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Spielberichte 10.01.2026 - 17:36 Uhr

Mit Licht und Schatten: FSV punktet bei Union

05ER verpassen zweiten Saisonsieg nach spätem Berliner Comeback - Hollerbach gelingt erstes Bundesliga-Tor als Mainzer

Bundesliga 2025/2026

16. Spieltag

1. FC Union Berlin - logo 2 : 2

Halbzeit 0 : 1

1. FC Union Berlin 1. FSV Mainz 05
Tore

0:1 Nadiem Amiri (30.)

0:2 Benedict Hollerbach (69.)

1:2 Wooyeong Jeong (77.)

2:2 Marin Ljubicic (86.)

Spielinfo

Anstoss:

10.01.2026 | 15:30 Uhr

Stadion:

An der Alten Försterei

Zuschauer:

22012

Aufstellung
Frederik Rønnow 1
Danilho Doekhi 5
L. Querfeld 14
Diogo Leite 4
J. Haberer 19
R. Khedira 8
A. Kemlein 6
Derrick Köhn 39
Oliver Burke 7
Livan Burcu 9
A. Ilić 23
D. Batz 33
D. Kohr 31
S. Bell 16
Danny da Costa 21
Nikolas Veratschnig 22
K. Sano 6
Silvan Widmer 30
J. Lee 7
N. Amiri 10
P. Tietz 20
B. Hollerbach 17
1. FC Union Berlin

Aufstellung:
Frederik Riis Rønnow (1), Diogo Filipe Monteiro Pinto Leite (4), Danilho Raimundo Doekhi (5), Aljoscha Kemlein (6), Oliver Jasen Burke (7), Rani Khedira (8), Livan Baha Burcu (9), Leopold Querfeld (14), Janik Haberer (19), Andrej Ilić (23), Derrick Arthur Köhn (39)
Einwechslungen:
65. András Schäfer für Aljoscha Kemlein, 65. Ilyas Ansah für Livan Baha Burcu, 70. Christopher Trimmel für Janik Haberer, 70. Wooyeong Jeong für Oliver Jasen Burke, 78. Marin Ljubicic für Diogo Filipe Monteiro Pinto Leite
Ersatzbank:
Ilyas Ansah (10), Wooyeong Jeong (11), András Schäfer (13), Josip Juranovic (18), Marin Ljubicic (27), Christopher Trimmel (28), Matheo Raab (31), Alex Král (33), Stanley Pierre Nsoki (34)
Trainer:
Steffen Baumgart

1. FSV Mainz 05

Aufstellung:
Daniel Batz (33), Kaishu Sano (6), Jae-sung Lee (7), Nadiem Amiri (10), Stefan Bell (16), Benedict Hollerbach (17), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Nikolas Konrad Veratschnig (22), Silvan Dominic Widmer (30), Dominik Kohr (31)
Einwechslungen:
78. Paul Nebel für Nadiem Amiri, 78. Armindo Sieb für Benedict Hollerbach, 85. Lennard Patrick Maloney für Phillip Tietz
Ersatzbank:
Lasse Finn Rieß (1), Paul Nebel (8), Arnaud Dominique Nordin (9), Armindo Sieb (11), William Bøving Wick (14), Lennard Patrick Maloney (15), Sota Kawasaki (24), Nelson Felix Patrick Weiper (44), Kacper Potulski (48)
Trainer:
Urs Fischer

Spieldaten
1. FC Union Berlin - logo
2 Tore 2
16 Schüsse 9
345 angekommene Pässe 230
90 Fehlpässe 97
56.2% Ballbesitz 43.8%
50.4% Zweikampfquote 49.6%
9 Foul / Hand gespielt 8
Spielerdaten
2 Tore 2
16 Torschüsse 9
1 Torvorlagen 2
701 Ballkontakte 568
435 gespielte Pässe 327
345 angekommene Pässe 230
90 Fehlpässe 97
79.3% Passquote 70.3%
50.4% Zweikampfquote 49.6%
9 Foul / Hand gespielt 8
7 Gefoult worden 9
0 Abseits 1
Alle Daten zum Spiel

Einen Punkt bringt der 1. FSV Mainz 05 zum Jahresauftakt aus der Hauptstadt mit nach Hause. Beim 2:2 (1:0) sahen die Rheinhessen zwischenzeitlich bereits wie der sichere Sieger aus, bevor die Gastgeber die Mainzer Führung nach Treffern von Nadiem Amiri und Benedict Hollerbach in der Schlussphase konterten und sich den Zähler verdienten. Für Union trafen Woo-Yeong Jeong und Danilho Doekhi. Bitter für die Gäste: Unmittelbar vor dem Anschlusstreffer hatte Hollerbach die Vorentscheidung verpasst, als er am Aluminium gescheitert war. 

Gegenüber dem Remis gegen St. Pauli kurz vor Weihnachten hatte Urs Fischer bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte drei Veränderungen vorgenommen: Für den verletzten Andreas Hanche-Olsen rückte Stefan Bell in die defensive Dreierreihe, Nikolas Veratschnig begann anstelle von Kacper Potulski (Bank), während Neuzugang Phillip Tietz Paul Nebel aus der Startelf verdrängte. 

Herrlicher Treffer nach nervösem Beginn

Bei winterlichen Temperaturen und einem nicht ganz leicht zu bespielbaren Rasen in Köpenick sahen die Zuschauer einen nervösen Beginn mit wiederkehrenden leichten Ballverlusten auf beiden Seiten. Und so kamen die Gastgeber nach genau so einer Unachtsamkeit früh zur ersten ganz dicken Chance der Partie. Kaishu Sano verlor den Ball im eigenen Strafraum an Rhani Khedira, der direkt zurücklegte auf Livian Burcu, der wiederum das Leder aus sechs Metern knapp am linken Pfosten vorbeisetzte (6. Spielminute). Danach erarbeiteten sich die 05ER peu à peu Sicherheit im eigenen Spiel und suchten auch immer wieder ihre Doppelspitze, die hohe Präsenz zeigte in dieser Phase: Zunächst war es Tietz, der nach einer Lee-Flanke per Kopf zwar frei zum Abschluss kam, aber keinen Druck hinter den Ball brachte (11.). Er scheiterte ebenso an Frederik Rönnow wie fünf Minuten später Hollerbach, dessen Direktabnahme zu zentral geriet, um den dänischen Keeper ernsthaft in Bedrängnis zu bringen (16.). Der FSV war gegen abwartende Berliner nun das aktivere Team und wirkte auch defensiv zunehmend stabiler. Nach 28 Minuten hatte Amiri, der sich nun immer häufiger auch im Spiel nach vorne einschaltete, im Zentrum erstmals viel Raum. Der Regisseur drehte auf und prüfte Rönnow mit einem tückischen Aufsetzer aus knapp 25 Metern. Weitere Warnschüsse sollte der Nationalspieler nicht benötigen: Denn nur zwei Minuten später spielte Lee einen Sensationspass in den Berliner Strafraum, der Amiris ebenso bockstarken Laufweg antizipiert hatte. Die Mainzer Nummer zehn legte sich das Leder zurecht und ließ Rönnow aus zwölf Metern keine Chance - das verdiente 1:0 für die Rheinhessen (30.).

Fast postwendend schnupperten die Köpenicker am Ausgleich, doch der Schlenzer Burcus landete rund einen Meter neben dem Gehäuse (32.). Die Hausherren wurden angesichts des Rückstands wieder aktiver, was den Mainzern gleichzeitig Räume bot, die sie vor der Pause aber nicht mehr konsequent zu nutzen wussten. Auf der anderen Seite wurde es dafür noch zweimal brenzlig: Zunächst landete der Versuch von Oliver Burke im Anschluss an eine Ecke knapp neben dem Tor (43.), und keine Minute später war Daniel Batz gegen einen weiteren Versuch Burcus zur Stelle (44.). 

Union kontert Hollberbachs Tor-Debüt

Beide Trainer verzichteten mit Wiederbeginn auf personelle Wechsel. Auf dem immer schwerer bespielbaren, tiefen Rasen präsentierte sich jedoch ein unverändertes Bild. Berlin versuchte viel, fand aber kaum Lücken, die Mainzer agierten diszipliniert und warteten auf Umschaltoptionen in einem kraftraubenden Kräftemessen. Die erste Chance hatten die Unioner nach einer Stunde, als ein langer Ball durchrutschte zu Burke, der aus halblinker Position an Batz Schienbein scheiterte (60.). Und auch vier Minuten später war Batz zur Stelle, nachdem erneut Burke abgezogen hatte (64.). Weil Union vorne keine Durchschlagskraft entfalten konnte, waren es die Gäste, die fünf Minuten später mit der ersten Gelegenheit nach Wiederbeginn auf 2:0 stellten. Und wieder war es Lee, der dem Tor den Weg ebnete. Der Südkoreaner schickte Veratschnig auf links Richtung Grundlinie, der Österreicher flankte mit dem ersten Kontakt flach vors Tor, wo ausgerechnet der ehemalige Berliner Hollerbach freistehend sein erstes Bundesliga-Tor als 05ER markierte (69.). Fast hätte der Angreifer binnen kürzester Zeit den Doppelpack geschnürt, setzte seinen Abschluss aus 14 Metern wenig später aber nur an den Querbalken (72.). Während die Mainzer damit die Vorentscheidung verpasst hatten, läutete Union mit dem Anschluss nach 77 Minuten eine hochspannende Schlussphase ein, in der den Mainzern die Kräfte auszugehen schienen: Derrick Köhn hatte Silvan Widmer stehen lassen, präzise ins Zentrum geflankt, wo Jeong Batz aus sechs Metern keine Chance ließ. 

Unmittelbar nach dem Gegentreffer wechselte der FSV erstmals. Nebel und Armindo Sieb kamen für die beiden Torschützen Amiri und Hollerbach. Erst einmal hieß es aber erneut Durchatmen aus Mainzer Sicht. Ein zu kurz abgewehrter Ball von Bell, der nicht immer sicher wirkte, landete bei Andras Schäfer, der aus 28 Metern Aluminium anvisierte, bevor Andrej Ilic das Leder unbedrängt übers Gehäuse setzte (79.). Viel Glück für den FSV, der nun fast nur noch verteidigte, im Anschluss an einen Freistoß aber doch noch die nächste bittere Pille schlucken musste. Wieder kam die Hereingabe von Köhn, der Doekhis Kopf erwischte, von wo der Ball mit Hilfe der Unterkante der Latte den Weg ins Tor fand. In den Schlussminuten waren es dann die Berliner, die einem Siegtreffer näher schienen. Es blieb aber schlussendlich beim Remis, das für die Mainzer nach der Führung zwar bitter war, sich mit Blick auf die Leistung über weite Strecken der Begegnung aber auch wie ein weiterer Schritt in die richtige Richtung anfühlte.

Weiter geht es für die 05ER, die nach 16 Partien bei neun Zählern stehen, bereits am Dienstagabend (20.30 Uhr) mit der Partie gegen Heidenheim in der MEWA ARENA, bevor die erste Englische Woche des Jahres am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) beim 1. FC Köln mit dem Rückrunden-Auftakt endet.