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Spielberichte 03.05.2026 - 17:34 Uhr

Bundesliga 2025/2026

32. Spieltag

1 : 2

Halbzeit 0 : 2

FC St. Pauli 1. FSV Mainz 05
Tore

0:1 P. Tietz (6.)

0:2 P. Mwene (40.)

1:2 A. Ceesay (87.)

Spielinfo

Anstoss:

03.05.2026 | 15:30 Uhr

Stadion:

Millerntor-Stadion

Zuschauer:

0

Aufstellung
N. Vasilj 22
K. Mets 3
H. Wahl 5
J. Irvine 7
E. Smith 8
D. Sinani 10
A. Pyrka 11
T. Ando 15
J. Fujita 16
L. Ritzka 21
A. Hountondji 27
D. Batz 33
P. Mwene 2
S. Posch 4
K. Sano 6
P. Nebel 8
N. Amiri 10
P. Tietz 20
D. da Costa 21
S. Becker 23
S. Widmer 30
K. Potulski 48
FC St. Pauli

Aufstellung:
Nikola Vasilj (22), Karol Mets (3), Hauke Finn Wahl (5), Jackson Alexander Irvine (7), Eric Anders Smith (8), Danel Sinani (10), Arkadiusz Pyrka (11), Tomoya Ando (15), Joel Chima Fujita (16), Lars Ritzka (21), Andréas William Edwin Hountondji (27)
Einwechslungen:
46 A. Dźwigała für L. Ritzka, 46 C. Metcalfe für D. Sinani, 65 A. Ceesay für E. Smith, 65 M. Kaars für A. Hountondji, 84 M. Rasmussen für J. Irvine
Ersatzbank:
Ben Alexander Voll (1), David Nemeth (4), Abdoulie Ceesay (9), Taichi Hara (18), Martijn Kaars (19), Mathias Knutsen Rasmussen (20), Louis Oppie (23), Connor Isaac Metcalfe (24), Adam Dźwigała (25)
Trainer:
Alexander Matthias Blessin

1. FSV Mainz 05

Aufstellung:
Daniel Batz (33), Phillipp Mwene (2), Stefan Posch (4), Kaishu Sano (6), Paul Nebel (8), Nadiem Amiri (10), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Sheraldo Rudi Salomo Willem Becker (23), Silvan Dominic Widmer (30), Kacper Potulski (48)
Einwechslungen:
72 A. Sieb für S. Becker, 76 D. Kohr für K. Potulski, 77 A. Caci für S. Widmer, 84 N. Weiper für P. Tietz, 84 L. Maloney für N. Amiri
Ersatzbank:
Armindo Sieb (11), Lennard Patrick Maloney (15), Stefan Bell (16), Anthony Caci (19), Nikolas Konrad Veratschnig (22), Sota Kawasaki (24), Robin Zentner (27), Dominik Kohr (31), Nelson Felix Patrick Weiper (44)
Trainer:
Urs Fischer

Spieldaten
1 Tore 2
10 Schüsse 17
412 angekommene Pässe 378
81 Fehlpässe 87
52.2% Ballbesitz 47.8%
80% Zweikampfquote 60%
10 Foul / Hand gespielt 8
Spielerdaten
1 Tore 2
10 Torschüsse 17
1 Torvorlagen 2
691 Ballkontakte 660
493 gespielte Pässe 465
412 angekommene Pässe 378
81 Fehlpässe 87
83.6% Passquote 81.3%
80% Zweikampfquote 60%
10 Foul / Hand gespielt 8
8 Gefoult worden 10
1 Abseits 4
Alle Daten zum Spiel

05ER feiern Auswärtssieg & Klassenerhalt

Mainzer lassen auf St. Pauli klarere Führung liegen & müssen in den Schlussminuten noch einmal zittern

Unnötig spannend haben die 05ER es am Samstagnachmittag noch einmal gemacht und mussten nach einem über weite Strecke überzeugenden Auftritt auf St. Pauli in den Schlussminuten noch einmal um drei hochverdiente Zähler zittern. Für die Mainzer 2:0-Pausenführung hatten Philipp Tietz und Phillipp Mwene gesorgt, die nach dem Seitenwechsel beide gleich mehrfach Chancen auf weitere Treffer gehabt hatten. Weil dem FSV aber kein weiterer Treffer gelingen wollte, konnte Joker Abdoulie Ceesay kurz vor Ultimo verkürzen und in den letzten Minuten für Hochspannung sorgen. Die Mainzer aber leisteten bis zum Schluss Gegenwehr und krönen eine überragende Rückrunde mit dem vorzeitigen Klassenerhalt.

Für lediglich eine Veränderung hatte sich das 05-Trainerteam gegenüber dem Spektakel gegen Bayern München entschieden und in Hamburg Kacper Potulski den Vorzug vor Dominik Kohr geschenkt. 

Herrliche Treffer & Spielkontrolle

Die Atmosphäre am ausverkauften Millerntor versprach hitzige 90 Minuten. Und es ging danach auch gleich zur Sache, denn die Gastgeber waren sich darüber im Klaren, was ein früher eigener Treffer bewirken könnte. Zwar wurden die Hamburger in den ersten Minuten auch zweimal nach Standards halbwegs gefährlich, mussten dann aber statt eines eigenen Tores das frühe 0:1 einstecken. Aus Mainzer Sicht war der zum Erfolg führende Spielzug einer aus dem 05-Fußball-Bilderbuch. Kaishu Sano eroberte das Leder tief in der gegnerischen Hälfte, über den gedankenschnellen Sheraldo Becker landete der Ball bei Tietz, der aus 16 Metern sofort abzog und Nikola Vasilj nicht den Hauch einer Chance ließ (6. Spielminute). Der anfängliche Druck der Norddeutschen ebbte ab, der Schock war den abstiegsgefährdeten Gastgeber deutlich anzusehen. Der FSV agierte hingegen routiniert und geduldig, ging nicht allzu viel Risiko, wusste aber gleichzeitig stets, offensive Nadelstiche zu setzen. So auch nach einer guten Viertelstunde, als Nadiem Amiri, von Paul Nebel in Szene gesetzt, mit einem abgefälschten Schuss aus zwölf Metern scheiterte (16.). Was folgte, war zunächst reichlich Leerlauf, was für die Gastgeber katastrophal war, während der Verlauf der ersten 45 Minuten dem FSV voll in die Karten spielte. 

Die 05ER lauerten und meldeten sich nach einer halben Stunde wieder vor dem Hamburger Tor zurück: In dieser Szene tauchte wieder Amiri im Strafraum auf, wurde zweimal geblockt, bevor auch der zweite Rebound von Tietz von einem Abwehrbein zur Ecke geklärt werden konnte (30.). Nachdem Stefan Posch sieben Minuten später im Anschluss an eine Amiri-Ecke per Kopf an Vasilj scheiterte, war es fünf Minuten vor der Pause Mwene, der sich über sein erstes Saisontor freuen konnte - und wieder war es ein Spielzug, der sich sehen und feiern lassen durfte. Ein weiter Ball von Daniel Batz landete bei Tietz, der Silvan Widmer über rechts schickte, der fast bis zur Grundlinie durchbrach, im Zentrum den Österreicher mitnahm, der aus vollem Lauf nur noch einschießen musste - Becker hatte in dieser Szene wichtige Meter gemacht und gleich mehrere Abwehrspieler am ersten Pfosten gebunden, was den Raum im Zentrum erst öffnete. Dass die Mainzer Führung zur Pause völlig verdient war, bewies nach 45 Minuten der Blick auf nahezu jede Statistik. Der FSV war zu mehr Abschlüssen (drei zu null aufs Tor) gekommen, hatte mehr Ballbesitz gehabt, eine bessere Passquote zu verzeichnen und war darüber hinaus noch mehr gelaufen als St. Pauli. 

05ER verpassen schnelle Vorentscheidung

Dass die Gastgeber nach Wiederbeginn eine Reaktion zeigen müssten, um zurück ins Spiel zu finden, war offensichtlich. Zwei Wechsel sollten dabei behilflich sein. Während Connor Metcalfe Danel Sinani ersetzte, kam Adam Dzwigala für Lars Ritzka. Die Mainzer hingegen kehrten unverändert zurück und waren der Entscheidung in der Anfangsphase deutlich näher als der Gegner seinem ersten Treffer. Zunächst versuchte es Amiri aus spitzem Winkel, scheiterte aber an Vasilj, nachdem wieder Tietz an der Entstehung beteiligt gewesen war. Vier Minuten später trat Amiri dann wieder mal als Vorlagengeber in Erscheinung: Die Flanke des Nationalspielers landete bei Becker am zweiten Pfosten, den Kopbfall konnte Vasilj aber entschärfen, bevor der Nachschuss Mwenes von Dzwigala geblockt wurde (52.). Die Angriffsbemühungen der Paulianer führten weiter nur zu Halbchancen - so landete ein Schuss von Metcalfe nach 63 Minuten deutlich über dem 05-Gehäuse. Ganz anders sah das beim FSV aus, der viel zielstrebiger agierte und längst höher hätte führen müssen. Erst recht nachdem ein Tietz-Kopfball vom Querbalken vor die Füße Mwenes landete, dessen Gewaltschuss aus acht Metern an Dzwigalas Bauchmuskeln abprallte. Der eingewechselte Abwehrspieler hatte sein Team in dieser Phase ganz allein im Spiel gehalten.

In der 72. Minute zogen auch die Mainzer ihren ersten Joker, als Armindo Sieb für Becker in die Partie kam. Zwei Minuten später hieß es für den FSV dann aber erst einmal: Durchatmen. Posch kam im Laufduell mit dem eingewechselten Ceesay zu Fall, der sich danach gegen Potulski durchsetzte und allein auf Batz zustürmte, statt eines Abschlusses entschied der Angreifer sich im Strafraum aber für einen Querpass auf Martijn Kaars, der zwar aufs Tor schoss, aber von Mwene geblockt wurde (74.). Damit war auch die bis dato einzige Großchance der Partie für die Gastgeber verpufft. Auf Mainzer Seiten folgte im unmittelbaren Anschluss ein Doppelwechsel, als Anthony Caci und Dominik Kohr Widmer und den krampfgeplagten Potulski ersetzten. Da nicht mehr allzu viel passierte, war Doppelwechsel Nummer zwei sechs Minuten vor dem Ende die nächste nennenswerte Aktion des Spiels. Während die beiden überragenden Amiri und Tietz durchschnaufen durften, sollten Nelson Weiper und Lennard Maloney den Sieg mit über die Zeit bringen. Aus dem Nichts wurde es aber drei Minuten vor dem Ablauf der regulären Spielzeit doch noch einmal spannend, worauf wenig hingedeutet hatte: Kaars spielte einen Pass in die Gasse auf Ceesay, der aus der Drehung direkt abzog und Batz mit viel Glück zum 1:2 überwand (87.). Die passende Antwort hatte Mwene beinahe parat, doch der Schuss des Außenverteidigers aus 18 Metern rauschte in der 90. Minute am rechten Pfosten vorbei. Auch Batz war in der fünfminütigen Nachspielzeit dann noch einmal gefordert, als er in der 93. ein Geschoss von Joel Chima Fujita entschärfen musste. 

Wenig später war Schluss. Der FSV darf sich nach 32 Spieltagen über 37 Zähler und einen am Ende souveränen Klassenerhalt freuen. Während am kommenden Wochenende Union Berlin am Rhein gastiert, beschließt der FSV die Saison am 16. Mai auswärts beim 1. FC Heidenheim.