• Home
  • News
  • Triumph über Rosenborg - FSV spielt international

Spielberichte 28.08.2025 - 22:56 Uhr

UEFA Conference League 2025/2026

2. Spieltag

4 : 1

Halbzeit 3 : 1

1. FSV Mainz 05 Rosenborg BK
Tore

1:0 Stefan Bell (28)

1:1 Dino Islamović (33)

2:1 Jae-Sung Lee (43)

3:1 Nelson Felix Patrick Weiper (44)

4:1 Nadiem Amiri (57)

Spielinfo

Anstoss:

28.08.2025 | 21:00 Uhr

Stadion:

MEWA ARENA

Zuschauer:

30000

Aufstellung
R. Zentner 27
P. Mwene 2
D. da Costa 21
S. Bell 16
A. Caci 19
Lee Jae-Sung 7
N. Amiri 10
D. Kohr 31
K. Sano 6
P. Nebel 8
N. Weiper 44
S. Tangvik 1
A. Witry 16
M. Ceïde 38
T. Nemčík 21
A. Pereira 19
S. Väänänen 6
O. Selnæs 10
I. Fossum 8
O. Sæter 9
D. Islamović 39
S. Nordli 7
1. FSV Mainz 05

Aufstellung:
Robin Zentner (27), Phillipp Mwene (2), Kaishu Sano (6), Jae-Sung Lee (7), Paul Nebel (8), Nadiem Amiri (10), Stefan Bell (16), Anthony Caci (19), Danny Vieira da Costa (21), Dominik Kohr (31), Nelson Felix Patrick Weiper (44)
Einwechslungen:
72 Armindo Sieb für Nelson Weiper, 72 Silvan Widmer für Phillipp Mwene, 80 Anthony Caci für Nikolas Veratschnig, 90 Lennard Patrick Maloney für Jae-Sung Lee, 90 Sota Kawasaki für Nadiem Amiri
Bank:
Lasse Finn Rieß (1), Maxim Leitsch (5), Arnaud Dominique Nordin (9), Armindo Sieb (11), Lennard Patrick Maloney (15), Nikolas Konrad Veratschnig (22), Sota Kawasaki (24), Andreas Schjølberg Hanche-Olsen (25), Silvan Dominic Widmer (30), Daniel Batz (33), Ben Justus Bobzien (37), Kacper Potulski (48)
Trainer:
Bo Bjørnholt Henriksen

Rosenborg BK

Aufstellung:
Sander Tangvik (1), Santeri Leevi Oliver Väänänen (6), Simen Bolkan Nordli (7), Iver Tobias Rørvik Fossum (8), Ole Christian Hammerfjell Sæter (9), Ole Kristian Selnæs (10), Aslak Fonn Witry (16), Adrian Nilsen Pereira (19), Tomáš Nemčík (21), Mikkel Konradsen Ceïde (38), Dino Islamović (39)
Einwechslungen:

Bank:
Erlend Dahl Reitan (2), Luka Račić (4), Moustafa Zeidan Khalili (5), Rasmus Semundseth Sandberg (12), Jonas Søgaard Mortensen (15), Noah Emmanuel Jean Holm (18), Ulrik Yttergård Jenssen (23), Haakon Ingdal Sørum (24), Emil Konradsen Ceïde (35), Jesper Reitan-Sunde (45), Håkon Singsdal Volden (50), Isak Jønvik Holmen (56)
Trainer:
Alfred Johansson

Spieldaten
4 Tore 1
22 Schüsse 5
275 angekommene Pässe 229
76 Fehlpässe 94
0% Ballbesitz 0%
0% Zweikampfquote 0%
12 Foul / Hand gespielt 7
Spielerdaten
4 Tore 1
22 Torschüsse 5
0 Torvorlagen 0
588 Ballkontakte 515
351 gespielte Pässe 323
275 angekommene Pässe 229
76 Fehlpässe 94
78.3% Passquote 70.9%
0% Zweikampfquote 0%
12 Foul / Hand gespielt 7
6 Gefoult worden 12
0 Abseits 0
Alle Daten zum Spiel

Triumph über Rosenborg - FSV spielt international

05ER dominieren Norweger im Rückspiel & sichern sich hochverdient das Ticket für Europa - Auslosung am Freitag

Erstmals seit neun Jahren nimmt der 1. FSV Mainz 05 wieder an der Gruppenphase eines internationalen Wettbewerbs teil. Dank des hochverdienten 4:1 (3:1) über Rosenborg BK steht der FSV in der Anfang Oktober beginnenden Gruppenphase der UEFA Conference League. Die Treffer, dank derer die Mainzer die Hinspiel-Niederlage drehten, markierten Stefan Bell, Jae-sung Lee, Nelson Weiper sowie Nadiem Amiri, die Gäste waren vor der Pause überraschend zum zwischenzeitlichen 1:1 gekommen, das der FSV aber wenig später kontern konnte. Spätestens nach dem vierten Treffer wurde die Partie in der MEWA ARENA dann zum Festspielakt.

Gegenüber dem Hinspiel hatte Bo Henriksen lediglich eine Veränderung vorgenommen. Für den verletzten Benedict Hollerbach begann Weiper wenige Stunden nach seiner Vertragsverlängerung

Bell trifft & patzt - FSV verdaut den Schreckmoment noch vor der Pause

Die Rahmenbedingungen in der im Heimbereich ausverkauften MEWA ARENA beeindruckten schon weit vor dem Anpfiff. Im Anschuss an den Fanmarsch aus dem Herzen der Stadt zum Stadion hatte die Fanszene eine Choreographie vorbereitet, die sich sehen lassen konnte und dem Beginn der internationalen Nacht einen angemessenen Rahmen verlieh. Man spürte in jeder Sekunde, dass es sich bei dem Duell mit den Norwegern um ein echtes Finale handelte. Kapitän Amiri gab nach gerade einmal 28 Sekunden den ersten Mainzer Torschuss ab und nutzte die Gelegenheit, um das ohnehin schon angezündete Publikum weiter zu befeuern, wenngleich sein Versuch das Gehäuse deutlich verfehlte. In der Folge kristallisierte sich bereits in den Anfangsminuten heraus, worauf man sich an diesem Abend einzustellen hatte. Tief stehende und schon beeindruckend früh um jede Sekunde feilschende Gäste, die sich der Wucht des drückenden FSV zu erwehren suchten. Die nächsten Abschlüsse der Rheinhessen verzeichneten Phillipp Mwene, gegen den Sander Tangvik aber zur Stelle war (14. Minute), bevor Weiper keine sechzig Sekunden später das Außennetz anvisierte (15.). Bei den Gästen erkannte man schließlich das gleiche Muster wie aus dem Hinspiel und ihre vielleicht größte Stärke nach 21 Minuten. Der FSV gab den Ball im Mittelfeld ab, blitzschnell schwirrten fünf Norweger aus und machten das Spiel schnell. Am Ende war es dann Hinspiel-Torschütze Ole Saeter, der aus 25 Metern abzog, das 05-Tor aber um rund einen Meter verfehlte. 

Weil die Gäste ansonsten wenig zu bieten hatten und mit Ball nicht wirklich am Spiel teilnehmen wollten, war die Führung für den FSV nach einer knappen halben Stunde dann hochverdient. Nach einer Flanke des frischgebackenen Nationalspielers Paul Nebel scheiterte Lee zunächst noch an einem Reflex des Keepers, bevor Bell den Ball aus spitzem Winkel per Rebound im Tor unterbrachte (27.) - nicht zuletzt eine Folge der Box-Besetzung, die verbessert werden sollte. Der Bann schien gebrochen, die Arena bebte, doch ausgerechnet dem Torschützen sollte fünf Minuten später ein Fauxpas unterlaufen. Der Mainzer Abwehrchef schlug nach einem langen Ball ein Luftloch und Islamovic nutzte die sich ihm unverhofft bietende Chance eiskalt - 1:1 aus dem Nichts (32.). Ein kleiner Schock, den aber sowohl das Team als auch die Fans auf den Rängen schnell verdauten. Und so schlug der FSV in der Schlussphase des ersten Durchgangs gleich doppelt zurück. Zunächst landete eine Flanke Anthony Cacis genau auf dem Kopf von Lee, der das 2:1 besorgte (43.), und noch bevor der Jubelsturm abgeebbt war, legte ausgerechnet Eigengewächs Weiper nach, der von Amiris klasse Hereingabe profitierte, die er aus sieben Metern direkt nahm und für die hochverdiente Zwei-Tore-Pausenführung sorgte (44.). 

Amiri macht alles klar

Die 05ER knüpften nach Wiederbeginn da an, wo sie aufgehört hatten und schnürten die Gäste in ihrer eigenen Hälfte ein. Und wieder hatten die Rheinhessen früh die Gelegenheit zu treffen. Eine Mwene-Flanke erreichte im Zentrum den völlig blanken Bell, der aber keinen Druck hinter den Ball und ihn in der Folge nicht aufs Tor brachte (46.). Es schien nur eine Frage der Zeit, ehe die Gastgeber hier für die Vorentscheidung sorgen würden, denn die drückende Überlegenheit ließ in kaum einer Phase nach. Nach knapp 54 Minuten flankte Danny da Costa von rechts, Mwene nahm das Leder im Strafraum volley, visierte aber das Außennetz des Gehäuses an. Länger bitten lassen sollten sich die Rot-Weißen aber dann doch nicht. Drei Minuten später verspielten die Norweger den Ball im Spielaufbau am eigenen Strafraum, Amiri ging energisch dazwischen und besorgte per abgefälschten 15-Meter-Schuss die 4:1-Führung. Diese entsprach auch dem Spielverlauf, wobei sich gerade nach dem Seitenwechsel immer mehr ein Klassenunterschied bemerkbar machte. Und so ging es weiter nur in eine Richtung. Nach einem feinen Zusammenspiel mit Caci auf dem rechten Flügel scheiterte Nebel an Tangvik (61.), neun Minuten später revanchierte sich das 05-Eigengewächs, brachte einen Eckball präzise auf den ersten Pfosten, wo der Franzose per Kopf nur knapp Treffer Nummer fünf verpasste (70.). 

Kurz darauf brachte Henriksen Silvan Widmer und Armindo Sieb für Mwene und den ausgepowerten Weiper, um in der Schlussphase noch einmal für frische Beine zu sorgen. Es war aber erneut der unermüdliche Lee, der nach einer Caci-Flanke das verwaiste Tor vor sich hatte, die endgültige Entscheidung aber liegen ließen (75.). Erst danach meldeten sich die Gäste noch einmal zurück und kamen nochmal zu einer kleinen Druckphase sowie vereinzelten Abschlüssen, ohne dabei aber so richtig gefährlich zu werden. Zur Randnotiz in der Schlussphase sollte noch die Pflichtspiel-Premiere von Sommer-Neuzugang Sota Kawasaki werden, der Amiri ersetzte. 

Was folgte, sollte ein Mainzer Jubelsturm werden im Angesicht der nun feststehenden Rückkehr nach Europa. Am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr) sind sie aber zunächst noch einmal in der Bundesliga gefordert. Die Reise führt den FSV am 2. Spieltag zu, VfL Wolfsburg, im Anschluss wartet eine wohlverdiente Länderspielpause. Zunächst einmal aber wird die Gruppenphase der Conference League am Freitagnachmittag (14 Uhr) ausgelost. Alle Informationen rund um Tickets und Auswärtsreisen folgen wie gewohnt so zeitnah wie möglich.