Rolle des Vereinsvorsitzenden

Künftig sollen Vereinsvorsitz und Vorstandsvorsitz klar voneinander abgegrenzt werden, weil die bisherige Verbindung der Funktionen viel Verantwortung in einer Person bündelt. Der von den Mitgliedern gewählte Vereinsvorsitzende erhält ein eigenständig beschriebenes Profil mit Schwerpunkt im ideellen Bereich. Dazu zählen insbesondere Vereinsentwicklung, Mitgliederanliegen, Vereins- und Fankultur sowie die Abteilungen. Ziel ist eine Struktur zu schaffen, die die Handlungsfähigkeit des Vorstands stärkt, die Anforderungen des Profifußballs berücksichtigt und zugleich den ideellen Bereich des Vereins sichtbar und wirksam verankert. Damit wird deutlich: Die Professionalisierung der Führung und die Stärkung des eingetragenen Vereins gehören zusammen.

  • Der Vereinsvorsitzende wird weiterhin von den Mitgliedern gewählt und bleibt damit unmittelbar im Verein verankert.
  • Die Rolle des von den Mitgliedern gewählten Vereinsvorsitzenden wird künftig eigenständig beschrieben.
  • Der Automatismus, dass Vereinsvorsitz und Vorstandsvorsitz in einer Person zusammenfallen, wird aufgehoben.
  • Sein Schwerpunkt liegt künftig klar im ideellen Bereich des Vereins, insbesondere bei Vereinsentwicklung, Mitgliederanliegen, Vereins- und Fankultur sowie den Abteilungen.
  • Für diese Aufgaben erhält der Vereinsvorsitzende einen klar beschriebenen Geschäftsbereich, wofür er seine Arbeitskraft vollständig zur Verfügung stellt und eine angemessene Vergütung erhält.
  • Für Bewerberinnen und Bewerber werden klare und transparente Rahmenbedingungen geschaffen.
  • Er bleibt weiterhin an wichtigen Angelegenheiten des Vereins und an Entscheidungen des Vorstands beteiligt.
  • Die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstands werden klarer voneinander abgegrenzt und damit die Führungsstruktur professionalisiert.
  • Der Aufsichtsrat kann dem Vereinsvorsitzenden bei Bedarf ein eigenes Ressort zuweisen und bei Stimmengleichheit im Vorstand eine Entscheidung herbeiführen.

Mit diesen Änderungen soll Mainz 05 eine zukunftsfähige Führungsstruktur erhalten: professionell genug für die Anforderungen des Profifußballs und zugleich klar am eingetragenen Verein ausgerichtet. Der ideelle Bereich wird gestärkt, während der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb eindeutig den vom Aufsichtsrat bestimmten Vorständen zugeordnet bleibt.