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Profis 27.08.2026 - 14:00 Uhr

Mit Routine und Erfahrung gegen hungrige Aufsteiger

Zahlen, Daten & Fakten vor dem Heimspiel gegen Paderborn

Hielt beim letzten Aufeinandertreffen den 2:0-Sieg fest: Robin Zentner (weiß).

Nach dem Pokal ist vor dem Bundesligastart. Am Samstagnachmittag geht es endlich wieder los: Der FSV empfängt am ersten Spieltag den Aufsteiger aus Paderborn in der im Heimbereich ausverkauften MEWA ARENA (15.30 Uhr, live auf Sky & 05ER.fm). Die 05-Profis nutzten am vergangenen Sonntag den Schwung aus der Vorbereitung und zogen souverän mit einem 9:0-Erfolg beim VfB Krieschow in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Doch Paderborn gilt es nicht zu unterschätzen: Der Aufsteiger, der sich in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg durchsetzen konnte, startete ebenfalls erfolgreich in die neue Pokalspielzeit mit einem 4:2-Sieg beim 1. FC Phönix Lübeck. 

DATEN UND Fakten zum SPiel

Positive 05-Bilanz

Die 05ER sind gegen den Bundesliga-Aufsteiger noch ungeschlagen. Vier Partien im Oberhaus (drei Siege, ein Unentschieden) und zwei Begegnungen in der 2. Bundesliga (ein Sieg, ein Unentschieden) sprechen auf dem Papier eine klare Sprache. Das letzte Aufeinandertreffen fand am 24. Spieltag der Saison 2019/2020 statt und endete mit einem 2:0-Erfolg für die Rheinhessen. Das allererste Pflichtspiel zwischen dem FSV und dem SCP liegt dagegen schon knapp 19 Jahre zurück (04. November 2007, 12. Spieltag, 2. Bundesliga). Das Spiel endete 1:1-Unentschieden: Tim Hoogland erzielte den Ausgleichstreffer für die Mainzer, ehe 05-Torwart Daniel Ischdonat mit einem gehaltenen Strafstoß den Punkt festhielt.

Die Vorzeichen sind klar

Die Rheinhessen gehen in ihre 21. Saison in Deutschlands höchster Spielklasse – seit 2009/10 sind sie ununterbrochen dabei. Auf der anderen Seite mussten die Paderborner in ihren beiden bisherigen Bundesligaspielzeiten (2014/15, 2019/20) jeweils als Tabellenletzter am Ende der Saison die Segel streichen. 

Ein Generationen-Duell

Nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben könnten die Voraussetzungen unterschiedlicher kaum sein: 05-Cheftrainer Urs Fischer geht in seine bereits siebte Bundesligasaison (fünf mit Union Berlin, eine mit Mainz 05) und bringt als ältester Trainer der Liga reichlich Erfahrung mit an die Seitenlinie. Sein Pendant aus Paderborn, Ralf Kettemann, ist der drittjüngste Fußballlehrer der kommenden Spielzeit im Oberhaus und betritt in der Bundesliga absolutes Neuland. Diese Divergenz drückt sich auch im Durchschnittsalter der Akteure aus. Während Paderborn mit 24,2 Jahren das jüngste Aufgebot der Liga stellt, schickt der FSV den durchschnittlich ältesten Kader (27,8 Jahre) ins Rennen.

Erfolgreiche Vorbereitung 

Die Rheinhessen spielten eine makellose Vorbereitung (sieben Siege, ein Unentschieden) und gehen mit viel Selbstvertrauen in das erste Ligaspiel. Doch auch die Bilanz des SCP kann sich sehen lassen: Sechs Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage stehen für die Kettemann-Elf zu Buche. "Ich bin optimistisch, dass wir mit den Jungs das Thema 'Geschichte schreiben' angehen werden und angehen können vor allem", gab sich Kettemann auf der Paderborner Pressekonferenz vor dem Auftakt dementsprechend optimistisch.

Das verflixte erste Heimspiel

Dass ein Aufsteiger sein erstes Auswärtsspiel in Mainz austrägt, ist nichts Ungewöhnliches - und immer hatten die Gäste die Nase vorn: Die SpVgg Greuther Fürth (2012/13), der FC Ingolstadt (2015/16), Hannover 96 (2017/18) und vergangenes Jahr der 1. FC Köln feierten jeweils einen 1:0-Auswärtserfolg. Einzig der VfB Stuttgart tanzte in der Saison 2020/21 aus der Reihe - damals hieß es am Ende sogar 1:4 aus Sicht der 05ER. Höchste Zeit, dass diese Serie beendet wird. 

Mainzer Startschwierigkeiten

Den Start in die vergangene Spielzeit hatten sich die 05ER sicher anders vorgestellt. Umso besser verlief dann die Rückrunde – wie auch schon in den Jahren zuvor: Der FSV holte in den letzten sechs Jahren stets zwischen 22 und 32 Punkten in der Rückrunde und in Summe 54 Zähler mehr als in der Hinrunde.

Gefährlicher Luftraum

Aufgepasst FSV-Abwehr: Paderborn erzielte im Vorjahr 37 Prozent seiner Saisontore nach Standards und insgesamt 22 Tore nach ruhenden Bällen. Allein SCP-Stürmer Steffen Tigges erzielte sechs Saisontore per Kopf -  Bestwert der abgelaufenen 2. Ligaspielzeit.

Das Schiedsrichter-Gespann

Geleitet wird die Begegnung durch Tobias Stieler, seinen Assistenten an den Seitenlinien werden Lasse Koslowski und Marcel Unger sein. 4. Offizieller ist Martin Petersen, als Videoschiedsrichter fungieren Matthias Jöllenbeck und Justus Zorn.