U19 18.04.2026 - 20:09 Uhr
Bittere Heimniederlage für die U19
Dominierende 05ER lassen beim Heimspiel gegen Nürnberg viele gute Möglichkeiten aus und verlieren schlussendlich 0:1

Die Mainzer U19 hat trotz zahlreicher Chancen ihr Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 0:1 verloren. Während die wirklich guten Gelegenheiten im ersten Durchgang auf sich warten ließen, war der FSV nach der Halbzeit die deutlich bessere Mannschaft und spielte sich zahlreiche gute Möglichkeiten. Da die Rheinhessen jedoch keine davon nutzten und stattdessen die Gäste trafen, hat das Team von Cheftrainer Jan Kirchhoff als Gruppenvierter sein Ticket für die K.O-Runde noch nicht zu 100% sicher. Allerdings bräuchte es für den fünftplatzierten Glubb aus Franken schon ein wirklich großes Fußballwunder, um am letzten Spieltag drei Punkte und das um 15 Treffer schlechtere Torverhältnis aufzuholen.
"Es ist schwierig zu erklären, wie wir dieses Spiel verlieren konnten. In der ersten Halbzeit haben wir zwar nicht gerade unsere beste Leistung gezeigt, aber trotzdem okay gespielt. Insgesamt waren die ersten 45 Minuten recht ausgeglichen mit leichten Feldvorteilen für uns. Im zweiten Durchgang waren wir komplett überlegen, haben nur auf ein Tor gespielt, aber keine unserer Chancen genutzt. Oftmals waren wir da im letzten Pass zu unsauber oder hatten Pech beim Abschluss, trotzdem ist es verrückt, dass da kein Ball reingegangen ist. Dass Nürnberg in der zweiten Halbzeit dann einmal aus dem Nichts aufs Tor schießt und der Ball in den Winkel geht, ist für uns dann natürlich super frustrierend", fasste Jan Kirchhoff die Partie zusammen und formulierte gleich das Ziel für die kommende Woche:" Wir wollen das letzte Gruppenspiel gegen Paderborn nutzen, um weiterhin am Spirit zu arbeiten, jedes Spiel gewinnen zu wollen."
Viel Ballbesitz für den FSV, aber kaum Chancen
Im Vergleich zum souveränen Auswärtssieg in Berlin hatte Kirchhoff seine Startelf auf einer Position verändert und Jeremiah Debrah für Daniel Imafidon starten lassen. Der FSV hatte von Beginn an deutlich mehr Ballbesitz als die Franken, tat sich in der Anfangsviertelstunde jedoch schwer in Abschlusspositionen zu kommen. Den ersten Schuss für die Rot-Weißen verzeichnete Philipp Schreiber nach 16 Minuten, nachdem er von Debrah bedient worden war. Jedoch geriet sein Versuch aus 15 Metern zu zentral, um FCN-Keeper Lindsay-Zach Gutaj zu überwinden.
Im direkten Gegenzug bewahrte Batuhan Deliboyraz die 05ER vor einem Rückstand, indem er sich mutig in den Schuss von David Okpodu warf und die Kugel entscheidend abfälschte (17.). Kurz darauf hatte der von der linken Seite in die Mitte ziehende Schreiber seine zweite gute Möglichkeit auf den Führungstreffer. Sein Schuss in Richtung kurzes Eck wurde im letzten Moment allerdings noch vom ausgestreckten Bein eines Nürnberger Verteidigers ins Toraus gelenkt. Fünf Minuten später ereignete sich eine ähnliche Situation, doch diesmal ging Schreibers Schuss rechts am Tor der Gäste vorbei (30.).
Nürnberg meldet sich ebenfalls an
Auch in der 36. Minute wäre aus Sicht der 05ER mehr drin gewesen, als Debrah und Mika Pressler bei einem Konter nur einen Gegenspieler vor sich hatten und Letzterer den Ball knapp über das Nürnberger Tor schoss. Eine Zeigerumdrehung später hatte Lion Haxhu die bis dato beste Möglichkeit der ersten Halbzeit, als er nach einem Eckstoß im Fünfmeterraum an den Ball kam und die Kugel knapp über das Mainzer Gehäuse setzte. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff hatte sein Teamkollege Tim Berger nach einer Flanke von der rechten Seite sogar noch eine bessere Chance und vergab unbedrängt aus sechs Meter Entfernung, bevor FCN-Innenverteidiger Johannes Theinhardt kurz darauf per Kopf eine weitere gute Möglichkeit liegenließ (44.).
Schlechte Chancenverwertung rächt sich
Der zweite Durchgang begann wie der erste mit spielerischen Vorteilen für den FSV. Das 1:0 ließ jedoch weiter auf sich warten, auch weil Debrah in der 52. Minute zu uneigennützig agierte und aus guter Position vergeblich versuchte Mika Pressler zu bedienen, anstatt aus 15 Metern selbst zu schießen. Kurz darauf versuchte es Jan Janega mit einem Abschluss von der Strafraumkante, der jedoch rechts am Kasten von Gutaj vorbeiflog (56.). Im Gegensatz zur ersten Hälfte blieben die 05ER dieses Mal jedoch am Drücker und kamen dem Führungstreffer immer näher. Nach Flanke des eingewechselten Fynn Hillbrunner köpfte Schreiber an den Pfosten und Debrahs Nachschuss wurde in letzter Sekunde entscheidend abgefälscht (63.).
Nach 78 Minuten gingen die Gäste, die bis auf einen Freistoß zuvor kaum in der Mainzer Hälfte stattgefunden hatten, durch einen noch abgefälschten Schuss von Levin Chiumento in Führung. Kirchhoff reagierte umgehend und brachte mit Mats Pressler und Chris Rosenberger zwei neue Offensivkräfte in die Partie. Letzterer brachte sich sofort ein und hätte in der 81. Minute beinahe den Ausgleich erzielt, wenn sein Schuss nicht in letzter Sekunde geblockt worden wäre. Auch den Abpraller aus 12 Metern konnten die 05ER nicht nutzen, da Dominik Horlbeck knapp am Tor vorbeizielte.
Schreiber und Pressler vergeben aus nächster Nähe
Weil der FSV alles nach vorne warf, bot sich dem FCN in der 85. Minute eine gute Möglichkeit auf das 0:2, was 05-Schlussmann Daniel Posch mit einer tollen Parade jedoch verhindern konnte. Im direkten Gegenzug traf Rosenberger nach feinem Steckpass von Hillbrunner nur die Latte, bevor kurz darauf Schreiber und Mats Pressler innerhalb einer AKtion gleich zwei hundertprozentige Chancen vergaben. Während Schreiber es nach einer flachen Hereingabe von rechts verpasste den Ball ins leere Tor einzuschieben, schoss der für seinen Bruder eingewechselte Mats die Kugel aus fünf Metern über das Nürnberger Tor. Kurz nach dieser sinnbildlich für die Mainzer Chancenverwertung stehenden Aktion endete das Spiel.
Paderborn zum Abschluss
Im letzten Gruppenspiel tritt die Mainzer U19 am Samstag, dem 25. April, beim SC Paderborn 07 an. Anpfiff im Trainings-und Nachwuchsleistungzentrum der Ostwestfalen ist um 13 Uhr.
1. FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg 0:1 (0:0)
Tore: M
Aufstellung: Posch – Horlbeck, Jarrett, Köppel, Deliboyraz, Hanfland (61. Imafidon), Janega, Debrah (79. Rosenberger), Mika Preßler (79. Mats Pressler), Latifi (61. Hillbrunner), Schreiber
Schiedsrichter: Justin Volz (Maurice Schwarzbauer, Matti Terlinden)



























