Geschichte

Der Anfang

Der 16. März 1905

Nach einem missglückten Versuch im Jahr 1903, den damals verpönten Fußball in Mainz gesellschaftsfähig zu machen, glückte im zweiten Anlauf die Gründung: Am 16. März 1905 wurde der 1. Mainzer Fußballclub "Hassia" 1905 in Leben gerufen. Der Verein spielte zunächst "wild" bis er sich Ostern 1906 dem Süddeutschen Fußballverband anschloß. Auf dem Bahngelände an der Hartenbergstraße entstand bald eine Anlage mit Tribüne und Umkleideräumen.

Mit der Fusion des FC Hermannia 07 im August 1912 folgte die Anerkennung des Vereins durch die Behörden. Der neue Name des Vereins lautet ab jetzt "1. Mainzer Fußballverein 05". Der mit dem Namen verbundene Aufschwung wurde durch den ersten Weltkrieg unterbrochen.

Eine erneute Fusion im Jahr 1919 mit dem Sportverein 08 sorgte für Auftrieb. Der Verein hieß nun 1. Mainzer Fußball- und Sportverein 05. Der ehemalige Exerzierplatz am Fort Bingen wurde die neue Heimstätte der Nullfünfer, wo auch später mit Hilfe der Stadt ein Vereinsheim errichtet wurde. Die Blütezeit hat hier ihren Anfang genommen. Die Nullfünfer nahmen mehrmals als Bezirksmeister an den Endspielen um die Süddeutsche teil.

Die Neueinteilung der obersten Spielklasse in sechzehn Gaue brachte 1933/34 eine große Enttäuschung, den Abstieg. Dann mußte auch noch der Sportplatz am Fort Bingen einer Flakkaserne weichen. 1938 konnte sich die Elf nur durch eine Klassenneueinteilung von dem erneuten Abstieg retten. Während des zweiten Weltkriegs war der Sportbetrieb weitgehend gelähmt.

 

Die Nachkriegsjahre

Einweihung der Sportplatzanlage am Bruchweg

Mit der Neubildung des Fußballs nach dem Krieg wurde Mainz 05 der Oberliga Südwest zugeteilt. Die ersten Nachkriegsjahre brachten schöne Erfolge. 1949 wurde das Vertragsspielertum eingeführt. Im gleichen Jahr wurde die von der Stadt Mainz gepachtete Sportplatzanlage am Bruchweg offiziell eingeweiht.

1950/51 konnte sich die Mannschaft mit nur einem Punkt Vorsprung den Klassenerhalt sichern. Am 23. August 1953 wurde erstmals das neue, mit Unterstützung der Stadt entstande Rasenspielfeld benutzt. Der Zuschauerrekord des vorhergehenden Jahres wurde mit dem bis dahin größten sportlichen Erfolg des Vereins, dem 5:2 Sieg über den deutschen Meister 1. FC Kaiserslautern, gebrochen.

Sorgen gab es allerdings in der nächsten Saison: Die Mannschaft war auf den drittletzten Tabellenplatz zurückgefallen. Da kam das denkwürdige Spiel beim, um den zweiten Tabellenplatz kämpfenden, TuS Neuendorf. Aus dem 0:2 Rückstand machten die Mainzer in der letzten halben Stunde noch ein 3:2. Kaum zu glauben: Mainz 05 blieb in der Oberliga. Doch wie ging es weiter?

Aus den Erfahrungen der Spielzeit 1954/55 hatte die Vereinsführung gelernt und sich für die neue Saison gut vorbereitet. Ein zweites Mal wollte die Vertragself ihre Freunde nicht mehr so auf die Folter spannen. Praktisch war bis zum letzten Spieltag noch nicht entschieden, ob man gerade zum 50jährigen Vereinsbestehen aus der obersten Fußballliga absteigen würde.

Es reichte gerade so zum Ligaverbleib. Umso erstaunter vernahm die Fußballwelt, dass die Mainzer im großen Jubiläumsspiel den frisch gekürten englischen Pokalsieger Manchester City mit 2:1 bezwingen konnte. Das Auf und Ab der folgenden Jahre hat den Kampf- und Sportgeist des Vereins gefestigt.

 

Bis heute

Von der Bundesliga und einem neuen Stadion

Die größten sportlichen Erfolge waren die deutsche Meisterschaft der Amateure 1982, der erste Platz der Oberliga Südwest und somit der Aufstieg in die 2. Bundesliga 1990 sowie der Aufstieg in die Bundesliga 2004 und erneut im Jahre 2009.

Das modernisierte Bruchwegstadion verfügte über eine Kapazität von 20.300 Plätzen, davon ca. 10.000 Sitzplätze und knapp 10.000 Stehplätze. Alle Tribünen waren bis auf die Molitor-Tribünen überdacht. Diese unüberdachten Plätze an den Flutlichtmasten seitlich der Haupttribüne wurden mittlerweile zurückgebaut. Die Kapazität ist daher um etwa 2.000 Plätze gesunken. Seit der Einweihung der Coface Arena (seit 1. Juli 2016 OPEL ARENA) ist das Bruchwegstadion "nur" noch Trainingsstadion der Profis bzw. Heimspielstätte für die Drittliga-Mannschaft sowie die A-Junioren-Bundesliga. 

In Teilbereichen war das Stadion bis Ende des Jahres 2003 ausgebaut worden, der Mainzer "Hexenkessel" war zu einem wunderschönen Schmuckkästchen geworden, um das Mainz 05 von vielen Vereinen beneidet wurde. Im Mai 2009 erfolgte jedoch der Spatenstich für die neue Arena, die seit Beginn der Saison 2011/2012 34.000 Mainzer Fans ein fußballerisches Zuhause und der Stadt Mainz ein neues sportliches Wahrzeichen bietet.

In der neueren Zeit sorgte Mainz mit seinem Slogan "Wir sind nur ein Karnevalsverein" für bundesweites Aufsehen. Die verpassten Aufstiege 2002 und 2003 in die Bundesliga haben viele Fanherzen trauern lassen. Und dann kam der 23. Mai 2004. Mit dem Sieg über Eintracht Trier und der gleichzeitigen Niederlage von Alemannia Aachen stieg der 1. FSV Mainz 05 zum ersten Mal in seiner 99-jährigen Geschichte in die Bundesliga auf. Ein Traum ist wahr geworden.

In der ersten Bundesliga-Saison als haushoher Abstiegskandidat gehandelt, bereicherte Mainz 05 die erste Liga drei Jahre lang. In der Saison 2006/2007 erfolgte der schmerzhafte Abschied aus dem Oberhaus. Im zweiten Anlauf unter dem neuen Trainer Jörn Andersen schafften die 05er am Ende der Saison 2008/2009 den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Ganz Mainz feierte die Rückkehr des frenetisch und freute sich auf das anstehende vierte Jahr des Vereins in der Bundesliga.

Zur Saison 2009/2010 übernahm A-Jugendtrainer Thomas Tuchel die Bundesliga-Mannschaft und feierte den Klassenerhalt. In die Saison 2010/2011 starteten die Mainzer mit sensationellen sieben Siegen in Serie. Dieses Spieljahr der Rekorde schlossen die 05er auf dem fünften Platz ab. Damit gelang erstmals die sportliche Qualifikation für einen Europapokal-Wettbewerb. Nach der Teilnahme am UEFA-Cup im Jahr 2005 – dank der Fairplay-Wertung – stand zur Saison 2011/2012 die UEFA Europa League auf dem Programm. Das erste Pflichtspiel im neuen Stadion, der Coface Arena (seit 1. Juli 2016 OPEL ARENA), war dann sogleich ein internationales. Gegen den rumänischen Klub Gaz Metan Medias gab es ein 1:1-Unentschieden. Dafür gelang bei der Bundesliga-Premiere in der Coface Arena gegen Bayer Leverkusen ein 2:0-Sieg. 

Nachdem dem FSV in den Spielzeiten 2011/2012 sowie 2012/2013 souverän der Klassenerhalt gelang, qualifizierte sich der Verein in der Folgesaison wiederum für den internationalen Wettbewerb und scheiterte in der Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League unglücklich gegen Asteras Tripolis aus Griechenland. Die Saison 2014/2015 schloss Mainz 05 dann wiederum im gesicherten Mittelfeld ab, bevor im Mai 2016 am letzten Spieltag der Saison in einem Herzschlagfinale gegen Hertha BSC zum ersten mal die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League gefeiert werden konnte. Somit repräsentieren die Mainzer die Bundesliga in der Saison 2016/2017 in mindestens sechs Partien auch auf der internationalen Bühne.

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