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Spielberichte 09.04.2026 - 23:00 Uhr

Ekstase in Mainz: 05ER schlagen Straßburg im Hinspiel zu Null

FSV bringt sich in gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche in Frankreich

Stefan Posch erzielte im ersten Durchgang den zweiten 05-Treffer.

UEFA Conference League 2025/2026

Viertelfinale

2 : 0

Halbzeit 2 : 0

1. FSV Mainz 05 Racing Straßburg
Tore

1:0 K. Sano (11.)

2:0 S. Posch (19.)

Spielinfo

Anstoss:

09.04.2026 | 21:00 Uhr

Stadion:

MEWA ARENA

Zuschauer:

0

Aufstellung
D. Batz 33
P. Mwene 2
S. Posch 4
K. Sano 6
P. Nebel 8
P. Tietz 20
D. da Costa 21
S. Kawasaki 24
S. Widmer 30
D. Kohr 31
N. Weiper 44
M. Penders 39
A. Omobamidele 2
B. Chilwell 3
I. Doukouré 6
M. Oyedele 8
J. Enciso 19
M. Godo 20
G. Doué 22
S. El Mourabet 29
V. Barco 32
G. Yassine 80
1. FSV Mainz 05

Aufstellung:
Daniel Batz (33), Phillipp Mwene (2), Stefan Posch (4), Kaishu Sano (6), Paul Nebel (8), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Sota Kawasaki (24), Silvan Dominic Widmer (30), Dominik Kohr (31), Nelson Felix Patrick Weiper (44)
Einwechslungen:
69 N. Veratschnig für P. Mwene, 69 A. Sieb für N. Weiper, 70 W. Bøving für S. Kawasaki, 80 K. Potulski für S. Widmer, 89 L. Maloney für P. Nebel
Ersatzbank:
Lasse Finn Rieß (1), Armindo Sieb (11), William Bøving Wick (14), Lennard Patrick Maloney (15), Nikolas Konrad Veratschnig (22), Daniel Idemudia Imafidon (34), Louis Marlon Babatz (35), Fabio Moreno Fell (36), Daniel Gleiber (42), Kacper Potulski (48)
Trainer:
Urs Fischer

Racing Straßburg

Aufstellung:
Mike Louis Penders (39), Andrew Abiola Omobamidele (2), Benjamin James Chilwell (3), Ismaël Landry Doukouré (6), Maximillian Rotimi Oyedele (8), Julio César Enciso Espínola (19), Becket Fabrice-Martial Godo (20), Guéla Maho Lewis Doué (22), Samir El Mourabet (29), Valentín Barco (32), Gessime Ben Youssef Mustapha Yassine (80)
Einwechslungen:
64 D. Moreira für M. Oyedele, 64 E. Emegha für G. Yassine, 85 S. Nanasi für M. Godo
Ersatzbank:
Karl-Johan Anton Johnsson (1), Diego Manuel Jadon da Silva Moreira (7), Emmanuel Esseh Emegha (10), Algot Sebastian Nanasi (11), Mathis Amougou (17), Lucas Høgsberg (24), Samuel Christian Osaze Amo-Ameyaw (27), Ghianny Kodia Ladji (37), Jean-Baptiste Bosey (38), Gabriel Kerckaert (60), Rafael Filipe Gonçalves Soares Luís (83)
Trainer:
Gary Paul O'Neil

Spieldaten
2 Tore 0
18 Schüsse 9
227 angekommene Pässe 536
62 Fehlpässe 71
34% Ballbesitz 66%
57.9% Zweikampfquote 54.5%
16 Foul / Hand gespielt 10
Spielerdaten
2 Tore 0
18 Torschüsse 9
2 Torvorlagen 0
475 Ballkontakte 786
289 gespielte Pässe 607
227 angekommene Pässe 536
62 Fehlpässe 71
78.5% Passquote 88.3%
57.9% Zweikampfquote 54.5%
16 Foul / Hand gespielt 10
9 Gefoult worden 16
1 Abseits 3
Alle Daten zum Spiel

Mit einer mehr als überzeugenden Leistung im Viertelfinal-Hinspiel gegen Racing Straßburg hat sich der 1. FSV Mainz 05 eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche verschafft. Den hart erarbeiteten, aber verdienten 2:0-Erfolg gegen spielstarke Franzosen besorgten Kaishu Sano und Stefan Posch mit zwei Traumtoren in einer überragenden ersten Hälfte der 05ER. Im zweiten Durchgang kamen auch die Gäste, die bis dato in der Conference League noch kein Spiel verloren hatten, zu guten Chancen. Der FSV blieb aber defensiv über 90 Minuten stabil und hätte das Ergebnis am Ende sogar höher gestalten können.

Kawasaki beginnt für Lee

Urs Fischer hatte im Vergleich zum Achtelfinal-Rückspiel gegen Olmütz eine Änderung vorgenommen. Jae-sung Lee fehlte, ebenso wie Maxim Leitsch, verletzungsbedingt. Für den Südkoreaner begann Sota Kawasaki im offensiven Halbfeld, Nelson Weiper bildete wieder den Doppelsturm mit Phillip Tietz und ersetzte den in der Conference League nicht spielberechtigten Sheraldo Becker. Erstmals im Kader der Profis stand U19-Kapitän Daniel Imafidon.

Die Choreo vor dem Spiel

Imposanter Auftritt und verdiente Führung

Nach einer weiteren imposanten Choreographie der 05-Fans auf der Stehtribüne legten auch die 05ER auf dem Platz gut los, waren aktiv, zweikampfstark und zielstrebig. Weiper zielte nach einem hohen Ballgewinn und der Vorarbeit von Sano an das Außennetz (2.), der Versuch von Sano nach Vorlage von Tietz wurde im letzten Moment geblockt (4.). Gegen den spielerischen Ansatz der Gäste kamen die kompakten Gastgeber immer wieder auch zu hohen Ballgewinnen oder guten Umschaltmomenten. Eine dieser Situationen nutzte der FSV zur verdienten Führung. Sano bewies im Mittelfeld mal wieder seine Zweikampfstärke und lief nach Doppelpass mit Kawasaki in Richtung des Strafraums der Elsässer. Der Japaner ließ noch zwei Gegenspieler aussteigen und zirkelte den Ball perfekt in den rechten Winkel - ein sehenswerter Treffer zum 1:0 für den FSV (11.). Die Gäste waren bis dato nur einmal gefährlich vor das Tor von Daniel Batz gekommen und meistens mit der Arbeit gegen den Ball und die Mainzer Angriffe beschäftigt, die den Druck aufrecht erhielten. Den Linksschuss von Posch klärte RCSA-Keeper Mike Penders noch stark zur Ecke, nach der anschließenden Ecke von Paul Nebel hatte der Racing-Torhüter bei der Direktabnahme des Österreichers aber keine Chance - das 2:0 für Mainz 05 nach nicht einmal 20 Minuten!

Durchatmen war an diesem Europapokalabend in keiner Sekunde der ersten halben Stunde angesagt. Die Gäste hatten zwar ihre Mühe mit dem körperlich-intensiven Mainzer Spiel, doch die Spielstärke der Elsässer blitzte dann und und wann auf, so dass die 05ER ebenfalls gefordert waren, gegen den Ball auf jeder Position eine Top-Leistung abzurufen. Guela Doué setzte den Ball nach einer Ecke mit der Hacke knapp über das rechte Kreuzeck (27.). Das gefährlichere Team in den ersten 45 Minuten war aber eindeutig der FSV, der um die 35. Minute herum gleich dreifach die Chance besaß, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Zunächst rutschte Kawasaki um Zentimeter an einem Schuss von Nebel von links vorbei, dann platzierte Silvan Widmer seinen Kopfball aus zentraler Position zu ungenau, ebenso wie Tietz eine Minute später aus spitzem Winkel. Es blieb bis zur Pause bei der hochverdienten Mainzer Führung, die sogar durchaus höher hätte ausfallen können.

Chancen auf beiden Seiten, FSV bleibt stabil

Phasenweise hatte sich der FSV im ersten Durchgang in einen Rausch gespielt, verständlicherweise sah Chefcoach Fischer keinen Anlass für einen Wechsel bei seiner Mannschaft. Wie im ersten Durchgang überließen die Gastgeber den Franzosen, die nun ruhiger wirkten, bis kurz vor der Mittellinie den Ball und gingen in der eigenen Hälfte konsequent in die Zweikämpfe. Auch im Offensivspiel blieben die 05ER zielstrebig und besaßen die ersten Chancen. Penders musste bei einem Tietz-Schuss sein ganzes Können aufbieten, direkt im Anschluss verhinderten mehrere Abwehrbeine den Einschlag bei Sanos Schüssen (49.). Die Rheinhessen hielten den Druck hoch: Erneut blieb Tietz im direkten Duell mit Penders zweiter Sieger (53.) und Weiper setzte einen Kopfball deutlich zu hoch an (54.). Das Chancenplus lag klar auf Seiten der Mainzer, doch auch die Gäste blieben im Spiel und hatten ihre bis dato beste Torchance. Julio Enciso wurde im 05-Strafraum freigespielt, doch Batz war beim Flachschuss des Paraguayers blitzschnell unten (57.).

Man merkte den Mainzern den hohen Aufwand, den sie läuferisch gegen ihre schnellen Gegenspieler betreiben mussten, vor allem auf den Außenbahnen nun an. Fischer reagierte nach 69 Minuten mit einem Dreierwechsel. Für Phillipp Mwene, Kawasaki und Weiper kamen Niki Veratschnig, Armindo Sieb und William Böving in die Partie, die nun deutlich öfter in der Hälfte der 05ER stattfand. Es war in dieser Phase Batz und der Latte zu verdanken, dass die Franzosen nicht zum Anschlusstreffer kamen. Zunächst verhinderte das Aluminium beim Schuss von Valentin Barco den Einschlag, den Nachschuss von Diego Moreira faustete Batz zur Seite, der Kopfball des eingewechselten Emmanuel Emegha ging knapp rechts vorbei (75.). Dem FSV boten sich in dieser schwierigen Phase aber Räume für Umschaltangriffe. Beim Schuss von Kohr war Penders erneut schnell unten, Sieb schaffte es aus sehr spitzem Winkel nicht mehr, den Ball im leeren Tor für die vorzeitige Entscheidung unterzubringen (78.). Kurz danach war für den Kapitän Schluss. Kacper Potulski ersetzte Widmer, Danny da Costa rückte dafür auf die rechte Außenbahn. Der einzige Kritikpunkt, den man an diesem Abend beim FSV anbringen konnte, war die Chancenverwertung. Sano, stärkster Mann auf dem Platz, hatte sich zum wiederholten Male stark durchgesetzt, passte zu Sieb, an dessen leicht verunglückten Schuss Tietz knapp vorbeirutschte (89.). Für die Nachspielzeit kam Lennard Maloney für Nebel in die Partie, um das Spiel zu Null zu Ende zu bringen. Das gelang und die Feier in der Arena konnte beginnen.