Vorberichte 19.10.2018 — 14:00 Uhr

Schwarz: Energiegeladen spielen, Dominanz ausstrahlen

Der 05-Cheftrainer will mit seinem Team in Mönchengladbach an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen

Auf drei Punkte in Mönchengladbach hofft 05-Cheftrainer Sandro Schwarz.

Nach dem Duell mit Hertha BSC (0:0) vor der Länderspielpause trifft der 1. FSV Mainz 05 mit Borussia Mönchengladbach auch nach der Länderspielpause (Sonntag: 18 Uhr) auf einen Bayern-Bezwinger. Hatte der Klub aus der Hauptstadt den Rekordmeister zuvor mit 2:0 besiegt, gelang der Borussia in der Münchner Allianz-Arena gar ein deutliches 3:0. Auch zuhause haben sich die Fohlen im bisherigen Saisonverlauf stark präsentiert und aus drei Partien drei Siege einfahren können. Grund genug für die 05er mit einer angemessenen Portion Respekt im BORUSSIA-PARK anzutreten, gleichzeitig aber mit dem Anspruch in die Partie zu gehen, selbst Zählbares mit nach Hause an den Bruchweg zu nehmen.

Dementsprechend optimistisch und gut gelaunt präsentierte sich Cheftrainer Sandro Schwarz im Rahmen der Pressekonferenz zwei Tage vor der Partie: "Wir spielen abends, das Flutlicht wird an sein. Auf die Atmosphäre freuen wir uns genauso wie auf ein interessantes Spiel", so der seit zwei Tagen 40-Jährige. Mönchengladbach sei nicht nur in München herausragend aufgetreten, sondern habe auch zuvor schon in den Heimspielen die optimale Ausbeute einholen können. Dieser weißen Weste der Gastgeber möchte Schwarz mit den 05ern nun erste Flecken hinzufügen und nicht zuletzt an die Leistung beim Remis der Vorsaison anknüpfen, als der FSV eines seiner besten Auswärtsspiele im Spieljahr 2017/2018 absolviert hatte. "Die sehr gute Erfahrung haben wir natürlich noch im Hinterkopf. Das bedeutet für den Sonntag, dass wir energiegeladen spielen und das gute Gefühl aus dem Heimspiel gegen Hertha BSC mitnehmen wollen. Energie bedeutet dabei, dass wir Offensivaktionen starten und mit Überzeugung auf den Platz gehen wollen."

Eigene Akzente setzen

Während die 05er somit selbst aktiv das Spiel gestalten möchten, warnt der Trainer gleichzeitig vor den Stärken des Gegners, der nach dem Sieg in München seinerseits entsprechend selbstbewusst in die Partie gehen dürfte. "Gladbach ist sehr kompakt in der Defensivorganisation, sehr gut in der Blockbildung und bietet zwischen den Mannschaftsteilen wenig Räume. Darüber hinaus haben sie eine sehr gute Offensivqualität in der 4-3-3-Grundordnung, die sie zuletzt häufig gespielt haben", analysierte Schwarz.

Dass sein Team zuletzt viermal ohne eigenen Torerfolg geblieben sei, hat laut dem Cheftrainer der 05er keine Spuren bei den 05-Profis hinterlassen. Vielmehr sei die Ausbeute von vier Treffern aus sieben Partien derzeit gar kein großes Thema in der Trainingsarbeit, wo sich die Spieler zudem regelmäßig als überaus treffsicher erweisen, wie Schwarz betont. "In erster Linie geht es für uns darum, weiter strukturiert Fußball zu spielen und aktiv gegen den Ball zu arbeiten. Dann ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis wir in der einen oder anderen Situation wieder mehr Glück haben." Klares Ziel sei jedenfalls auch im BORUSSIA-Park, wo gut 600 Mainzer ihr Team auf den Rängen unterstützen werden, wie schon in den vergangenen Wochen auch immer wieder Dominanz im eigenen Ballbesitz auszustrahlen.

In welcher Grundordnung und mit welchem Personal die Mission angegangen wird, entscheidet sich dabei wie üblich erst in den verbleibenden Stunden vor dem Anpfiff der letzten Begegnung des achten Spieltags. Die zuletzt praktizierte Mittelfeld-Raute sei genauso eine Option wie ein 4-3-3 oder gar ein flaches 4-4-2. Während Einsätze bei René Adler, Niko Bungert, Gerrit Holtmann, Ahmet Gürleyen und Emil Berggreen ausgeschlossen sind, stehen derzeit Fragezeichen hinter Jean-Paul Boëtius (Schlag auf's Sprunggelenk) und Robin Quaison. Optionen werden dafür in den kommenden Partien hingegen auch wieder Danny Latza und Alexander Hack, die in der Länderspielpause nach langer Auszeit ins Mannschaftstraining zurückgekehrt waren und sich Schritt für Schritt an den Kader heranarbeiten. Ins Tor zurückkehren soll am Sonntagabend in jedem Fall Florian Müller, der gegen Berlin hatte passen und auch sein Länderspiel-Debüt bei der U21 des DFB hatte absagen müssen.

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