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  • Amiri sichert in letzter Sekunde einen Punkt

Spielberichte 19.04.2026 - 21:34 Uhr

Bundesliga 2025/2026

30. Spieltag

Borussia Mönchengladbach - Logo 1 : 1

Halbzeit 1 : 0

Borussia M'gladbach 1. FSV Mainz 05
Tore

1:0 J. Scally (7.)

1:1 N. Amiri (98.)

Spielinfo

Anstoss:

19.04.2026 | 19:30 Uhr

Stadion:

BORUSSIA-PARK

Zuschauer:

50245

Aufstellung
M. Nicolas 33
K. Diks 4
Y. Engelhardt 6
K. Stöger 7
H. Tabaković 15
P. Sander 16
J. Castrop 17
R. Reitz 27
J. Scally 29
N. Elvedi 30
H. Bolin 38
D. Batz 33
S. Posch 4
K. Sano 6
P. Nebel 8
N. Amiri 10
A. Caci 19
P. Tietz 20
D. da Costa 21
N. Veratschnig 22
S. Becker 23
D. Kohr 31
Borussia M'gladbach

Aufstellung:
Moritz Nicolas (33), Kevin Diks Bakarbessy (4), Yannik Engelhardt (6), Kevin Stöger (7), Haris Tabaković (15), Philipp Sander (16), Jens Castrop (17), Rocco Reitz (27), Joseph Michael Scally (29), Nico Elvedi (30), Axel Hugo Bolin (38)
Einwechslungen:
66 F. Honorat für H. Bolin, 71 F. Chiarodia für K. Diks, 72 L. Ullrich für J. Castrop, 72 G. Reyna für K. Stöger, 87 K. Takai für H. Tabaković
Ersatzbank:
Fabio Christian Chiarodia (2), Franck Honorat (9), Giovanni Alejandro Reyna (13), Kota Takai (14), Shuto Machino (18), Jan Jakob Olschowsky (23), Robin Hack (25), Lukas Ullrich (26), Wael Mohya (36)
Trainer:
Eugen Polanski

1. FSV Mainz 05

Aufstellung:
Daniel Batz (33), Stefan Posch (4), Kaishu Sano (6), Paul Nebel (8), Nadiem Amiri (10), Anthony Caci (19), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Nikolas Konrad Veratschnig (22), Sheraldo Rudi Salomo Willem Becker (23), Dominik Kohr (31)
Einwechslungen:
66 P. Mwene für N. Veratschnig, 66 A. Sieb für S. Becker, 76 S. Widmer für A. Caci, 76 W. Bøving für P. Nebel, 82 N. Weiper für D. da Costa
Ersatzbank:
Lasse Finn Rieß (1), Phillipp Mwene (2), Armindo Sieb (11), William Bøving Wick (14), Sota Kawasaki (24), Andreas Schjølberg Hanche-Olsen (25), Silvan Dominic Widmer (30), Nelson Felix Patrick Weiper (44), Kacper Potulski (48)
Trainer:
Urs Fischer

Spieldaten
Borussia Mönchengladbach - Logo
1 Tore 1
9 Schüsse 17
289 angekommene Pässe 513
77 Fehlpässe 75
37.8% Ballbesitz 62.2%
53.8% Zweikampfquote 58.3%
12 Foul / Hand gespielt 8
Spielerdaten
1 Tore 1
9 Torschüsse 17
1 Torvorlagen 0
551 Ballkontakte 787
366 gespielte Pässe 588
289 angekommene Pässe 513
77 Fehlpässe 75
79.0% Passquote 87.2%
53.8% Zweikampfquote 58.3%
12 Foul / Hand gespielt 8
8 Gefoult worden 12
0 Abseits 2
Alle Daten zum Spiel

Amiri belohnt unermüdliche 05ER spät

FSV dominiert Mönchengladbach über weite Strecken, verliert nie die Geduld & belohnt sich tief in der Nachspielzeit

Nadiem Amiri & Anthony Caci feierten nach langer Leidenszeit starke Startelf-Comebacks.

Dank einer Energieleistung zum Ende der zweiten Englischen Woche in Folge hat sich der 1. FSV Mainz 05 beim 1:1 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach einen wertvollen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt sichern können. Dieser fiel nur deswegen glücklich aus, weil der Ausgleich Nadiem Amiri erst mit der allerletzten Aktion der Partie aus elf Metern gelang. Den Strafstoß hatte der eingewechselte Phillipp Mwene herausgeholt. Zuvor waren die 05ER dem frühen Rückstand - Joe Scally hatte in der Anfangsphase getroffen - lange hintergelaufen, waren aber immer wieder an Moritz Nicolas oder mangelnder Präzision und Effizienz gescheitert. Die von Cheftrainer Urs Fischer eingeforderte Reaktion hatte das Mainzer Team in den 98 Minuten am Sonntagabend allemal gezeigt.

Vier Wechsel hatte das Trainerteam gegenüber dem Europa-Pokal-Aus in Straßburg vorgenommen. Für Kapitän Silvan Widmer, Mwene, Sota Kawasaki und Nelly Weiper starteten in Mönchengladbach Anthony Caci,  Nikolas Veratschnig, Nadiem Amiri sowie Sheraldo Becker. 

FSV aktiv, Gladbach abgezockt

Der FSV fand gut in die Partie und wurde in den ersten Minuten gleich zweifach nach Angriffen über die Flügel gefährlich. Zunächst landete eine Hereingabe Cacis auf dem Kopf von Becker, der aber keinen Druck hinter das Leder brachte (4. Spielminute, drüber). Zwei Minuten später ging es dann über links, Veratschnigs Flanke auf den zweiten Pfosten landete bei Phillip Tietz, der aus acht Metern abzog, aber an Nicolas scheiterte (6.). Eiskalt präsentierten sich nach diesem engagierten Mainzer Start die Gastgeber, die wenig später am Strafraum zu viel Raum zum Kombinieren hatten: Haris Tabakovic legte einen langen Ball auf Hugo Bolin ab, der Schwede fand den an der Strafraumgrenze unbewachten Scally, der per überlegtem Schlenzer ins linke Ecke die Gladbacher Führung besorgte (7.). Die Mainzer waren aktiver und zeigten in der Anfangsphase zwar weiter die reifere Spielanlage, der Rückstand tat zum Ende einer weiteren Englischen Woche aber natürlich weh. Nach 15 Minuten war es Becker, der nach hohem Mainzer Ballgewinn und Zuspiel von Dominik Kohr aus 17 Metern zu zentral zielte und an Nicolas scheiterte (15.). Im Anschluss verflachte die Partie ein wenig, die Anfangsoffensive der Gäste hatte nichts Zählbares vorhergebracht und so waren es nach einer halben Stunde lediglich zwei Gelbe Karten für die Rheinhessen in Minute 21 und 22 (für Kohr & Caci), die in den Statistik-Büchern Niederschlag fanden. 

Richtig brenzlig vor einem der beiden Tore wurde es erst wieder nach einer guten halben Stunde, diesmal durften die 05ER tief durchatmen. Nach einer Flanke von links landete der Ball über Umwege beim völlig freistehenden Jens Castrop, der zentral aus zehn Metern abzog, aber letztlich nur seinen am Boden liegenden Mitspieler Nico Elvedi erwischte und das 2:0 aus Fohlen-Sicht liegen ließ - was freilich schmeichelhaft gewesen wäre (31.). Doch kurz darauf meldete sich auch das Fischer-Team, das hier mindestens auf Augenhöhe agierte, zurück im Spiel: Kaishu Sano trieb das Leder nach vorne und  bediente Becker, der sich auf Strafraumhöhe mit einer geschickten Bewegung Raum verschaffte, mit seinem noch abgefälschten Schuss aber nur eine weitere Ecke herausholen konnte (34.). Und auch der letzte nennenswerte Abschluss einer ausgeglichenen ersten Halbzeit sollte den Mainzern gehören, für die Amiri es drei Minuten vor dem Seitenwechsel aus knapp 20 Metern volley versuchte, den abgefälschten Schuss lenkte Nicolas aber über den Querbalken (42.). Wenig später war Pause, aber noch alles drin im Borussia-Park.

FSV rennt an & verdient sich späten Jubel

Durchgang zwei war kaum angepfiffen, da steuerte die Borussia scheinbar auf den zweiten Treffer zu. Eine Fehler im Mainzer Aufbau öffnete Räume, Kevin Stöger bediente Castrop, gegen den Stefan Posch nach einem beherzten Antritt erst in höchster Not im eigenen Strafraum klären konnte (46.). Fünf Minuten später waren die Gäste wieder an der Reihe: Amiri bediente Caci im Strafraum, der mit der Hacke für Nebel auflegte, dessen abgefälschter Schuss neben dem Gehäuse landete (51.). Der Ton für diesen zweiten Durchgang war gesetzt. Der FSV ließ den Ball laufen und suchte Lücken, die Borussia lauerte auf Umschaltaktionen nach Fehlern des FSV. Diese machten die 05ER zwar auch immer wieder, bügelten das aber auch regelmäßig stark wieder aus in der Rückwärtsbewegung. Nach einer guten Stunde reagierte Fischer erstmals und brachte Mwene und Armindo Sieb für Veratschnig und Becker, die ihre besten Szenen vor der Pause gehabt hatten. An der nächsten Offensivaktion war Sieb dann auch gleich beteiligt, als er nach Amiri-Zuspiel in der Box auf Nebel ablegte, dessen Schuss erneut Nicolas entschärfen konnte (67.). Die Rheinhessen näherten sich an, während sich die Chancen häuften. Nach 70 Minuten flankte Caci erneut klasse ins Zentrum, wo Tietz zwar an den Ball kam, ihn aber rund einen halben Meter neben das Gehäuse setzte - da war mehr drin gewesen. Zwei Minuten später zog der Angreifer von der Strafraumgrenze ab, doch wieder einmal war Nicolas zur Stelle (72.). Für die Schlussviertelstunde brachte der FSV Widmer und William Böving für die unermüdlichen, aber entkräfteten Caci und Nebel. 

Die Gäste gaben hier nun klar den Ton an, verzeichneten mehr Abschlüsse, passten präziser, nur vor dem Tor sollte es nicht klappen. Neun Minuten vor dem Ende hatte der FSV sich den Gegner mal wieder schön zurechtgelegt, eine da-Costa-Flanke fand im Zentrum Tietz, dessen Kopfball aber erneut in den Armen des Gladbacher Keepers landete. Die Zeit lief davon und Fischer warf mit der Einwechslung Weipers für da Costa endgültig alles nach vorne. Kurz schien es so, als habe der Cheftrainer damit ein goldenes Händchen bewiesen, doch der Jubel der Mainzer in Minute 87 verstummte schnell wieder. Amiri hatte einen Freistoß vors Tor geschlagen, Weiper per Kopfball-Lob getroffen, bei der Ausführung hatte er jedoch wenige Zentimeter im Abseits gestanden - bitter für das Eigengewächs, für das es das erste Bundesliga-Tor der Saison gewesen wäre. Spätestens nachdem ein Versuch Siebs in der vierten Minute der fünfminütigen Nachspielzeit geblockt wurde, schien die Partie gelaufen. Zumindest bis zur buchstäblich allerletzten Sekunde dieses Spiels: In dieser nämlich brachte Yannik Engelhardt Mwene zu Fall und Schiedsrichter Tobias Welz entschied sofort auf Strafstoß. Trotz langer Wartezeit blieb Amiri cool und vollstreckte mit der letzten Aktion der Begegnung zum hochverdienten Ausgleich. 

Während die Borussia das Ergebnis nur noch über die Zeit hatte bringen wollen, hatten die Mainzer nie aufgesteckt und mehrfach an mindestens diesem einen Treffer geschnuppert. Er beschert ihnen am 30. Spieltag den 34. Zähler, womit die Borussia drei Punkte auf Abstand gehalten wird. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) wartet in der ausverkauften MEWA ARENA das vorletzte Heimspiel der Saison gegen den seit Sonntagabend feststehenden alten und neuen Deutschen Meister Bayern München. Der Vorsprung auf Relegationsrang 16 beträgt vier Spieltage vor Saisonende weiter satte acht Zähler.