U23 10.10.2026 - 17:41 Uhr

Erstes Remis für die U23

05ER zeigen beim Auswärtsspiel gegen den FC-Astoria Walldorf erst spät ihr Können, nehmen dank des eingewechselten Jayson Videira aber immerhin einen Punkt mit nach Mainz.

Per direkt verwandeltem Freistoß sicherte Jayson Videira (hier im Spiel gegen den FSV Frankfurt) der Mainzer U23 einen Punkt.

Nach drei Siegen und sieben Niederlagen hat die U23 am elften Spieltag der Regionalliga Südwest ihr erstes Unentschieden eingefahren. Nach einer offensiv ausbaufähigen ersten Hälfte, die der FSV auch dank Torwart Pit Zuther nur mit einem Tor Rückstand beendete, waren die 05ER gezwungen, sich im zweiten Durchgang zu steigern, um gegen Tabellennachbar FC Astoria Walldorf etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Jedoch musste die Mannschaft von Trainer Benjamin Hoffmann auch nach der Pause zunächst mehrere gefährliche Angriffe der Gastgeber überstehen, bevor die höchste Mainzer Ausbildungsmannschaft ihrerseits offensiv aktiver wurde und sich kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit mit dem 1:1 durch Jayson Videira belohnte.

"Mit dem Ergebnis bin ich heute zufrieden, weil wir endlich mal nach einem Rückstand nicht mit 0 Punkten nach Hause fahren. Waldorf hatte in der zweiten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden, aber sie haben uns am Leben gelassen. Ich hab den Jungs mal gesagt, dass es Spiele gibt, bei denen man direkt die erste Chance reinmacht, es aber auch Spiele gibt, bei denen man erst mit der letzten Chance trifft. So kann ein Spiel halt auch mal laufen. Von daher ist das heutige Ergebnis für mich ein Punktgewinn, aus dem wir das Gefühl mitnehmen, dass uns ein 0:1 nicht aus der Bahn werfen muss", freute sich Hoffmann nach Abpfiff über den ersten Punktgewinn nach einem Rückstand: "Am Ende waren wir dem Lucky Punch näher als der Gegner, in den entscheidenden Momenten allerdings etwas zu überhastet. Wenn wir das gegen Ulm besser machen, dann sind wir wieder einen Schritt weiter. Man merkt, dass wir gerade viele kleine Schritte nehmen. Der eine Große fehlt zwar noch, aber solange wir weiter die kleinen Schritte nehmen und uns am Samstag im Heimspiel mit einem Dreier belohnen, dann ist alles gut." 

05ER kommen zu selten vor das gegnerische Tor

Im Vergleich zur Heimniederlage gegen Freiburg hatte Hoffmann seine erste Elf auf zwei Positionen verändert. Anstelle von Maximilian Kinzig (Profikader) und Luke Rahmann (Bank) starteten Zuther und Emanuel Marincau. Der FSV startete ordentlich in die Partie und hatte nach drei Minuten in Person von Nick Cherny den ersten Abschluss. Dieser ging trotz der relativ großen Torentfernung (knapp 30 Meter) nur knapp am linken Pfosten vorbei. Da beide Teams defensiv sicher standen und sich auf dem nicht einfachen Untergrund schwertaten, über Kombinationsfußball vor das gegnerische Tor zu kommen, blieben weitere Torschüsse erstmal aus. Nach 27 Minuten gingen die Hausherren dann nach einem Konter durch einen Flachschuss von Felix Kendel aus spitzem Winkel in Führung, was sich zuvor keineswegs angedeutet hatte. 

Kurz darauf bot sich Kendel nach einem langen Ball die Möglichkeit, sein zweites Tor zu erzielen, jedoch scheiterte der Angreifer am aufmerksamen Zuther (29.). Drei Minuten später wurde es noch brenzliger für den FSV, als Philipp Schulz kurz vor der Linie für den bereits geschlagenen Zuther retten musste und den Richtung Tor trudelnden Schuss von FCA-Kapitän Marcel Carl aus der Gefahrenzone drosch. Auch in der restlichen Spielzeit kamen die 05ER mit dem Ball kaum aus ihrer eigenen Hälfte heraus und konnten sich beim aufmerksamen Zuther bedanken, dass es zur Pause nur 0:1 aus Sicht der höchsten Mainzer Ausbildungs­mannschaft stand.

FSV steigert und belohnt sich spät

Zur Pause wechselte Hoffmann doppelt und brachte Julian Derstroff und Alynho Haidara für Yunus Malli und Fabio Moreno Fell ins Spiel. Die erste Chance im zweiten Durchgang ging auf das Konto der Hausherren. Jedoch hatte Zuther wenig Mühe, den zentral aufs Tor fliegenden Distanzschuss von Maximilian Waack festzuhalten. Beim nächsten Waldörfer Abschluss in der 54. Minute musste sich der 21-jährige Schlussmann schon etwas mehr strecken und die Kugel aus dem linken Torwinkel rauskratzen, um sein Team weiterhin im Spiel zu halten. Wenig später hatte Smail Kadrijaj die bis dato beste Mainzer Chance auf dem Fuß, scheiterte aus halbrechter Position aber an FCA-Keeper Michel Witte. Kurz darauf leitete Jakob Vött mit einer hohen Balleroberung die nächste Möglichkeit für den FSV ein. Allerdings gelang es den Hausherren, die zwei Minuten später auf der Gegenseite die Latte trafen, die flache Hereingabe von Kadrijaj in Richtung des aufgerückten Schulz zu klären.

Zwanzig Minuten vor dem Ende schlug der kurz zuvor eingewechselte Mika Preßler eine scharfe Flanke von links, die Haidara denkbar knapp verpasste. Auch der zeitgleich mit Preßler ins Spiel gekommene Jayson Videira machte sich kurz nach seiner Einwechslung direkt offensiv bemerkbar. Allerdings geriet sein Schuss aus 12 Metern deutlich zu hoch, nachdem er einen hohen Ball perfekt mit der Brust angenommen hatte. In der 83. Minute belohnten sich die 05ER dann nach einem Standard für ihre Leistungssteigerung im zweiten Durchgang: Einen von Haidara herausgeholten Freistoß schoss Videira trotz spitzem Winkel direkt aufs Tor und überraschte damit FCA-Schlussmann Witte, der wohl mit einer Flanke gerechnet hatte. Nach dem Ausgleichstreffer des FSV wurden die Gastgeber spürbar nervös, sodass ein weiterer später Mainzer Treffer in der Luft lag. Jedoch agierten die Rheinhessen in den entscheidenden Situationen zu unsauber, wodurch die vielversprechenden Angriffe verpufften und es am Ende bei der 1:1-Punkteteilung blieb.

Zuhause gegen die "Spatzen"

Am kommenden Samstag, dem 17. Oktober, trifft die Mainzer U23 im heimischen Bruchwegstadion auf den SSV Ulm. Anpfiff der Partie ist wie gewohnt um 14 Uhr.

FC-Astoria Walldorf - 1. FSV Mainz 05 U23 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Kendel (27.), 1:1 Videira (83.)

Aufstellung: Zuther - Ugljanin, Schulz, Marincau – Gitau (69. Gitau), Vött, Malli (46. Derstroff), Cherny (80, Mats Preßler), Gabriel – Kadrijaj (69. Videira), Moreno Fell (46. Haidara)

Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Melissa Joos, Silke Fritz)