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U23 16.10.2026 - 09:40 Uhr

U23 vor Ulm: "Selbstvertrauen zurückholen"

05ER wollen den zweiten Heimsieg der Saison einfahren

Wollen wieder zurück in die Erfolgsspur: Smail Kadrijaj (re.) und Fabio Moreno Fell (re.) beim Sieg gegen Kassel.

Das nächste wegweisende Spiel steht für die U23 an: Am zwölften Spieltag der Regionalliga Südwest empfangen die Rheinhessen den SSV Ulm (Samstag, 14 Uhr, live auf Leagues) am heimischen Bruchweg. Im Frühjahr 2025 spielte der Traditionsverein von der Donau noch in der 2. Bundesliga – gut ein Jahr später stehen die Spatzen nach einem erneuten Fehlstart in die Saison mit acht Punkten auf Rang 17.

Neuer Trainer, neue Handschrift

Seit vergangener Woche steht nun Alois Schwartz an der Seitenlinie des SSV und gewann gleich seine Premiere: Gegen die U23 von Eintracht Frankfurt konnten die Spatzen den ersten Sieg der laufenden Saison feiern. “Ulm ergeht es wie einigen Mannschaften im Tabellenkeller. Nach dem Trainerwechsel kam nun der erste Sieg. Dieses Erlebnis kann wie ein Weckruf fungieren, denn jetzt glauben sie fest daran, die Wende einleiten zu können”, sagt Cheftrainer Benjamin Hoffmann – und erkennt bereits die neue Handschrift des neuen Trainers: “Ulm steht deutlich stabiler, attackiert den Ballführenden aggressiver und bleibt trotzdem mutig im Spiel nach vorne. Dazu verfügt die Mannschaft über sehr starke Einzelspieler, davor sind wir gewarnt.”

Denn für beide Teams steht ein enorm wichtiges Spiel an - das weiß auch Hoffmann: "Beide Mannschaften stehen tabellarisch nicht da, wo sie stehen wollen. Wir wollen den Gegner spüren lassen, dass er bei uns zu Gast ist und die drei Punkte am Bruchweg behalten.” Den Ausschlag gibt aus Sicht des Cheftrainers der Umgang mit der Tabellensituation: “Entscheidend ist, wer besser mit dem Druck umgeht, schneller ins Spiel findet und Rückschläge besser wegsteckt. Und wer den Gegner zu Fehlern zwingt und daraus Kapital schlägt.”

Effizienz als Baustelle

Genau beim letzten Punkt hakt es bislang. Elf Treffer in elf Partien bedeuten gemeinsam mit drei weiteren Teams den schwächsten Wert der Liga. “In der vergangenen Saison waren wir extrem effizient. Dieses Jahr stehen wir uns in manchen Situationen selbst im Weg”, erklärt Hoffmann. “Das geht mit den Ergebnissen einher, ohne längere Siegesserie strotzt niemand vor Selbstbewusstsein. Das müssen wir uns Woche für Woche in kleinen Schritten zurückholen.”

Eine zweite Lehre zieht der Cheftrainer aus dem 1:1-Unentschieden gegen Astoria Walldorf - Stichwort Intensität: “Daran haben wir in dieser Woche gearbeitet, und die Jungs haben das hervorragend angenommen. Training und Spiel sind allerdings zwei verschiedene Dinge. Am Samstag müssen wir die nötige Gier und Bissigkeit auf den Platz bringen und die Zweikämpfe mit einer anderen Härte führen.” Vor heimischem Publikum soll zudem der Ball in den eigenen Reihen laufen: “Wir wollen dominant auftreten, enge Räume schaffen und den Gegner stressen, sodass wir unser Spiel aufziehen können.”

Personell entspannt sich die Lage nur bedingt. Dominik Horlbeck und Torhüter Louis Babatz trainierten diese Woche wieder mit der Mannschaft. Hingegen fällt nun Jayson Videira verletzt aus. Der Torschütze der vergangenen Woche zog sich beim Spiel in Walldorf eine Bänderverletzung zu. Auch die Langzeitverletzten um Raul König, Taiyu Yamasaki, Daniel Imafidon, Luke Gauer und Mokesse Bamba stehen weiterhin nicht zur Verfügung.