Fußball Frauen 12.09.2026 - 12:00 Uhr
05-Frauen vor Freiburg: "Müssen auch unter Druck mutig sein"
Der FSV reist am Wochenende in den Breisgau

Eine herbe Niederlage liegt hinter den Mainzerinnen: Am dritten Spieltag unterlag der FSV in der vergangenen Woche dem 1. FC Köln mit 0:4 im heimischen Bruchwegstadion. Die ersten drei Partien der Saison 2026/27, die die Rheinhessinnen als Aufsteigerteam in der Google Pixel Frauen-Bundesliga absolviert haben, gingen verloren - vor allem unmittelbar nach der jüngsten Partie war die Enttäuschung groß. "Man hat schon gemerkt, dass ein bisschen Anspannung vorhanden war, obwohl wir wussten, dass uns eine schwierige Saison erwartet. Trotzdem müssen wir diese Unzufriedenheit in positiver Art und Weise mitnehmen, in Zukunft noch mehr arbeiten und überlegen, wie wir es schaffen können, gegen gute Gegner zu punkten", so Cheftrainer Takashi Yamashita über den bisherigen Saisonverlauf.
"Brauchen das Gesamtpaket in der ersten Liga"
Die Trainingswoche vor der nächsten Aufgabe gegen den SC Freiburg am Sonntagabend (18.30 Uhr, Dreisamstadion, live bei MagentaSport und DAZN) sei allerdings ein Anlass für Zuversicht: "Wir haben Gas gegeben und die Stimmung ist nach und nach besser geworden. Manchmal muss man es akzeptieren, wenn es nicht so gut läuft, aber wir werden weiterhin alles dafür tun, Erfolgserlebnisse zu haben und weiter daran glauben, dass wir uns entwickeln können." Dass seine Mannschaft dazu im Stande sei, habe bereits die vergangene Spielzeit in der 2. Frauen-Bundesliga gezeigt. "Ich bin überzeugt, dass wir auch dieses Mal im Laufe der Saison Schritte nach vorne machen und als Team stärker werden können. Letztes Jahr haben wir ebenfalls einige Wochen gebraucht, um ein gewisses Niveau zu erreichen und uns anzupassen." Die Anforderungen seien in dieser Saison naturgemäß erneut deutlich höher. "Wir brauchen das Gesamtpaket in der ersten Liga: Nicht nur Körperlichkeit, sondern auch Handlungsschnelligkeit, Robustheit und Ausdauer. Wir haben nicht so viel Zeit, um Entscheidungen mit dem Ball zu treffen, das ist anders in der ersten Liga."
"Dürfen nicht immer die einfachste Lösung wählen"
Nach Einschätzung des Cheftrainers bekommt es seine Mannschaft am Wochenende erneut mit einem schwierig zu bespielenden Gegner zu tun: "Freiburg ist auf jeden Fall eine sehr stabile Mannschaft, die sehr gut mit dem Ball umgehen kann. Man hat schon gesehen, dass sie, egal gegen wen, den Ball laufen lassen möchten und vor allem auch unter Druck versuchen, immer mit einer Idee Fußball zu spielen. Gegen den Ball sind sie auch sehr aktiv und mutig", so Yamashita, der einen klaren Auftrag für sein Team hat: "Wir müssen auf jeden Fall aufpassen, dass wir die Restverteidigung nicht vernachlässigen, sondern konzentriert bei Kontersituationen sind, wach bleiben und gut gegen den Ball arbeiten. Außerdem müssen wir auch unter Druck mutig sein, dürfen
nicht immer die einfachste Lösung wählen und den Ball nach vorne schlagen, sondern die Mitspielerinnen, die frei sind und den Ball fordern, sehen - das ist auch eine Erfahrung, die die Spielerinnen aktuell machen müssen."
Leichter gesagt als getan: So sei den Mainzerinnen aktuell noch der Respekt auf dem Platz anzumerken, so der Cheftrainer. "Man sieht im Training, dass unsere Mannschaft deutlich mehr kann als das, was sie bisher teilweise an den Spieltagen auf dem Platz gezeigt hat. Sie haben auch die Qualität, um mit dieser hohen Geschwindigkeit in der Frauen-Bundesliga umzugehen. Aktuell ist es aber so: Wenn wir den Ball bekommen, hat man das Gefühl, dass direkt zwei bis drei Gegenspielerinnen bei unserer Spielerin sind. Da müssen wir uns noch entwickeln und das ist auch eine Erfahrung, die die Spielerinnen aktuell machen."
"Glaube daran, dass wir es schaffen können"
Eine weitere große Erfahrung steht dem FSV in der nächsten Woche bevor: Am kommenden Freitag (18.30 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) treten die Mainzerinnen erstmals in der MEWA ARENA im Rhein-Main-Duell gegen Eintracht Frankfurt an. Ein Erfolgserlebnis in Freiburg würde vor diesem Highlight mit einer erheblichen Portion Selbstbewusstsein einhergehen, weiß auch Yamashita. Allerdings sei ein Punktgewinn nicht nur vor dem Hintergrund der bevorstehenden Begegnung mit der Eintracht wichtig: "Wir brauchen dieses Gefühl grundsätzlich, unabhängig von der nächsten Aufgabe. Aktuell machen wir es im Training gut und wir hoffen, dass sich das bald am Spieltag auszahlt. Es wird nicht einfach, in Freiburg zu punkten und wir werden auch Glück brauchen - trotzdem glaube ich daran, dass wir es schaffen und dort gewinnen können. Mit Blick auf die Partie gegen Frankfurt wäre das natürlich eine schöne Sache."

