U23 12.02.2026 - 17:00 Uhr
Hoffmann: "Wir brauchen Zeit und Spiele"
Die Vorbereitung der U23 neigt sich dem Ende entgegen. Vor dem Härtetest gegen Walldorf spricht der Cheftrainer über Veränderungen im Kader, Fußball als Kreislauf und die starke Hinrunde

Exakt einen Monat läuft die Wintervorbereitung der U23. "Es ist ein Prozess", sagt Cheftrainer Benjamin Hoffmann, angesprochen auf den aktuellen Leistungsstand seines Teams nach fünf Trainingswochen. Fünf Testspiele gegen Gegner mit unterschiedlichem Leistungsniveau (3:2 vs. Mechtersheim, 5:1 vs. Karbach, 0:0 vs. TuS Koblenz, 0:1 vs. Kickers Offenbach, 6:0 vs. Darmstadt 98 U21) hat die höchste Mainzer Ausbildungsmannschaft absolviert. Die letzte Partie vor dem Pflichtspielstart am 21. Februar bei den Stuttgarter Kickers findet am Fastnachtssamstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen den FC-Astoria Walldorf statt. "Das wird ein Härtetest für die ganze Mannschaft", so Hoffmann, der einen "Neustart" für die zweite Saisonhälfte ausruft. "Wir brauchen noch Zeit und Spiele."
Die Mainzer U23 hat einen kleinen personellen Umbruch zu bewältigen. Lovis Bierschenk zog es in der Winterpause eine Liga höher zu Waldhof Mannheim, die Wechsel von Justus Götze zum BFC Preußen und Maxim Schröder nach Schonnebeck wurden zum Ende der Transferphase offiziell. Zudem stehen Konstantin Schopp (Leihe nach Österreich) und Kasey Bos (Verletzung), die in der Hinrunde regelmäßig von den Profis zur höchsten Ausbildungsmannschaft stießen, nicht mehr zur Verfügung. Kacper Potulski bekommt auch unter dem neuen Cheftrainer Urs Fischer (Hoffmann: "Wir regelmäßig Einsätze in der Bundesliga und Conference League. Potenzielle Stammspieler wie Mokesse Bamba, Raul König und Philipp Schulz fallen wegen Verletzungen aus. Nicht zu vergessen, Marcel Kalemba, der den FSV bereits im Verlauf der Vorrunde in Richtung Polen verlassen hatte.
"Chance für andere Spieler"
"Das macht sich natürlich bemerkbar", so Hoffmann, der dennoch mit einem guten Gefühl ausgestattet ist. "Diese Situation ist nicht ungewöhnlich in einer U23. Wir nehmen die Aufgabe voll an. Am Ende ist es auch eine Chance für andere Spieler, dieses Vakuum zu füllen." Emanuel Marincau, Jusuf Ugljanin oder Andre Gitau, die bereits gegen Ende letzten Jahres vermehrt Einsatzzeiten bekamen nennt der U23-Chefcoach als Beispiele. Die beiden Langzeitverletzten Maxim Dal und Justin Seven sind bereits teilintegriert im Mannschaftstraining und könnten schon im März wieder weitere Optionen für den Kader bieten. Und auch von den Profis sollen weiterhin Spieler zum Kader stoßen. "Die Abstimmung mit dem neuen Trainerteam der Profis um Urs Fischer läuft optimal", betont Hoffmann.
Fokus auf die Punkteausbeute, nicht auf den Tabellenplatz
So oder so: "Fußball bleibt ein Kreislauf", erklärt der U23-Cheftrainer. Auch in der Wintervorbereitung habe man wieder mit der Defensive, den eigenen Werten und der Identität auf dem Platz angefangen. "Dann spricht man über offensive Abläufe und Standards. Im nächsten Moment geht es wieder um das Spiel gegen den Ball. Diesen Kreislauf, mit ein paar Veränderungen, sind wir mit den Jungs wieder durchgegangen. Sie haben sich in der Vorbereitung bisher sehr gewillt gezeigt, weiter zu lernen."
Unabhängig davon steht die höchste Ausbildungsmannschaft nach der ersten Saisonhälfte auf dem dritten Tabellenplatz sehr gut da. Nicht darauf, sondern auf die 34 Punkte, die man bisher eingefahren habe, sollen sich seine Spieler fokussieren. "Es ist extrem eng dieses Jahr. Letzte Saison hätten 34 Punkte zum aktuellen Zeitpunkt für den achten Platz gereicht. Wir brauchen noch einige Zähler und das wird herausfordernd. Dementsprechend müssen wir die Vorbereitung weiterhin gut nutzen. Wir haben noch das Spiel gegen Walldorf und dann die Trainingswoche, um uns auf den Auftakt bei den Stuttgarter Kickers top vorzubereiten", so Hoffmann." Die 05ER wollen den guten Eindruck aus der Hinrunde bestätigen, schnell Punkte sammeln und den nötigen Reifeprozess hin zum Seniorenfußball weitergehen.























