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Profis 31.07.2026 - 15:30 Uhr

Fabio Gruber: "Ich bin einfach ich selbst"

Der 23-Jährige Deutsch-Peruaner spricht über sein erstes Trainingslager mit den Rheinhessen, seine Maske & die Gründe, für die peruanische Nationalmannschaft aufzulaufen

Sommerneuzugang Fabio Gruber hat drei rasante Jahre hinter sich: Der 1,88 Meter große Defensivmann lief zu Beginn der Spielzeit 23/24 noch bei der U23 des FC Augsburg in der Regionalliga Bayern auf. Mit hervorragenden Leistungen beim SC Verl und zuletzt beim 1. FC Nürnberg hat der Deutsch-Peruaner sich in den Fokus zahlreicher Bundesligaklubs gespielt. Seit diesem Sommer verstärkt er die 05ER und schnuppert im aktuellen Trainingslager das erste Mal Bundesliga-Luft. Über diesen rasanten Aufstieg, sein neues Abenteuer und warum er sich besonders auf Bayern München freut, berichtete der 23-Jährige am Donnerstagabend im Rahmen einer Medienrunde im Teamhotel.

Der frischgebackene peruanische Nationalspieler sprach über...

...sein erstes Bundesliga-Trainingslager: "Man merkt schon, dass das Training hier ein höheres Niveau und auch eine andere Intensität hat. Die Hitze macht das Ganze auch nicht einfacher. Für mich ist das Trainingslager eine super Gelegenheit, sich in die Mannschaft einzugliedern, sowohl auf als auch neben dem Platz."

...seinen Wechsel: "In Mainz werden immer wieder richtige Impulse gesetzt. Der Verein hat sich durch diese gute Arbeit in der Bundesliga etabliert. Zudem habe ich den Eindruck, dass der Verein immer sehr ruhig agiert. Natürlich hat mir mein Ex-Mitspieler und Mainzer Junge Christian Mathenia den Verein gut verkauft. Er verkörpert ihn auf seine Art und Weise und die Euphorie, die er dabei versprüht, sucht schon seinesgleichen. Außerdem konnte Mainz in den vergangenen Jahren immer wieder die Bayern ärgern - da habe ich persönlich nichts dagegen, diesen Trend weiterzuführen."

...seinen Charakter: "Ich bin einfach ich selbst. Ich bin eher ein ruhigerer Typ und brauche immer wieder Zeit, um aus mir rauszukommen und mich zu akklimatisieren. Trotzdem versuche ich natürlich jetzt schon, Leistungen zu bringen und mich zu zeigen."

...seine Maske: "Ich hatte vor einigen Jahren mehrere Frakturen im Mittelgesicht gehabt. Die würde ich ungern wieder haben. Meinen Spielstil wollte ich trotzdem nicht verändern. Ich gehe weiterhin in jeden Zweikampf rein und ziehe auch nie zurück."

...Urs Fischer als Trainer: "Er ist auf jeden Fall fordernd, aber auch sehr fördernd. Er erinnert uns regelmäßig an die Inhalte - das hilft ungemein, den Fokus zu behalten und immer zu wissen, was zu tun ist. Er hat auf jeden Fall einen anderen Charakter im Vergleich zu den Trainern, die ich davor hatte."

...seine Entscheidung, für Peru zu spielen: "Es war für mich immer schon eine Herzensangelegenheit, für das Heimatland meiner Mutter zu spielen. Die Peruaner sind fußballverrückt und haben mich schon vor meiner Profikarriere in den sozialen Medien erwähnt. Als es dann in Nürnberg gut lief, kam der Anruf vom Verband und ich bin jetzt sehr stolz, dieses Land zu repräsentieren."