• Home
  • News
  • U19 vor Hoffenheim: "Wird eine riesige Herausforderung"

U19 06.02.2026 - 13:05 Uhr

U19 vor Hoffenheim: "Wird eine riesige Herausforderung"

Der FSV reist zum Pflichtspielauftakt des neuen Jahres in der DFB-Nachwuchsliga in den Kraichgau

Die Mainzer U19 steht in den Startlöchern und freut sich auf den ersten Spieltag der Liga A.

Es wird wieder ernst für die U19 des FSV: Nachdem der Pflichtspielbetrieb in der DFB-Nachwuchsliga über zwei Monate geruht hat, startet am kommenden Wochenende (Samstag, 13 Uhr, 13 Uhr, Rasenplatz Dietmar-Hopp-Stadion) bei der TSG Hoffenheim die zweite Hälfte der Saison in der DFB-Nachwuchsliga, welche die Rheinhessen in der Liga A absolvieren - dank der Qualifikation in der Vorrunde durch den zweiten Tabellenplatz. 

Die Rot-Weißen messen sich nun Woche für Woche mit Spitzenteams aus ganz Deutschland, was in den vergangenen Wochen einer entsprechenden Vorbereitungsphase bedurfte, wie Cheftrainer Jan Kirchhoff berichtet: "Wir haben versucht, unser Repertoire ein bisschen zu erweitern und hatten das Gefühl, dass wir gerade im Ballbesitz sehr gefestigt sind. Daher sind die Jungs in der Lage, auch selbstständige Entscheidungen auf dem Platz zu treffen und Positionen neu zu besetzen", so Kirchhoff, dem es vor allem darum ging, gemeinsam mit seinem Team an kleinen Stellschrauben zu drehen. "Wir haben die Art und Weise, wie wir spielen, sehr verinnerlicht. Unser Ziel war und ist es, besser in Pressing-Situationen und Umschaltsituationen zu werden, um jede Phase des Spiels weiter zu begutachten und in der Hinsicht zu wachsen. In diesem Bereich haben wir Verbesserungspotential gesehen und uns in der Vorbereitung darum gekümmert, Schritte nach vorne zu machen."

"Das zeichnet die Hauptrunde aus"

Kirchhoffs Team hatte zudem die Gelegenheit, die trainierten Inhalte im Rahmen von drei Testspielen gegen Darmstadt 98 (8:1), Karlsruher SC (1:0) und die Herren-Oberliga-Mannschaft der FK Pirmasens (1:3) anzuwenden - das sei absolut gelungen: "Ich war inhaltlich mit allen Testspielen zufrieden, genauso wie mit den Trainingsleistungen. Unsere dreiwöchige Wintervorbereitung war super, die Jungs waren gefühlt jeden Tag wirklich am Limit." Auch von der Einstellung seiner Mannschaft ist der U19-Cheftrainer durchweg überzeugt: "Was mich am meisten begeistert, ist die Lernbereitschaft, sich auch mit neuen Themen auseinanderzusetzen, ohne frühere Aspekte dabei zu vergessen und sich jeden Tag darum zu kümmern, besser zu werden - ich finde, das hat uns bislang ausgezeichnet." Zum Pflichtspielauftakt des neuen Jahres vermeldet die U19 zwar keine Neuzugänge, dafür aber Spieler, die nach schweren Verletzungen wieder Teil des Kaders sein werden. "Jemain Kusi steigt nächste Woche wieder ins Training ein, wird aber noch ein wenig Zeit brauchen, bis er wieder eine Option auf dem Platz ist. Jungs, die uns am Ende der Hinrunde mit kleineren Blessuren nicht zur Verfügung standen, sind wieder dabei, beispielsweise Batuhan Deliboyraz. Bis auf die zwei Langzeitverletzten - Tobias Weileder und Max Knoll, jeweils mit Kreuzbandriss - können wir nahezu aus dem Vollen schöpfen."

Die Rückkehr mehrerer Spieler erfolgt genau zum richtigen Zeitpunkt - schließlich erwarten die Mainzer nun jede Woche anspruchsvolle Aufgaben gegen sehr gute Mannschaften aus ganz Deutschland. "Das zeichnet die Hauptrunde aus: Es gibt diese Duelle, die auch für unsere Entwicklung sehr wichtig sind. Die Vorfreude ist riesig, sich mit den Besten zu messen - klar ist aber auch, dass der Leistungsunterschied zwischen den Teams gefühlt nicht mehr da ist, dass jede Partie ein 50:50-Spiel ist und dass wir vielleicht auch mal auf Gegner treffen, bei denen wir das Gefühl haben, dass wir der Underdog sind", betont Kirchhoff mit Blick auf die kommenden Monate, zeigt sich jedoch auch zuversichtlich: "Aber genau darum geht es: Mutig zu sein, sich messen zu wollen, trotzdem an sein eigenes Spiel und seine eigene Stärke zu glauben - ohne dabei extrem ergebnisorientiert zu sein, sondern die Freiheit zu haben, dass es um uns, unsere Entwicklung und unseren Anspruch geht."

"Beweisen, dass wir mithalten können"

Die erste große Aufgabe wartet bereits am Samstag - zum Auftakt der Liga A reist die Mainzer U19 nach Hoffenheim (13 Uhr, Rasenplatz Dietmar-Hopp-Stadion). Die Kraichgauer haben ihre Vorrundengruppe auf dem ersten Tabellenplatz abgeschlossen, Kirchhoff zollt der TSG Respekt: "Hoffenheim gehört statistisch gesehen absolut zu den drei besten Mannschaften in Deutschland. Sie dominieren die Spiele, sind super aggressiv und geben dir fast keine Zeit am Ball, dementsprechend wird das eine riesige Herausforderung." Auch auf zwei weitere Gruppengegner wirft der Cheftrainer bereits einen Blick: "Leverkusen ist individuell top besetzt, hat eine gute Saison gespielt, für Union Berlin gilt das Gleiche. Sie sind sehr körperlich, haben viele Spieler aus dem älteren Jahrgang auf dem Platz und in dieser Saison nahezu alle Spiele gewonnen - diese drei Teams sehe ich als sehr gefestigt und sehr, sehr gut an." Dennoch müssen sich die Mainzer keinesfalls verstecken - im Gegenteil. "Es gilt, zu beweisen, dass wir mithalten können und zu zeigen, dass wir Wege und Möglichkeiten finden, so ein Spiel zu gewinnen. Zum Start in Hoffenheim wird es darum gehen, mit viel Energie dagegenzuhalten. Es fühlt sich an wie ein Bundesliga-Spiel auf Seniorenlevel an, in dem es von Details abhängt, die so ein Spiel entscheiden."

"Geht auch um die Entwicklung des Teams"

Kirchhoff beschreibt die kommenden Spieltage allerdings auch als etwas ungewiss - die Gegner sind neu, entsprechend könne man noch nicht so recht vorhersagen, was die Mainzer demnächst erwarte. Ein klares Ziel hätten er und sein Team sich daher nicht gesteckt: "Dadurch, dass diese Unsicherheit noch besteht und wir die Stärke der anderen Mannschaften sowie unsere eigene Stärke noch nicht richtig einschätzen können, versuchen wir, nicht so viel darüber zu sprechen. Die Jungs sind natürlich ergebnisorientiert, das ist auch total richtig und das wollen wir unbedingt beibehalten", so der U19-Cheftrainer, der dennoch das große Ganze im Blick behält. "Trotzdem geht es auch um die Entwicklung des Teams. Wenn wir am Ende Fünfter werden und nicht weiterkommen, aber an jedem Spieltag an unserem Limit waren, dann ist es so. Wir würden uns wünschen, dass wir unter die ersten vier Teams kommen und gleichzeitig sagen können: Wir haben jeden Tag alles gegeben, um das zu erreichen." Trotz der Ungewissheit lassen sich die Mainzer zu 100 Prozent auf die kommenden Wochen und Monate ein: "Ich habe noch kein klares Gefühl, wo wir am Ende stehen, aber das ist ja auch Teil des Ganzen. Wir brauchen das Bewusstsein, ans Limit gehen zu müssen, um mithalten zu können und dass jede Spielsituation entscheidend sein kann - das ist der Reiz."