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Spielbericht

05ER punkten auch gegen Köln

Nach der glücklichen 05-Führung durch Burkardt schlagen lange überlegene Kölner schnell zurück, müssen in der Schlussphase aber mehrfach um einen Punktgewinn in der MEWA ARENA zittern

Der 1. FSV Mainz 05 hat sich am Sonntagabend gegen den 1. FC Köln ein 1:1 (1:0) erkämpft. Dabei hatten die Gastgeber sich in einer intensiven, emotional geführten Begegnung lange Zeit schwer getan, waren kurz vor der Pause nach feiner Einzelleistung von Jonny Burkardt aber dennoch glücklich in Führung gegangen. Den schnellen Rückschlag nach Wiederbeginn durch Salih Özcan steckten die Mainzer im Verlauf des zweiten Durchgangs weg, steigerten sich und waren einem zweiten Treffer in der Schlussphase sogar noch einmal näher als die Gäste. So stand aufgrund der Leistungssteigerung des FSV ab der 60. Minute ein letztlich leistungsgerechtes Remis in der MEWA ARENA, durch das die Mainzer seit mittlerweile vier Liga-Spielen ungeschlagen sind.

Bo Svensson hatte die gleiche Elf ins Rennen geschickt, die vor der Länderspielpause gegen Borussia Mönchengladbach hatte überzeugen können. Zudem ersetzte Paul Nebel den verletzten Anderson Lucoqui im Kader des FSV und nahm an dessen Stelle auf der Bank Platz.

"Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir zu wenig Power in den Zweikämpfen. Wir wollten es zu oft spielerisch lösen, gerade in der eigenen Hälfte. Dadurch hat es sich schlecht angefühlt und wir haben den Gegner stark gemacht, auch wenn sie es gut gespielt haben. Wir hatten wenige Balleroberungen und sind fast nur hinterhergelaufen. Es war nicht unser bestes Spiel, man sieht wie eng die Bundesliga ist. Wenn dann bei uns ein bisschen Qualität fehlt, wird es schwer. Wir brauchen 100, 105 Prozent Intensität", analysierte Innenverteidiger Stefan Bell den durchwachsenen Auftritt nach dem Schlusspfiff bei DAZN.

 

 

Chancenreicher Beginn

Ein langes Abtasten gab es nicht, denn beide Teams spielten munter nach vorne. Zunächst prüfte Ondrej Duda Robin Zentner nach nicht einmal 120 Sekunden. Doch danach waren die 05ER an der Reihe und schnupperten gleich mehrfach an einer frühen Führung: Nach einem langen Ball von Silvan Widmer, der sich unter der Woche mit der Schweiz vor Italien für die WM im kommenden Jahr qualifiziert hatte, steuerte Karim Onisiwo frei auf Timo Horn zu, entschied sich aber, anstatt selbst abzuschließen, für einen Querpass auf den mitgelaufenen Burkardt, den Benno Schmitz blocken konnte (3.). Nach der darauffolgenden Ecke stieg dann Moussa Niakhaté am höchsten, verlängerte das Leder vom ersten Pfosten allerdings knapp neben das Gehäuse (3.). Wiederum nur rund 60 Sekunden später kam der frischgebackene Papa Jean-Paul Boëtius nach Doppelpass mit Burkardt aus guter Position zum Abschluss, verzog aber (4.). Die Kölner antworteten mit zwei Abschlüssen von Florian Kainz und Mark Uth - Langeweile kam so keine auf in diesen ersten zehn Minuten auf in der MEWA ARENA.

Danach wurde es etwas ruhiger vor beiden Toren, blieb aber weiter eine hochintensive Angelegenheit. Mit in der Folge mehr Spielanteilen für die Gäste, die defensiv kompakt standen und die sich im Mittelfeld bietenden Räume immer wieder nutzten. Die bis zu diesem Zeitpunkt beste Gelegenheit hatten kurz darauf auch die Kölner: Auf Zuspiel von Uth brach Duda durch, scheiterte zunächst an Zentner und setzte den Nachschuss aufs leere Gehäuse über den Kasten - Glück für den FSV (20.). Auf der gegenüberliegenden Seite wurden die Mainzer fünf Minuten später erneut nach einem Standard gefährlich, auch wenn der Kopfball von Niakhaté nach Freistoß von Boëtius über dem Tor landete (25.). Die Kölner blieben jedoch das tonangebende Team und drückten weiter. Nach einem Eckball von Kainz kam die 05-Leihgabe Luca Kilian völlig freistehend zum Kopfball, traf aber ebenso das leere Tor nicht (30.). Es ging weiter meist in eine Richtung und blieb gefährlich. In Minute 35 steuerte Anthony Modeste aus spitzem Winkel frei auf Zentner zu, konnte die Nummer eins des FSV aber nicht überwinden. Das Remis war aus 05-Sicht nun durchaus schmeichelhaft - zudem musste Dominik Kohr aufgrund einer Oberschenkel-Verletzung angeschlagen raus und wurde durch Leandro Barreiro ersetzt. Etwas Entlastung verschaffte seinem Team dann in der Schlussphase der ersten Hälfte Burkardt, den Jae-sung Lee auf die Reise geschickt hatte. Mit seinem schwächeren linken Fuß brachte das Eigengewächs allerdings nicht genug Druck hinter den Ball. Wie aus dem Nichts sollte der Kapitän der deutschen U21 es aber nur Sekunden später besser machen: Über Lee und Onisiwo war der Ball bei dem 21-Jährigen gelandet, der Kilian per Haken aussteigen ließ und Timo Horn mit einem trockenen Abschluss in die kurze Ecke überwand (41.). Eine glückliche Führung für die Mainzer, die in der Nachspielzeit sogar noch hätten nachlegen können, als ein Kopfball von Stefan Bell knapp neben dem rechten Pfosten landete. So ging es nach einem ereignisreichen ersten Durchgang mit einer knappen, glücklichen Mainzer Führung in die Katakomben.

Özcan mit der schnellen Antwort

Die zweite Hälfte hatte kaum begonnen, da stand es nach 47 Minuten bereits 1:1: Uth hatte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld scharf vors Tor befördert, wo Özcan aus zehn Metern unbedrängt einköpfen konnte - da hatte die Zuordnung in der Defensive des FSV überhaupt nicht gestimmt. Die Kölner blieben dran und trotz des Rückschlags vor der Pause das bessere Team. Nach einer Stunde reagierte Svensson und brachte mit Anton Stach und Kevin Stöger seine Joker Nummer zwei und drei, um im Zentrum mehr Zugriff zu bekommen. Sie ersetzten Lee und Boëtius, die nicht so recht in die Partie gefunden hatten. Und brachten nach ihren Einwechslungen zunächst auch gleich mehr Zug ins Spiel. Der FSV wirkte nun griffiger und gewann im Mittelfeld mehr Zweikämpfe. Das Geschehen spielte sich in der Folge zunehmend zwischen beiden Strafräumen ab. Die erste Halbchance im zweiten Durchgang hatten die Mainzer in der 70. Minute: Stöger hatte Onisiwo auf rechts geschickt, dessen Hereingabe zwar bei Stach landete, dessen Schuss aber abgefälscht im Toraus landete. Richtig brenzlig für die Gäste wurde es dann dafür zwei Minuten später, als Onisiwo eine flache Hereingabe von Widmer im Strafraum nur um Zentimeter verpasste (73.).

In der 78. Minute reagierte der 05-Cheftrainer erneut und brachte Ádám Szalai für Onisiwo. Der FSV hatte in dieser komplizierten Partie nun wieder ins Spiel zurückgefunden und war dem Lucky Punch in der 87. Minute ganz nah. Widmer hatte Stöger bedient, der klasse in den Lauf von Burkardt legte, dessen Schuss aus zehn Metern zentraler Position Kilian mit einer beherzten Grätsche am Tor vorbeilenkte. Die 05ER drückten nun nochmal und waren dem zweiten Tor in der Schlussphase näher als die Gäste. In der Schlussminute musste Horn bei einem Volley von Szalai nochmal alles aus sich rausholen, um den Einschlag zu verhindern (90.). So blieb es für die Rheinhessen bei der dritten Punkteteilung im zwölften Spiel, die unter dem Strich als leistungsgerecht bezeichnet werden darf, weil die Kölner den Tor vor der Pause klar angegeben hatten, den einen Punkt am Ende aber nochmal mit aller Macht verteidigen mussten.

Nach zwölf Partien haben die 05ER durch das Remis nun 18 Zähler auf dem Konto und sind bereits am Freitagabend (20.30 Uhr, live auf DAZN & 05ER.fm) beim VfB Stuttgart im Einsatz.

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Spielerdaten
0 Tore 0
0 Torschüsse 0
0 Torvorlagen 0
0 Ballkontakte 0
0 gespielte Pässe 0
0 angekommene Pässe 0
0 Fehlpässe 0
0% Passquote 0%
0% Zweikampfquote 0%
0 Foul / Hand gespielt 0
0 Gefoult worden 0
0 Abseits 0

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