Profis 07.01.2019 — 15:00 Uhr

Winterpause mit zwei Schwerpunkten

Zwei Bereiche haben sich für das 05-Trainerteam aus der Hinrundenanalyse ergeben, an denen in den kommenden Tagen intensiv gearbeitet werden soll

Alexander Hack im Zweikampf mit Levin Öztunali.

Auch Tag zwei im Trainingslager des FSV an der Costa del Sol war von Sonnenschein und milden Temperaturen geprägt. Optimale Wetter- und Platzverhältnisse erleichtern die schweißtreibende Arbeit in Estepona, gilt es doch hier die Grundlagen zu schaffen, um die positive Gesamtentwicklung der vergangenen Monate auch nach der kurzen Winterpause fortzuführen. Insbsondere an zwei Themen wird in diesen Tagen intensiv gearbeitet.

Dass es am Tag nach der Anreise nach Spanien "ans Eingemachte" gehen würde, hatte der Cheftrainer bereits am Sonntag angekündigt und ließ dem am Montagvormittag (hier geht's zur Bildergalerie) Taten folgen. Knapp 90 Minuten arbeiteten die Profis auf dem Trainingsrasen. Im Mittelpunkt: Eine Spielform im elf gegen elf (beide Teams im 4-4-2 Raute) auf verkleinertem Spielfeld. Die an Tag zwei bereits größer werdende Anhängerschaft am Rande des Geschehens bekam so packende Zweikämpfe, feine Spielzüge und jede Menge Torabschlüsse geboten.

"Trainingsziel erreicht"

Und sah nach der Einheit einen zufriedenen Schwarz. "Trainingsziel erreicht", sagte der 40-Jährige gut gelaunt, während die Profis ihre Auslaufrunde drehten. "Wir haben konsequent nach vorne gespielt, aus allen möglichen Situationen Tore erzielt. Aus zweiten Bällen, aus Gegenpressing-Aktionen, aus Umschaltaktionen und auch aus dem Spiel heraus. Im ersten inhaltlichen Training war heute richtig Zug drin, das hat Spaß gemacht." Zwei Schwerpunktthemen haben sich für Schwarz und sein Trainerteam aus der Analyse der Hinrunde ergeben, bei denen Fortschritte angestrebt werden: "Es geht uns um den Zug zum Tor im letzten Drittel, um unser Tiefenspiel sowie das Kettenverhalten bzw. um das Verteidigen nach Quer- und Rückpässen des Gegners", so der Trainer des FSV. "Generell wollen wir im Umschaltverhalten immer wieder das Tempo hochalten und konsequent nach vorne spielen. Hier sehen wir viel Entwicklungspotenzial. Das haben wir in der Hinrunde phasenweise sehr gut gemacht, können es aber noch besser." Tiefenspiel und mutige

Um die im Offensivverhalten gewünschten Inhalte entsprechend ins Training einfließen zu lassen, hatte der Chefcoach am Montag eine Sonderregel in die Spielform eingebaut. Ab einer Linie 24 Meter vor dem Tor waren, ähnlich wie beim Rugby, keine Rückpässe mehr erlaubt. "Dort wollen wir Lösungsmöglichkeiten finden, wollen aus dem Mittelfeld nachrücken und Pässe in den Strafraum spielen", erläuterte Schwarz. Gleichzeitig, so der Trainer, müssen wir lernen, "die Gefahr im Spielaufbau zu erkennen, wenn Gegnerdruck da ist. Dann muss auch mal ein langer Ball her, was bedeutet, dass wir eine gute Positionierung für die zweiten Bälle benötigen. Auch das ist ein Mittel, weil wir vorne Stürmer haben, die die Bälle halten können."

Die Tatsache, dass der Konkurrenzkampf im Winter neu entflammt ist, dürfte dem Bestreben, die eigenen Spielprinzipien weiterzuentwickeln und die Abläufe zu optimieren, zusätzlich Rückenwind verleihen. Am Montag absolvierte Phillipp Mwene nach langer Pause erstmals wieder ein komplettes Mannschaftstraining. Zudem wollen beispielsweise auch Ridle Baku, Alexander Hack oder Niko Bungert, die in der Vorrunde lange verletzt gefehlt hatten, um ihren Platz im Team kämpfen. Gleiches gilt für den wieder gänzlich genehsenen Gerrit Holtmann, der am ersten Spieltag gegen Stuttgart in der Startelf gestanden hatte, danach verletzungsbedingt aber nicht mehr zum Einsatz gekommen war.

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