Profis 20.08.2026 - 18:30 Uhr
Kohr: "Dem Gegner keine Hoffnung geben"
Der 32-Jährige Defensivspezialist geht mit Zuversicht an die bevorstehenden Herausforderungen

Endlich geht es wieder los. Nach knapp acht Wochen harter Vorbereitung steht für die 05-Profis das erste Pflichtspiel der kommenden Spielzeit an. In der ersten Runde des DFB-Pokals geht es gegen den VfB Krieschow (Sonntag, 15.30 Uhr, live auf SKY & 05ER.fm). Und der FSV reist mit einem guten Gefühl nach Brandenburg: Im Sommer konnte man sich mit Ransford Königsdörffer, Eric Martel, Fabio Gruber, Alexander Schwolow und Rückkehrer Stefan Posch punktuell verstärken, während der Kern der Mannschaft zusammengeblieben ist. Einer dieser Eckpfeiler der Mannschaft ist Dominik Kohr. Der 32-jährige Routinier geht in seine 16. Bundesligasaison, die siebte mit den Rheinhessen. Mit einer erfolgreichen Vorbereitung im Rücken und einem stark aufgestellten Kader blickt der Innenverteidiger zuversichtlich auf das Pokalduell und die bevorstehende Bundesliga-Saison.
Überraschungen vermeiden
“Auch wenn der Gegner aus der Oberliga kommt, freue ich mich sehr, dass es wieder losgeht. Wir müssen dieses Spiel angehen, wie jedes andere Pflichtspiel. Krieschow wird alles auf dem Platz geben und darauf müssen wir vorbereitet sein. Ziel ist es, natürlich eine Runde weiterzukommen“, blickt der 32-Jährige auf den Landespokalsieger aus Brandenburg. Denn Krieschow ist nicht zu unterschätzen: Im Landespokalfinale setzte sich der VfB gegen den Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus durch (2:1) und sorgte für eine dicke Überraschung. Dementsprechend warnt der 05-Innenverteidiger vor Leichtsinnsfehlern: “Wir werden, anders als häufig in der Bundesliga, viel Ballbesitz haben und die Gegner werden auf Konter lauern. Das heißt für uns, mutig im Offensivspiel zu sein und gleichzeitig die Verteidigung nie aus den Augen zu verlieren. Wir wollen dem Gegner keine Hoffnung auf eine Sensation geben. Wenn wir unser Spiel durchziehen, werden sie keine Chance haben.“ Die Form der letzten Wochen gibt diesem Selbstvertrauen definitiv recht - oder etwa doch nicht?
“Ich hätte lieber eine schlechtere Bilanz in den Testspielen gehabt, um auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. Dennoch haben die gezeigten Leistungen das Potenzial und die Qualität unseres Kaders bestätigt. Das gibt uns allen natürlich mehr Selbstbewusstsein im Hinblick auf die kommenden Spiele“, so Kohr. Gegner in den angesprochenen Testspielen waren unter anderem AFC Bournemouth (2:1-Sieg), Paris FC (4:0-Sieg) oder Udinese Calcio (3:3-Unentschieden). In diesen Begegnungen wählte Cheftrainer Urs Fischer immer mal wieder unterschiedliche Innenverteidiger-Konstellationen. Denn die 05ER sind auf dieser Position bestens bestückt und der interne Konkurrenzkampf wurde mit den Neuzugängen Posch und Gruber nochmal deutlich härter. Sieben Profis kämpfen derzeit um drei freie Plätze in der Startelf.
Harter Konkurrenzkampf
“Mich motivieren diese Umstände sehr, denn ich bin gezwungen, Leistung zu zeigen, jeden Tag in jedem Training. Das gilt natürlich auch für die Jungs, die am Sonntag in der Dreierkette aufgestellt werden. Die werden sich nicht zurücklehnen können, denn es gibt immer vier Jungs, die permanent Druck ausüben und selber auf dem Platz stehen wollen“, so der Routinier. Persönlich sieht sich Kohr in bester Verfassung und freut sich auf die rund 1.000 05-Fans, die den Weg nach Krieschow auf sich nehmen: “Ich fühle mich bereit, 90 Minuten zu spielen. Ich hoffe auch, dass wir am Sonntag keine Überstunden machen müssen. Dafür gilt es, wenig Fehler zu machen und unsere Chancen direkt zu nutzen. Dann können wir unsere Fans glücklich wieder nach Mainz schicken. Ich hoffe, trotz der langen Fahrt, auf viele 05ER vor Ort, denn nur gemeinsam können wir eine erfolgreiche Saison spielen.“
Für wen sich der Cheftrainer letztendlich entscheidet, wird sich wie immer eine Stunde vor dem Anpfiff zeigen. Einer der drei Abwehrspieler bekommt es dann ziemlich sich mit Top-Stürmer und Krieschow-Legende Andy Hebler zu tun, der sich Kohr im Vorfeld als direkten Konkurrenten gewünscht hat.


