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Profis 17.09.2026 - 19:30 Uhr

Posch: "Von mir kann man erwarten, dass ich die Jungs unterstütze“

Ans Limit gehen, viel kommunizieren und die Basics auf den Platz bringen: Der erfahrene Innenverteidiger aus Österreich über seine Rolle beim FSV, entscheidende Faktoren im Mainzer Spiel und die richtige Reaktion auf die Niederlage gegen Frankfurt

Stefan Posch hat sich nach seiner Rückkehr zu Mainz 05 schnell wieder eingelebt. Der erfahrene Innenverteidiger nimmt in der Abwehr als zentraler Part eine wichtige Führungsrolle ein und soll seinen Mitspielern Halt geben. Nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt betont Posch für das kommende Spiel am Samstag (15:30 Uhr, live auf Sky, DAZN und 05ER.fm) in Mönchengladbach die Grundlagen, die den FSV zuvor in seinem Spiel stark gemacht hatten.

"Ich bin hier an einem guten Ort“

Seine ersten Wochen in Mainz haben den Österreicher in seinem positiven Eindruck vom Verein bestätigt. „Ich bin hier an einem guten Ort, an dem ich mich sehr wohl fühle. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung und ich bin sehr froh, hier zu sein“, sagt Posch.

Gleichzeitig hat sich in den ersten Saisonspielen auch gezeigt, was er vor ein paar Wochen angekündigt hatte. "Wir bekommen nichts geschenkt und müssen uns jeden Erfolg hart arbeiten“ – diese Einschätzung aus dem Sommer sieht der 28-Jährige inzwischen bestätigt. Gegen Frankfurt habe man gesehen, dass es nicht reicht, wenn die Mannschaft nicht an ihr Limit komme. Auch gegen Paderborn taten sich die 05ER phasenweise schwer. Beim 5:0 in Hamburg dagegen habe die Mannschaft gezeigt, was möglich ist, wenn alle gemeinsam ihre Stärken auf den Platz bringen. "Man sieht einfach, dass es von jedem das absolute Limit braucht und dass wir es nur gemeinsam packen können."

Mehr als nur ein Innenverteidiger

Mit seiner Erfahrung soll er nicht nur seine eigene Leistung konstant abrufen, sondern die Mitspieler neben und vor ihm führen. "Ich glaube, dass ich da auf jeden Fall viel Verantwortung habe – in der Defensive, aber allgemein auch in der Mannschaft“, erklärt Posch. Gerade die jüngeren Spieler wolle er unterstützen, ihnen Tipps geben und für eine möglichst gute Abstimmung sorgen. Kommunikation ist für ihn dabei ein entscheidender Faktor. "Von mir kann man erwarten, dass ich die Jungs unterstütze.“

Auch, wenn Fehler passieren, die zu Gegentoren führen wie gegen die SGE. "Damit müssen als Mannschaft umgehen. Ich glaube, dass die Abstimmung am Samstag nicht so optimal war. Gegen Hamburg war das deutlich besser.“ Entscheidend sei deshalb, die nötige Stabilität zu weiterzuentwickeln.

Nicht abhaken, sondern die richtigen Schlüsse ziehen

Gegen Frankfurt fehlten den Rheinhessen vor allem jene Grundlagen, die die Mannschaft zuvor stark gemacht hatten. Posch macht dafür insbesondere die erste Halbzeit verantwortlich. "Ganz deutlich war, dass wir die Duelle nicht gewonnen haben. Die zweiten Bälle waren jedes Mal bei Frankfurt.“ Genau diese Situationen seien aber die Basis des Mainzer Spiels. Kompaktheit, Zweikampfstärke und gewonnene zweite Bälle seien entscheidend, um den Gegner unter Druck zu setzen und selbst die Kontrolle über eine Partie zu bekommen.

Die Niederlage gegen Frankfurt soll nach Poschs Einschätzung nicht einfach abgehakt werden. "Vergessen ist es nicht“, sagt er. Entscheidend sei vielmehr, dass die Mannschaft die Partie gut aufgearbeitet habe und daraus die richtigen Schlüsse ziehe.

Gladbach mit neuem Trainer: "gefährliche Situation"

"Wir wollen und müssen am Samstag auf jeden Fall eine Reaktion zeigen. So werden wir auch ins Spiel gehen.“ Mit Borussia Mönchengladbach wartet eine Mannschaft in der Krise, die mit drei Niederlagen in die Saison gestartet ist und inzwischen Trainer Eugen Polanski freigestellt hat. Für Posch verändert das die Ausgangslage. "Gladbach steht mit dem Rücken zur Wand. Das ist immer eine gefährliche Situation“, sagt er. Der Trainerwechsel könne eine neue Situation und zusätzliche Energie erzeugen. Aber: "Wir können nur beeinflussen, was wir auf den Platz bringen.“

Zurück zu den Basics

Was Mainz in Gladbach konkret besser machen muss, ist für Posch deshalb klar. "Erstmal unsere Kompaktheit, unsere Grundtugenden auf den Platz bringen – mit gewonnen Zweikämpfen und zweiten Bällen“ Vor allem defensiv müsse die Mannschaft wieder schwer zu bespielen sein. 

Die Rückkehr zu den eigenen Stärken: Für Posch bedeutet das auch, seine Rolle als erfahrener Führungsspieler auszufüllen: die Mitspieler zu unterstützen, viel zu kommunizieren und gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Defensive wieder die nötige Stabilität bekommt.