Vorberichte 29.10.2026 - 17:00 Uhr
Appell ans Kollektiv
Vor der Bundesliga-Premiere in Elversberg erläuterte 05-Chefcoach Urs Fischer, worauf es nach den jüngsten Niederlagen ankomme, um wieder in die Spur zu finden und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden

Zu 100 Prozent verarbeitet hatte Urs Fischer den DFB-Pokal-Auftritt von Bochum auch am Donnerstagmittag noch nicht, als er das Podium des Pressekonferenz-Raums in der MEWA ARNA betrat, um über die nächste Aufgabe zu sprechen. Bereits am Freitagabend (20.30, live auf SKY & 05ER.fm) sind die Mainzer schließlich bei den punktgleichen Aufsteigern aus Elversberg zu Gast - erstmals in der Bundesliga-Historie. Und haben etwas gutzumachen nach dem 0:2 in Bochum am Dienstag. "Ganz aus dem Kopf bekommst du es nicht", sagte der Schweizer, der allerdings betonte, es vorzuziehen, auf das nächste Spiel zu blicken. In diesem stehe das Kollektiv über allem, um darüber die individuellen Fähigkeiten einzelner Spieler zur Entfaltung kommen zu lassen.
Auf der Pressekonferenz sprach der 05-Cheftrainer außerdem über...
...die Verarbeitung des Bochum-Spiels: "Ganz aus dem Kopf bekommst du es nicht. Es ist einfach schade, weil der Pokal tolle Möglichkeiten bietet. Ich kann aber nicht mehr beeinflussen, was war. Die nächste Chance für uns ist das Spiel in Elversberg, darauf versuche ich nun Einfluss zu nehmen."
...die personelle Situation: "Sicher nicht dabei sein werden Silas und Dominik Kohr. Bei den anderen Jungs wird es sich nach dem Abschlusstraining entscheiden. Es gibt das eine oder andere Fragezeichen, mehr möchte ich jetzt nicht sagen."
...Themen, an denen das Team arbeiten muss: "Wir müssen unsere Basis, die uns stark gemacht hat, wieder auf den Platz bringen: das Kollektiv, eine gute Organisation, Kompaktheit. Und das nicht nur, wenn der Gegner den Ball hat, sondern auch wenn wir in Ballbesitz sind. Gerade die Restverteidigung war zuletzt immer wieder ein Thema. Das hat einen Einfluss aufs Spiel. Das gilt es wieder, im Kollektiv auf den Platz zu bringen. Daraus hat sich dann immer erst die individuelle Qualität bemerkbar gemacht."
Vollbesetzter Auswärtsblock mit 1.500 Mainzern
...Paul Nebel: "Ich spreche nicht gerne über einzelne Spieler, aber beantworte die Frage jetzt: Es hat ihm gut getan, wieder mal zu starten, man hat aber auch gemerkt, dass er eine gewisse Zeit weg war. Das Selbstverständnis ist noch nicht da. Wenn das Kollektiv nicht funktioniert, dann hast du es natürlich schwerer, wieder reinzufinden. Funktioniert das große Ganze, wird es auch für einzelnen Spieler wieder leichter."
...Gegner Elversberg: "Ich nehme sie als sehr selbstbewusste, mutige Mannschaft wahr. Offensiv zocken sie, suchen immer wieder das Eins-gegen-Eins, haben Tiefenläufe und generell eine Überzeugung im letzten Drittel. Sie haben auch einen Mix, versuchen den Gegner zu locken, gehen auf die zweiten Bälle. Das wird eine harte Aufgabe für uns."
...mögliche Wechsel in der Startelf: "Wir müssen schon in der Lage sein, in einer Englischen Woche drei Spiele zu bestreiten. Wir machen uns aber generell immer Gedanken über Belastungssteuerung und darüber, welche Spieler uns am besten helfen können. Ein Gedanke ist allerdings auch, den Jungs von Dienstag die Chance zu geben, sich anders zu präsentieren."


