U23 02.10.2021 — 16:15 Uhr

Brandstetter sorgt in letzter Minute für U23-Heimsieg

Auch Wanner trifft beim dritten 05-Sieg in Serie

Jubel bei Simon Brandstetter (2.v.r.) und Kollegen nach dem späten Siegtreffer.

Die höchste Ausbildungsmannschaft des 1. FSV Mainz 05 hat am 11. Spieltag der Regionalliga Südwest den dritten Sieg in Folge eingefahren. Gegen den FC Rot-Weiß Koblenz setzte sich das Team von Cheftrainer Bartosch Gaul am Samstagnachmittag vor 386 Zuschauern im Bruchwegstadion mit 2:1 (1:1) durch. In einem insgesamt sehr fahrigen und chancenarmen Duell hatte Dominik Wanner die 05ER nach Vorarbeit von Kaito Mizuta in der Anfangsphase der Partie in Führung gebracht. Nach dem Koblenzer Ausgleich noch vor der Pause sorgte Simon Brandstetter in der Nachspielzeit per Strafstoß für den umjubelten Siegtreffer und beendete eine turbulente Schlussphase.

Nach dem von Gaul titulierten "Arbeits- und Mentalitätssieg" in Ulm veränderte der U23-Cheftrainer seine Startelf auf drei Positionen. Die beiden Jungprofis Merveille Papela und Paul Nebel sowie Lukas Quirin begannen anstelle von Lucas Laux, Marc Fichtner und Sturm-Routinier Simon Brandstetter. Benko Sabani führte die 05ER im Duell mit seinem Ex-Klub erneut als Kapitän aufs Feld.

Die Koblenzer, die sich unter der Woche einen Last-Minute-Punkt gegen den FC-Astoria Walldorf erarbeitet hatten, starteten, wie von Gaul erwartet, schwungvoll und liefen die Hausherren in der Anfangsphase der Partie früh an. Die Mainzer benötigten einige Minuten, um sich dem Druck der Gäste zu entziehen, wurden dann offensiv aktiver und gingen, fünf Minuten nach der ersten Halbchance durch Mizuta (10.), in Front. Nach einer maßgeschneiderten Flanke des Japaners durfte Wanner am zweiten Pfosten relativ unbedrängt einköpfen (15.). 

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Koblenz gleicht aus

Im Anschluss erarbeiteten sich die 05ER klare Ballbesitzvorteile, die Zweikampfhärte nahm zu, die Spielqualität etwas ab – insgesamt kontrollierten die Hausherren zwar Ball und Gegner und ließen wenig zu, die Gradlinigkeit im eigenen Spiel ging in dieser Phase aber etwas verloren. So blieb es erst einmal bei einer Chance von Felix Könighaus, die gerade noch zur Ecke geklärt wurde (31.). Auf der Gegenseite meldeten sich die Koblenzer fünf Minuten vor der Pause zurück: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld verloren die Mainzer im eigenen Strafraum zwei Kopfballduelle – RW-Kaptän Christopher Spang war zu Stelle und sorgte für den 1:1-Halbzeitstand (40.).

Im zweiten Spielabschnitt erwischten die Gäste den besseren Start und strahlten vor allem nach Standardsituationen Torgefahr aus. Drei Minuten nach Wiederanpfiff segelten nach einem Koblenzer Eckball gleich mehrere RW-Spieler am Ball vorbei – Glück für die 05ER, deren Cheftrainer auf die verhaltene Anfangsphase reagierte. Brandstetter kam für Romario Roesch ins Spiel und sollte an Nebels Seite die Offensivabteilung beleben (53.).

Turbulente Schlussphase

Elf Minuten später kamen dann auch die Rheinhessen zu ihrer ersten aussichtsreichen Möglichkeit: Brandstetter setzte Mizuta per Lupfer in Szene, der 21-Jährige legte sich den Ball im Koblenzer Strafraum aber etwas zu weit vor, sodass RW-Keeper Carl Leonhard klären konnte (64.). Danach passierte lange wenig vor beiden Toren – bis sich Minuten vor Schluss die Ereignisse überschlugen. Zunächst wurde Wanner unmittelbar vor dem Strafraum gelegt, Maurice Buckesfeld bekam als letzter Mann die Rote Karte gezeigt, der Freistoß brachte aber nichts ein.

Doch den Mainzern sollte sich noch eine letzte Chance bieten: In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde erneut Wanner zu Fall gebracht, dieses Mal allerdings im Strafraum – Elfmeter für Mainz. Simon Brandstetter übernahm die Verantwortung und traf zum umjubelten 2:1-Endstand (90+5.).

1. FSV Mainz 05 U23 – FC Rot-Weiß Koblenz: 2:1 (1:1)

Aufstellung: Rieß – Quirin, Modica, Missner – Wanner, Sabani, Papela (76. Fichtner), Mizuta (85. Rupil), Könighaus – Roesch (53. Brandstetter), Nebel (76. Petö)

Tore: 1:0 Wanner (15.), 1:1 Spang (40.), 2:1 Brandstetter FE (90+5.)

Besondere Vorkommnisse: Buckesfeld sieht nach einer Notbremse die Rote Karte (89.)

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