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Spielberichte 12.04.2026 - 21:36 Uhr

Bundesliga 2025/2026

29. Spieltag

0 : 1 Sport-Club Freiburg Logo

Halbzeit 0 : 0

1. FSV Mainz 05 SC Freiburg
Tore

0:1 L. Höler (47.)

Spielinfo

Anstoss:

12.04.2026 | 19:30 Uhr

Stadion:

MEWA ARENA

Zuschauer:

30000

Aufstellung
D. Batz 33
P. Mwene 2
S. Posch 4
K. Sano 6
P. Nebel 8
P. Tietz 20
D. da Costa 21
N. Veratschnig 22
S. Becker 23
S. Kawasaki 24
D. Kohr 31
N. Atubolu 1
D. Scherhant 7
M. Eggestein 8
L. Höler 9
L. Kübler 17
C. Irié 22
M. Ginter 28
C. Günter 30
I. Matanović 31
B. Ogbus 43
J. Manzambi 44
1. FSV Mainz 05

Aufstellung:
Daniel Batz (33), Phillipp Mwene (2), Stefan Posch (4), Kaishu Sano (6), Paul Nebel (8), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Nikolas Konrad Veratschnig (22), Sheraldo Rudi Salomo Willem Becker (23), Sota Kawasaki (24), Dominik Kohr (31)
Einwechslungen:
62 N. Amiri für S. Kawasaki, 62 S. Widmer für N. Veratschnig, 74 A. Caci für P. Mwene, 74 A. Sieb für P. Nebel, 83 N. Weiper für D. da Costa
Ersatzbank:
Lasse Finn Rieß (1), Nadiem Amiri (10), Armindo Sieb (11), William Bøving Wick (14), Lennard Patrick Maloney (15), Anthony Caci (19), Silvan Dominic Widmer (30), Nelson Felix Patrick Weiper (44), Kacper Potulski (48)
Trainer:
Urs Fischer

SC Freiburg

Aufstellung:
Noah Atubolu (1), Derry Lionel Scherhant (7), Maximilian Eggestein (8), Lucas Höler (9), Lukas Kübler (17), Cyriaque Kalou Bi Irié (22), Matthias Lukas Ginter (28), Christian Günter (30), Igor Matanović (31), Bruno Ifechukwu Ogbus (43), Johan Manzambi (44)
Einwechslungen:
46 P. Lienhart für B. Ogbus, 64 N. Beste für C. Irié, 64 P. Treu für L. Kübler, 74 V. Grifo für D. Scherhant, 83 J. Makengo für M. Ginter
Ersatzbank:
Philipp Lienhart (3), Yuito Suzuki (14), Jan-Niklas Beste (19), Florian Lorenz Müller (21), Maximilian Marcus Philipp (26), Nicolas Höfler (27), Philipp Treu (29), Vincenzo Grifo (32), Jordy Makengo Basambundu (33)
Trainer:
Julian Schuster

Spieldaten
Sport-Club Freiburg Logo
0 Tore 1
10 Schüsse 8
254 angekommene Pässe 272
86 Fehlpässe 69
51% Ballbesitz 49%
65.2% Zweikampfquote 33.3%
10 Foul / Hand gespielt 13
Spielerdaten
0 Tore 1
10 Torschüsse 8
0 Torvorlagen 1
535 Ballkontakte 551
340 gespielte Pässe 341
254 angekommene Pässe 272
86 Fehlpässe 69
74.7% Passquote 79.8%
65.2% Zweikampfquote 33.3%
10 Foul / Hand gespielt 13
10 Gefoult worden 9
3 Abseits 2
Alle Daten zum Spiel

FSV kassiert erste Heimniederlage 2026

Gäste aus Freiburg stechen nach der Pause eiskalt zu - FSV mit Chancenplus, aber ohne Fortune

Eine unglückliche 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den SC Freiburg musste der 1. FSV Mainz 05 zum Abschluss des 29. Bundesliga-Spieltags einstecken. In einer Partie ohne allzu viele Höhepunkte hatten die 05ER sich vor allem in Durchgang eins ein klares Chancenplus erarbeitet. Kurz nach Wiederbeginn traf dann der Ex-Mainzer Lucas Höler im Anschluss an einen Einwurf aus dem Nichts. Zwar warfen die Mainzer in der Schlussphase nochmal alles nach vorne, defensive Freiburger ließen aber kaum noch etwas zu und ermauerten sich letztlich drei glückliche Zähler. Daran konnten auch die umjubelten Comebacks von Nadiem Amiri und Anthony Caci nichts mehr ändern. 

Für zwei Veränderungen hatte sich das Trainerteam des FSV drei Tage nach dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Straßburg in der Conference League entschieden. Nikolas Veratschnig begann für Kapitän Silvan Widmer, während der international nicht spielberechtigte Sheraldo Becker Nelson Weiper verdrängte. 

FSV braucht Anlaufzeit & verpasst mehrfach den verdienten Führungstreffer

Beiden Teams schien die Müdigkeit nach den europäischen Highlights unter der Woche noch ein wenig in den Knochen zu stecken. Denn so euphorisch der Donnerstagabend aus deutscher Sicht geendet hatte, so verhalten war die Anfangsphase in diesem Duell, in dem die Gäste zwar zunächst etwas aktiver wirkten, aber offensiv ebenso wenig zustande brachten wie der FSV. Und so dauerte es bis zur ersten wirklich erwähnenswerten Offensivaktion mehr als 20 Minuten. Dann war es Nebel, der Noah Atubolu erstmals zum Eingreifen zwang, als der Torhüter einen Schlenzer des 05-Eingewächses entschärfen konnte und Glück hatte, dass der Nachschuss von Danny da Costa etwas zu hoch angesetzt war (22.). Es war eine Doppelchance, die eine Mainzer Druckphase einläutete und die Breisgauer zwischenzeitlich mächtig ins Schwimmen bringen sollte. Vier Minuten später nahm sich Stefan Posch nach langer Ballbesitzphase der Hausherren ein Herz und nagelte den Ball aus fast 30 Metern an den Innenpfosten, der Freiburger Schlussmann wäre wohl machtlos gewesen (26.). Die wachgeküssten Rheinhessen blieben dran und wollten die Führung erzwingen: Nach einer guten halben Stunde flankte Nebel von links, der aufgerückte Veratschnig kam am zweiten Pfosten zum Abschluss, brachte das Leder mit hohem Risiko jedoch nicht aufs Gehäuse (31.). Die Rheinhessen waren nun zurück im Flow und fanden zunehmend spielerische Lösungen gegen einen immer defensiver orientierten Gegner. In Minute 33 war es Nebel selbst, der seinen vierten Saisontreffer auf dem Fuß hatte, nach einer Becker-Flanke - Kaishu Sano hatte den Angreifer mit einem langen Ball auf die Reise geschickt - aber noch entscheidend gestört wurde. Der FSV hatte sich trotz dieser starken Viertelstunde nicht mit der Führung belohnen können, so dass es bis zur Pause - auch die Phase nach Minute 33 blieb weitestgehend ereignislos - beim torlosen Remis blieb. 

Höler trifft, FSV läuft vergebens an

Der Wiederbeginn hätte für die Mainzer unglücklicher kaum verlaufen können. Einen weiten Einwurf von Johan Manzambi machte Mathias Ginter für Höler nochmal richtig scharf, gegen dessen Kopfball-Bogenlampe aus acht Metern auch Batz machtlos war - 0:1 (47.). Doch die Mainzer schluckten nur kurz und kamen wenig später ihrerseits zur ersten Gelegenheit des zweiten Durchgangs. Atubolu ließ Beckers Gewaltschuss aus gut 20 Metern nach vorne abprallen, doch der Torhüter war letztlich haarscharf vor dem heraneilenden Nebel am Ball (52.). Die Gäste waren nun aber deutlich aktiver als vor dem Seitenwechsel und kamen zu weiteren Abschlüssen. Nach rund einer Stunde war es gleich zweimal Batz, der gegen Manzambi klasse Reflexe zeigte und Gegentreffer Nummer zwei verhinderte. 

Nach einer guten Stunde wechselten die Hausherren dann erstmals: Amiri kam für Sota Kawasaki und feierte nach fast anderthalb Monaten sein Comeback. Außerdem ersetzte Widmer Veratschnig auf rechts (62.). Eine Minute später landete der Ball genau vor den Füßen des sichtlich überraschten Dominik Kohrs, der aus spitzem Winkel verzog (63.). Was folgte war danach wieder eine kurze Phase des Leerlaufs ohne Chancen hüben wie drüben. Das nächste Highlight bedeutete insofern das nächste, noch länger herbeigesehnte Comeback. Denn nach 74 Minute kam Caci in die Begegnung, der seit September hatte zuschauen müssen. Für ihn verließ Mwene den Platz, während Armindo Sieb Nebel in der Schlussphase ersetzen sollte. Fünf Minuten später hatte Widmer dann die dicke Chance auf den Ausgleich. Über Amiri und Becker war der Kapitän im Strafraum in Szene gesetzt worden, sein Schuss geriet aber viel zu zentral, Atubolu parierte im Nachfassen (79.). Inzwischen waren die Rheinhessen längst wieder am Drücker und schienen dem verdienten Ausgleich nahe. Wenig später war es Becker, der im Freiburger Strafraum aus der Drehung zum Schuss kam, diesen aber deutlich übers Tor setzte (81.). Endgültig alles nach vorn warf der FSV dann mit der Einwechslung von Weiper für da Costa. Die letzten Minuten bestritten die Hausherren damit in so etwas wie einem 4-2-4-System. Was es nicht einfacher machte, weil der SCF sich längst weit zurückgezogen hatte und die vielen weiten Bälle der 05ER häufig ohne große Mühe klären konnte. Erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit landete eine Posch-Flanke auf dem Kopf von Sieb, der den Ball aber nicht aufs Tor brachte (90.+2). Es war die letzte Halbchance einer Begegnung, die die Mainzer niemals hätten verlieren dürfen gegen ein über weite Strecken nur defensiv stabiles Freiburg, das die drei Punkte glücklich mit nach Hause nimmt.

Der Vorsprung von acht Punkten auf den Relegationsrang bleibt ungeachtet der ersten Heimniederlage des Jahres bestehen. Am Donnerstabend wartete auf den FSV nun das Viertelfinal-Rückspiel in Straßburg, bevor es drei Tage später (Sonntag 19.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga weitergeht.