Vorberichte 08.05.2026 - 16:00 Uhr
"Wir werden nichts abschenken"
Zum letzten Heimspiel der Saison empfangen die 05-Profis am Sonntagabend den 1. FC Union Berlin

Jubel und Erleichterung waren am vergangenen Wochenende groß bei den Mainzern: Durch den 2:1-Auswärtssieg beim FC St. Pauli konnte der FSV den Klassenerhalt vorzeitig unter Dach und Fach bringen. Mit der Gewissheit, auch in der nächsten Saison in der Bundesliga dabei zu sein, bestreiten die Rheinhessen am Sonntag (19.30 Uhr, live bei DAZN & 05ER.fm) ihr letztes Heimspiel der Saison gegen Union Berlin. Urs Fischer trifft als Cheftrainer der 05-Profis nach dem Hinspiel im Januar bereits zum zweiten Mal auf seinen ehemaligen Klub, bei dem er von 2018 bis 2023 an der Seitenlinie stand.
Dass beide Vereine zuletzt den Klassenerhalt eintüten konnten, freut Fischer natürlich, klar sei aber auch: "Gegen Union bestreiten wir ein Heimspiel und das wollen wir gewinnen - es geht weiterhin um Punkte und das steht an erster Stelle." Ein Erfolg gegen Union würde eine lange Serie zum Reißen bringen, denn die Bilanz gegen die "Eisernen" ist durchaus ausbaufähig. Keine der jüngsten neun Bundesliga-Begegnungen ging an den FSV (vier Remis, fünf Niederlagen), der letzte Sieg konnte vor mehr als fünf Jahren im Februar 2021 eingefahren werden - höchste Zeit für eine Wiederholung also.
In der Pressekonferenz sprach Urs Fischer...
...über den Klassenerhalt von Mainz und Union Berlin: "In erster Linie war ich natürlich erleichtert, dass wir es geschafft haben, aber eine gewisse Verbundenheit mit Union wird bleiben, das ist auch klar. Es war eine tolle Zeit und es ist schön, dass sie den Klassenerhalt ebenfalls sicher haben. Einen intensiven Austausch zwischen mir und dem FCU gab es am vergangenen Wochenende nicht, aber ich habe den einen oder anderen Daumen hoch als Nachricht bekommen - ich glaube, auch zurecht."
...über die Feierlichkeiten nach dem Spiel: "Es war angenehm und ganz entspannt. Die Lokalitäten in unserem Umkreis hatten zu einem gewissen Zeitpunkt dann auch geschlossen, deshalb mussten wir irgendwann nach Hause gehen. Ich finde es aber richtig und absolut angemessen, dass man nach einem solchen Spiel und dem geschafften Klassenerhalt ein bisschen feiert."
...über die Vertragsverlängerung von Sheraldo Becker: "Vielleicht habe ich einen gewissen Einfluss auf ihn gehabt, weil er meine Ansätze schon vorab kannte. Sheraldo weiß aber auch, wie die Bundesliga funktioniert und er hatte es während seiner Zeit in Spanien nicht ganz so leicht. Ich denke, es war gut für ihn, dass er daraufhin eine Veränderung angestrebt hat und dabei wusste, worauf er sich einlässt. Allerdings bekommt auch Sheraldo nichts geschenkt - die Leistung ist immer und bei jedem Spieler entscheidend."
...über die letzten beiden Spieltage der Saison: "Gegen Union bestreiten wir ein Heimspiel und das wollen wir gewinnen - es geht weiterhin um Punkte und das steht an erster Stelle. Natürlich vereinfacht sich die Situation durch den Klassenerhalt ein wenig, aber wir werden nichts abschenken und weiterhin versuchen, die bestmögliche Leistung auf den Platz zu bekommen. Es sind sechs Punkt zu vergeben, die wollen wir versuchen zu holen."
...über den Trainerwechsel bei Union: "Aus meiner Sicht sind durchaus gewisse Veränderungen hinsichtlich der Spielweise von Union erkennbar, aber es ist schwierig, in so kurzer Zeit großen Einfluss zu nehmen. Ich glaube, dass Marie-Louise Eta sich darauf fokussiert, Kleinigkeiten anzupassen und ich freue mich für sie, dass sie den Klassenerhalt gemeinsam mit ihrem Team geschafft hat. Es ist toll, dass man ihr das Vertrauen geschenkt hat und die Kommentare, die viele Leute in den sozialen Medien dazu abgegeben haben, waren und sind völlig überflüssig."
...über das Spiel am Sonntag: "Es ist nicht leicht, gegen sie zu verteidigen - gerade mit Blick auf den zweiten Ball. Sie haben eine enorme Geschwindigkeit in der Offensive, was gerade in Umschaltsituationen gefährlich werden kann. Außerdem dürfen wir nicht allzu viele Standardsituationen gegen uns zulassen, weil der FCU sehr viele seiner Tore nach ruhenden Bälle erzielt hat. Es gibt einige Aufgaben für uns, die wir entsprechend lösen müssen, aber natürlich auch unser eigenes Spiel, das wir verfolgen wollen."



