesen Moment trainieren und spielen wir monatelang"
U17 reist für Achtelfinale zum 1. FC Magdeburg, U19 schließt Hauptrunde in Paderborn ab

Die finale Phase der Saison 2025/26 bahnt sich an: Während die U19 am Samstag anlässlich des letzten Spieltags der Hauptrunde beim SC Paderborn antritt (13 Uhr, Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum Platz 4, Lise-Meitner-Straße 12), misst sich die U17 ebenfalls samstags im Rahmen des Achtelfinals auswärts mit dem 1. FC Magdeburg (14 Uhr, Avnet Arena Platz 2).
U17: "Für diesen Moment trainieren und spielen wir monatelang"
Im Rahmen des letzten Hauptrunden-Spiels gegen die Stuttgarter Kickers wollte die U17 ein Momentum für die schon vorzeitig feststehende Teilnahme an der K.o.-Runde kreieren - mit einem 3:0-Heimsieg sei dieses Vorhaben definitiv geglückt, wie Cheftrainer Marc Heidenmann ein paar Tage später resümiert. "Wir sind total im Modus, so nehme ich die Jungs zumindest wahr und das ist mein Eindruck, wenn ich sehe, wie wir trainieren. Ich habe das Gefühl, dass uns der Sieg am vergangenen Wochenende nochmal gutgetan hat." Abgesehen von dem Rückenwind, der mit einem Sieg im letzten Hauptrundenspiel einhergeht, sei diese Partie für die nächste Aufgabe allerdings von keiner großen Bedeutung: "Ich schaue nicht mehr wirklich auf das Spiel zurück, weil es vorbei ist und hinter uns liegt. Jetzt beginnt die K.o.-Runde und alle fangen wieder bei Null an - sowohl für uns als auch für unseren Gegner ist das, was vorher war, nicht mehr relevant", so Heidenmann über die abgeschlossene Hauptrunde.
Magdeburg als "hohe Hürde"
Umso spannender wird es nun in der entscheidenden Phase der Saison: Die Mainzer U17 hatte sich in ihrer Gruppe den vierten Platz und damit das Ticket für das Achtelfinale der DFB-Nachwuchsliga gesichert, nun geht es für den FSV nach Sachsen-Anhalt zum 1. FC Magdeburg, der seine Gruppe als Tabellenführer abgeschlossen hat. Dass am Wochenende kein gewöhnliches Spiel auf sein Team wartet, habe Heidenmann gelegentlich, aber nicht immer auf dem Trainingsplatz gespürt: "Vieles fühlt sich diese Woche normal an und das ist auch gut so - ich glaube, wir brauchen diese Normalität. Dennoch wissen wir natürlich, dass mit einem K.o.-Spiel um die Deutsche Meisterschaft eine sehr besondere Partie auf uns wartet, die man in der Form nicht jede Woche bestreitet. Das spürt man schon, aber jeder auf eine andere Art und Weise", so Heidenmann über eine nicht ganz alltäglich Trainingswoche. "Trotzdem sind wir bemüht, eine gewisse Normalität in die Abläufe zu bekommen und bei unseren Routinen zu bleiben - das gelingt uns bis jetzt gut." Die U17 reist mit einem klaren Ziel nach Magdeburg: "Wir nehmen uns vor, dort eine Top-Leistung auf den Platz zu bringen und ins Viertelfinale einzuziehen. Deshalb gilt es, uns durchzusetzen, besser als der Gegner zu sein und das Spiel zu gewinnen, das ist der Auftrag." Am Ende seien es genau diese Spiele, auf die man als Mannschaft hinarbeite, so der U17-Cheftrainer: "Für diesen Moment trainieren und spielen wir monatelang, jetzt erwartet uns mit Magdeburg eine hohe Hürde. Sie haben ein geschlossenes Team mit einem guten Spirit sowie einer klaren Idee in jeder Spielphase und ihre Gruppe verdient auf Platz eins abgeschlossen - das interessiert jetzt aber niemanden mehr. Die Karten werden neu gemischt und wir wollen dort unbedingt gewinnen."
U19: "Für uns geht es jetzt in die Finale Phase"
Während die U17 schon einen Schritt weiter ist, steht der Mainzer U19 der Hauptrunden-Abschluss an diesem Wochenende noch bevor. Die 0:1-Niederlage gegen Nürnberg hat am vergangenen Samstag für einen kleinen Dämpfer gesorgt, von dem sich die Rheinhessen allerdings nicht entmutigen lassen möchten und stattdessen positive Aspekte daraus ziehen: "Anhand der Videoanalyse nach dem Spiel haben wir erkannt, dass wir oft in torgefährliche Bereiche gekommen sind und dahingehend eine gute Leistung gezeigt haben. Trotzdem haben wir aus diesen Situationen zu wenige Chancen kreiert und die, die wir hatten, nicht genutzt. Am Ende war es aus unserer Sicht sehr unglücklich, die Partie trotz dieser spielerischen Überlegenheit zu verlieren - aber das ist die Natur des Fußballs", fasst Cheftrainer Jan Kirchhoff die Erkenntnisse aus dem jüngsten Auftritt seines Teams zusammen. Mit dem Hauptrunden-Abschluss wird nun langsam aber sicher der Endspurt der Saison 2025/26 eingeläutet, in dem Details über Sieg oder Niederlage entscheiden können, so Kirchhoff: "Für uns geht es jetzt in die finale Phase, in der es darauf ankommt, Spiele in die eigene Richtung kippen zu lassen, Kontrolle herzustellen und insgesamt die bessere Mannschaft zu sein. Schlussendlich wird das Spiel im letzten Drittel des Gegners entschieden und in der Hinsicht wollen wir am Samstag besser auftreten als gegen Nürnberg - Ziel ist es, vorne Tore zu erzielen und die Möglichkeiten, die wir haben, zu nutzen, während wir in der Defensive bis zur letzten Minute sauber verteidigen."
"Verlassen uns auf die Dinge, die wir uns bis jetzt erarbeitet haben"
Beim SC Paderborn wäre ein Sieg doppelt wichtig: Nicht nur würde ein Erfolg für Sicherheit und Rückenwind mit Blick auf die K.o.-Runde sorgen, sondern den Mainzern je nach den Ergebnissen der Gruppengegner zudem die Möglichkeit offenhalten, noch auf den zweiten oder gar ersten Platz in der Tabelle zu klettern - in diesen Fällen würde im Achtelfinale ein Heimspiel am Bruchweg winken. Der Weg dahin ist allerdings keinesfalls ein Selbstläufer, wie Kirchhoff betont: "Paderborn ist eine gute, runde Mannschaft, die zu jeder Spielphase organisiert ist, eine gewisse Körperlichkeit und zusätzlich individuelle Klasse hat. Es wird darauf ankommen, dass wir eine Top-Leistung abrufen und das Spiel nach Möglichkeit gewinnen - genau das soll auch das Motto für die nächsten Wochen sein." Die Entwicklungsphase sei in der laufenden Saison nun abgeschlossen - nun zählt die Leistung, wie Kirchhoff betont: "Wir verlassen uns auf die Dinge, die wir uns bis jetzt erarbeitet haben und in denen wir gut sind. Auf diesem Weg wollen wir Spiele für uns entscheiden - zuletzt ist uns das regelmäßig gelungen. In Paderborn wollen wir nun vor allem hinsichtlich unserer Effizienz dafür sorgen, dass aus unserer Überlegenheit auch ein entsprechendes Ergebnis zu unseren Gunsten entsteht."

