Profis 22.07.2019 — 19:05 Uhr

Mit einem guten Gefühl zurück in Mainz

Trotz des 1:2 gegen Jahn Regensburg und der ersten Testspielniederlage der Sommer-Vorbereitung zieht der 05-Trainer ein positives Fazit des Trainingslagers

Karim Onisiwo hatte gegen Regensburg gleich mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß.

Das Trainingslager des 1. FSV Mainz 05 ist zu Ende. Eine Woche lang hat Sandro Schwarz mit seinem Kader auf dem Sportgelände in Grassau im Chiemgau am Spiel des Bundesligisten gefeilt und geschraubt. Am Montagmittag ging's zurück nach Mainz. "Wir sind zufrieden und fliegen mit einem guten  Gefühl nach Hause", sagte der 05-Trainer. Und das, obwohl seine Mannschaft im abschließenden Testspiel in Kirchheim bei München dem Zweitligisten Jahn Regensburg mit 1:2 unterlag - in einer harten Partie über 4x30 Minuten.

"Wir wissen, dass wir noch Dinge besser machen müssen bis zum Start", sagte Schwarz nach der Begegnung gegen die starken Regensburger, die in der Vorbereitung weiter und den 05ern eine Woche vor dem Zweitligastart in Sachen Frische und Power naturgemäß um einiges voraus waren. Dass dies jedoch im ersten Abschnitt der Partie deutlich wurde, empfand Schwarz als komische Reihenfolge. "Wir waren zu Beginn des Spiels müde", sagte der 40-Jährige. "Man hat schon gesehen, wenn wir keine Intensität haben in der Arbeit gegen den Ball, vom Kopf her zu langsam und einen Schritt zu spät sind im Umschalten, dann stockt es." Auch im Anlaufverhalten sei sein Team nicht aktiv genug gewesen.

Gegentore trübten das Bild

Darin waren die Regensburger, die das 05-Abwehrzentrum sehr früh pressten und Räume zustellten, stärker, agierten darüber hinaus konsequent mannorientiert, um den Spielfluss des Bundesligisten zu stören. "Wenn wir aber die erste Pressinglinie überspielt hatten, gab's auch gute Angriffe mit guten Torchancen für uns", so der Trainer. "Wir hatten da schon immer wieder gute Phasen im Ballbesitz, in denen wir hätten Tore erzielen können."

Die Gegentore trübten etwas das Bild. Der erste Regensburger Treffer nach einem Eckball wäre von Torhüter und Abwehr besser zu verteidigen gewesen. "Das zweite Gegentor war symptomatisch", sagte der 05-Trainer. "Zuerst haben wir die Situation gut gelöst, dann nicht mehr." Es war dann ein einfacher Ballverlust, der einen Strafstoß zur Folge hatte. "Dafür sind Testspiele da. Wir wollten, auch wenn wir unter Druck kommen, die Dinge spielerisch lösen", erklärte Schwarz.  Ab der 60. von 120 Minuten sei er sehr zufrieden gewesen, wie die Mannschaft Fußball gespielt habe, "wie wir gearbeitet haben, wie wir in der Bereitschaft angelaufen sind. Da waren wir wesentlich aktiver und hätten das Spiel auch drehen können." Mit zunehmender Spieldauer und Müdigkeit ging den Aktionen aber etwas die Präzision verloren und dadurch die Möglichkeit auf ein besseres Resultat. "Das Ergebnis nervt, aber du kriegst Bilder davon, was du besser machen kannst sowie Bilder von Dingen, die gut waren. Das alles gilt es zu analysieren", so Schwarz.

Keinen Millimeter nachgelassen

Die Trainingsgruppe habe sich in dieser bayerischen Woche entwickelt, habe Spaß miteinander gehabt bei der Arbeit, Freude auf dem Trainingsplatz, gleichzeitig eine hohe Bereitschaft gezeigt. "Es gab keine Trainingseinheit, in der wir auch nur einen Millimeter nachgelassen hätten", sagte Schwarz zufrieden. Das gelte ebenso für die Testspiele, auch wenn da teilweise etwas die Frische gefehlt und manches etwas schwerfällig gewirkt habe. "Was die inhaltlichen Prinzipien angeht, da haben wir viel Entwicklung gesehen. Wir haben die Sinne geschärft für unser Vorwärtsspiel. Wir haben eine gute Technik gezeigt."

Was noch fehlt, ist die Verteidigungshärte in letzter Konsequenz. "Das ist aber nichts taktisches", sagt Schwarz. Das hänge zusammen mit dem Vorbereitungsstand der Spieler, die unterschiedliche Einstiegszeiten ins Mannschafstraining hatten. Die gesamte Gruppe habe sich in den Vordergrund gespielt. Auch die jungen Spieler, die zeigten, wie gut ausgebildet sie sind und die sich schon mit einem gewissen Selbstverständnis in den Kreis der Profis einfügten. Bis zum OPEL CUP am Samstag, in dem es in der Arena gegen den FC Everton und den FC Sevilla geht, sollen die Nachwuchsspieler auf jeden Fall noch dabei bleiben.

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