Profis 03.04.2022 — 21:15 Uhr

"Ein ganz anderes Gesicht gezeigt"

Mainzer Stimmen nach dem Remis in Mönchengladbach

Zwei gänzlich unterschiedliche Halbzeiten hatten sich am späten Sonntagnachmittag beim Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FSV Mainz 05 abgespielt. Nach einem harmlosen Auftritt in den ersten 45 Minuten und dem 0:1-Pausenrückstand drehten die 05ER im zweiten Spielabschnitt auf, entführten nach Onisiwos Treffer am Ende einen Punkt aus dem BORUSSIA-PARK und kratzten in der Schlussphase sogar am Sieg. Auf dem Auftritt in den zweiten 45 Minuten wolle man am Mittwoch in Augsburg aufbauen, wie Sportdirektor Martin Schmidt und Keeper Robin Zentner nach Abpfiff betonten.

05-Stimmen aus Mönchengladbach

Sportdirektor Martin Schmidt bei DAZN: "Wenn man die erste Halbzeit sieht, und wie wir in der zweiten Hälfte zurückgekommen sind, glaube ich, dass ein Unentschieden am Ende gerecht ist, obwohl wir hintenraus die besseren Chancen hatten. In der 70., 75. Minute hätten wir den Punkt mitgenommen und am Ende denkt man, man hätte vielleicht sogar einen Dreier verdient gehabt. Die Pause war lauter als sonst, Bo hat auch zwei, drei taktische Kniffe getätigt, das Anlaufverhalten und den Spielaufbau verändert, aber natürlich auch an die Mentalität appelliert - das war in der ersten Halbzeit zu wenig. In der zweiten Halbzeit hat beides gepasst und das Spiel ganz anders ausgesehen. Wir haben gesehen, dass die Einwechselspieler bereit waren. Wenn wir dieses Gesicht der zweiten Halbzeit auch in Augsburg zeigen, wird dort einiges drin sein, dann werden wir den ersten Auswärtssieg seit langem anvisieren."

05-Mittelfeldspieler Anton Stach (r.): "Wir haben gewusst, dass wir ein ganz anderes Gesicht zeigen müssen. Das haben wir dann auch ganz gut geschafft."

Anton Stach bei DAZN: "Wir haben in der zweiten Halbzeit unser Spiel auf den Platz bekommen und die Mitte ein Stück weit besser zubekommen als in der ersten Halbzeit. Da standen wir vielleicht etwas zu breit, dadurch konnte Gladbach seine Qualität zeigen und sich durchspielen. In der zweiten Halbzeit hatten wir einen viel besseren Zugriff, haben auch von der Intensität her viel mehr gezeigt – so hätten wir eigentlich das ganze Spiel über auftreten müssen. Die erste Halbzeit war untypisch für uns, weil wir sonst immer Vollgasfußball spielen und diese Intensität, dieses Eklige auf den Platz bringen – das war nicht der Fall und wir haben gewusst, dass wir ein ganz anderes Gesicht zeigen müssen. Das haben wir dann auch ganz gut geschafft."

Das müssen wir jetzt mitnehmen, weil wir am Mittwoch schon das nächste Auswärtsspiel haben

Robin Zentner bei DAZN: "Das Ergebnis ist aufgrund der zweiten Halbzeit gerade etwas schwer einzuordnen, weil wir da so überlegen waren. Die zweite Halbzeit war viel besser als unsere erste, wir hatten gute Torchancen. Am Ende ist das 1:1 okay, weil wir in der ersten Halbzeit ein wirklich schlechtes Spiel gemacht haben. Da waren wir einfach nicht mutig genug, haben wenig Fußball gespielt, wenige Zweikämpfe gewonnen, wenige Torchancen kreiert und dem Gegner viel Zeit und Raum gelassen, sodass Gladbach dann seine fußballerischen Qualitäten ausspielen konnte. In der Pause haben wir etwas umgestellt und hatten dann auch mehr Mut. Wir hatten uns vorgenommen, von hinten rauszuspielen. In der zweiten Halbzeit haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt – das müssen wir jetzt mitnehmen, weil wir am Mittwoch schon das nächste Auswärtsspiel haben."

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