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Profis 10.02.2026 - 19:05 Uhr

Becker: "Haben alle ein gemeinsames Ziel"

Der 30-Jährige Stürmer spricht unter anderem über seinen Wechsel nach Mainz, sein Wiedersehen mit Urs Fischer und den Traum von der Weltmeisterschaft

Becker feierte am Fastnachtsspieltag gegen den FC Augsburg sein Debüt als 05ER.

Er macht den Mainzer Kader komplett: Mit Sheraldo Becker wurde in der vergangenen Woche der vierte Winter-Neuzugang des FSV als Ersatz für den verletzt lange ausfallenden Benedict Hollerbach verkündet. Der seit Montag 31-Jährige verstärkt die Offensive der Rheinhessen, seine ersten Tage am Bruchweg hat der surinamische Nationalspieler sehr positiv wahrgenommen. "Die Woche war super, obwohl alles sehr schnell ging. Ich bin hier gut mit meiner Familie angekommen, wir haben uns die Stadt schon ein wenig angeschaut und waren gemeinsam essen - Mainz gefällt uns allen sehr gut." Vor seinem Wechsel hatte sich Becker bereits ein Bild vom FSV gemacht und sich mit zwei ehemaligen 05-Profis ausgetauscht: "Ich habe mit Jean-Paul Boëtius und Jeremiah St. Juste gesprochen und sie konnten mir viel berichten. Außerdem habe ich schon mehrmals gegen Mainz gespielt, daher wusste ich in etwa, was für ein Verein mich erwartet", so der Angreifer.

"Die Bundesliga passt besser zu mir"

Auch der Cheftrainer der 05ER ist Becker bestens bekannt: Unter Urs Fischer spielte der Stürmer bereits zwischen 2019 und 2023 für Union Berlin. "Wir haben lange zusammengearbeitet und vor meinem Wechsel ebenfalls miteinander gesprochen. Wir kennen uns gut, er ist sehr klar und direkt in seinen Vorstellungen - ich freue mich, dass wir uns nun auf diese Weise wiedersehen." Für den Stürmer bedeutet der Wechsel zum FSV auch eine Rückkehr in die Bundesliga: Nach seiner Zeit in Berlin-Köpenick zog es ihn in die erste spanische Liga. Zunächst lief er dort für Real Sociedad auf, anschließend spielte Becker für Osasuna. Der spanische Fußball unterscheide sich in gewissen Dingen von der Bundesliga: “In Deutschland wird etwas direkter gespielt, während in Spanien viel durch Dribblings und trickreiche Spielzüge gelöst wird - beides ist sehr intensiv, aber ich denke, die Bundesliga passt besser zu mir und meinen Stärken.“

Am vergangenen Wochenende hat der Offensivmann kurz nach seiner Ankunft in Mainz bereits zum ersten Mal auf dem Platz gestanden und im Rahmen des Fastnachtsspieltags mit einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg ein Erfolgserlebnis verzeichnen können: “Es war wichtig, dass wir die drei Punkte holen konnten. In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, nach dem Seitenwechsel hatten wir ebenfalls viele Chancen, um weitere Tore zu erzielen. Jetzt konzentrieren wir uns allerdings direkt auf unser nächstes Spiel am Freitag“, so der Neuzugang über das kommende Auswärtsspiel in Dortmund (20.30 Uhr, live bei SKY und 05ER.fm).

"Haben eine große Chance"

Im Sommer hat der Angreifer zudem die Möglichkeit, etwas ganz Besonderes zu erleben: Der in den Niederlanden geborene Becker läuft seit 2021 für Suriname - das Heimatland seiner Eltern - auf und absolvierte bislang 22 Spiele für den südamerikanischen Staat. Die Nationalmannschaft Surinames spielt im März in den Playoffs um die Teilnahme an der diesjährigen Weltmeisterschaft: "Wir haben eine große Chance, bei der WM dabei zu sein, aber es wird nicht einfach - alle müssen zu 100 Prozent fit und bereit sein." 

Lange trug der Offensivakteur auch das Trikot seines Geburtslandes - für die Niederlande hat der 30-Jährige von der U16 bis zur U20 alle Nachwuchsmannschaften durchlaufen, seine Wahl fiel letztlich dennoch auf Suriname. "Es war keine einfache Entscheidung, zu wechseln - auch der Prozess dorthin war nicht leicht. Bis vor ein paar Jahren war es nur möglich, für Suriname zu spielen, wenn man auch dort geboren ist, diese Regel wurde in der Zwischenzeit allerdings abgeschafft." Um für das Land an der südamerikanischen Nordostküste zu spielen, nimmt Becker seit jeher Reisestrapazen auf sich - für Becker ist das kein Hindernis, um die Heimat seiner Eltern zu vertreten: "Wenn wir gemeinsam Fußball spielen, haben wir nur eine Aufgabe: Wir wollen alles dafür geben, um für unser Land zu gewinnen. Den Menschen dort geht es nicht so gut und mit jedem Sieg können wir ihnen eine große Freude bereiten."

"Sind auf einem guten Weg"

Mit Blick auf die Bundesliga und den zuletzt positiven Trend bei den Mainzern zeigt sich der Stürmer zuversichtlich: "Wir wissen, dass wir im Moment in einer starken Phase sind - das gibt uns ein gutes Gefühl, auch wenn die Hinrunde nicht so optimal verlaufen ist. Wir haben noch 13 Spiele, in denen wir punkten und den Klassenerhalt sichern können", so der Stürmer, für den die Richtung trotz Luft nach oben aktuell stimmt: "Mein Gefühl sagt mir, dass wir noch nicht zufrieden sein können, aber unsere Fans glauben an uns und das müssen wir als Mannschaft ebenfalls verinnerlichen - gerade sind wir auf einem guten Weg. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel und wenn wir unsere aktuellen Leistungen beibehalten können, bin ich mir sicher, dass wir das erreichen werden."