Fußball Frauen 08.02.2026 - 18:00 Uhr
Trotz Elfmeter: Remis gegen Viktoria Berlin
Die Mainzerinnen teilen sich zum zweiten Mal in Folge die Punkte und spielen unentschieden gegen den Klub aus der Hauptstadt

Der 1. FSV Mainz 05 und Viktoria Berlin trennten sich in einer intensiven und umkämpften Partie in der 2. Fußball-Bundesliga torlos. Die Mainzerinnen erspielten sich im Spielverlauf die größere Anzahl an Torchancen, scheiterten jedoch immer wieder an der eigenen Effizienz oder an der Berliner Torhüterin. Defensiv ließ das Team aus Rheinhessen nur wenig zu und kontrollierte über weite Strecken das Spielgeschehen. In der Schlussphase bot sich per Strafstoß die große Möglichkeit auf den Sieg, doch auch diese blieb ungenutzt. So endete die Partie ohne Sieger.
"Wir haben heute nicht gut gespielt - das, was wir in der Trainingswoche einstudiert und geübt haben, war auf dem Platz leider nicht zu sehen. Wie bereits in der letzten Woche hatten wir einige Chancen, aber auch Berlin hätte in Führung gehen können, daher war es ein offenes Spiel. Es ist ärgerlich, dass wir den Elfmeter verschossen haben - auch, weil ich weiß, dass wir es eigentlich besser machen können. Daher ist es schade, dass es heute nicht für einen Sieg gereicht hat", äußerte sich Cheftrainer Takashi Yamashita nach dem Abpfiff zum Spiel.
Kalter Spieltag startet heiß
Im Vergleich zum ersten Spiel dieses Kalenderjahres gegen den SV Meppen stand anstelle von Sarah Khalifa Torjägerin Vital Kats in der Startelf. Schon in der zweiten Minute ergab ein vielversprechender Ball aus dem Halbfeld von Emma Junold die erste Chance für die Mainzerinnen. Kara Bathmann leitete den Ball in den Strafraum weiter, doch Vital Kats, die von mehreren Gegenspielerinnen gestört wurde, kam dort nicht zum Abschluss. Die Mainzerinnen versuchten ihr Glück vermehrt über lange Bälle auf die Außenbahnen, vor allem über die rechte Seite. In der 15. Minute lief die Berlinerin Leyila Aydin quer an der Mainzer Abwehrkette vorbei, kam zum Abschluss und zielte in Richtung rechte untere Ecke – jedoch kein Problem für 05-Torhüterin Mamiko Matsumoto.
Einen weiteren vielversprechenden Angriff erspielte sich die Viktoria in der 20. Minute durch eine Hereingabe aus dem letzten Drittel, einen Abschluss konnten die Mainzerinnen jedoch konsequent verhindern. Zwei Minuten später hielt Matsumoto einen Distanzschuss sicher fest (22.). Die Rheinhessinnen mussten sich in dieser Phase die Bälle gegen die souverän kombinierenden Spielerinnen aus der Hauptstadt hart erarbeiten. Doch die Mainzer Frauen kämpften sich zurück ins Spiel. Als Kara Bathmann kurz vor dem gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht wurde und die Schiedsrichterin auf Freistoß entschied, legte sich Kats den Ball zurecht, ihr Versuch konnte allerdings von der Berliner Defensive geblockt werden. Daraufhin folgte eine zweikampfintensive, aber chancenarme Phase auf beiden Seiten.
Die erste gefährliche Ecke des Spiels hatten die Berlinerinnen in der 36. Minute. Kurz darauf konnte Kats im Strafraum einer Abwehrspielerin der Gäste aus dem Hinterhalt den Ball abnehmen und kam selbst zum Abschluss – doch Torhüterin Wagner parierte (38.). Den darauffolgenden Konter vereitelten die 05ERINNEN souverän. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam Kats erneut aus einer sehr guten Freistoßposition nicht an der Berliner Mauer vorbei (45.+2). Torlos gingen beide Mannschaften in die Kabinen.
Mainz mit Chancenplus, jedoch ohne Ertrag
Zur zweiten Halbzeit kam Chiara Bouziane für Maja Pageler in die Partie. Yamashitas Plan ging zügig auf: Den ersten Akzent konnte Bouziane schon eine Minute nach ihrer Einwechslung setzen. Sie kam im Strafraum gefährlich zum Abschluss - ihr Schuss wurde allerdings abgefälscht und über das Tor gelenkt (46.). Doch die Berlinerinnen ließen ebenfalls nicht lange auf sich warten: Matsumoto musste einen Distanzschuss aus rund 40 Metern über den Latte lenken (48.). Den ersten Minuten der zweiten Halbzeit mangelte es nicht an Intensität – es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.
Das wiederkehrende Thema für Takashi Yamashita, "Effizienz im letzten Drittel“, zeigte sich auch hier: Kats scheiterte im Eins-gegen-eins an Torhüterin Wagner. Anschließend beruhigte sich das Spielgeschehen etwas. Die nächste Torchance ergab sich für die 05ERINNEN, als Kurishima einen zielgerichteten Querpass auf Kats spielte, die sich jedoch nicht für ihren überragenden Laufweg belohnen konnte (64.). Obwohl die Mainzer Frauen sich immer wieder vielversprechend nach vorne kämpften und hinten kaum etwas anbrennen ließen, blieb ein Tor weiterhin aus.
Einen neuen Spielimpuls sollte Miriam Sterrer geben, die für Emma Junold den Rasen betrat (76.). In der 82. Minute fiel dann der Pfiff: Nach einem klaren gegnerischen Handspiel im Berliner Strafraum schnappte sich Löber den Ball und ging Richtung Punkt. Der Schuss ins rechte Eck war jedoch nicht platziert genug, sodass Torhüterin Wagner parieren konnte. Die Schlussphase war geprägt von intensiven Zweikämpfen und Spielunterbrechungen in Form von Freistößen, meist im Mittelfeld. Gefährlich vor das Tor kam bis zum Schlusspfiff keine der beiden Mannschaften mehr, sodass es auch nach fünf Minuten Nachspielzeit bei der Punkteteilung und einem torlosen Unentschieden blieb.
1. FSV Mainz 05 - Viktoria Berlin 0:0 (0:0)
Mainz 05: Matsumoto - Bathmann, Berg, Löber, Donner - Kurishima, Junold (76. Sterrer), Imai, Anstatt - Pageler (46. Bouziane), Kats
Tore: -
Schiedsrichter: Paula Mayer (Antonia von Kölichen, Leonie Dimitrov)
Zuschauer: 858










