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27.10.2026 - 10:00 Uhr

Ein Wiedersehen mit Vorgeschichte: der VfL Bochum im Check

05ER wollen nach drei Jahren wieder ins Achtelfinale des DFB-Pokals einziehen

Pokalabend an der Castroper Straße: Die zweite Runde im DFB-Pokal steht am Dienstagabend (18 Uhr, live auf Sky, RTL+ & 05ER.fm) auf dem Programm – Gegner ist der VfL Bochum. Die 05ER wollen die 2:3-Niederlage gegen Bremen vom vergangenen Wochenende so schnell wie möglich vergessen machen und erfolgreich in die erste Englische Woche der Saison starten. Gut 2.500 Anhänger werden den FSV unterstützen, um gemeinsam den Einzug ins Achtelfinale perfekt zu machen. 

Wir blicken auf den kommenden Gegner und die verschiedenen Vorzeichen in einem Duell, das in der Vergangenheit schon für das ein oder andere Spektakel gesorgt hat.

Die Lage in Bochum

Nach neun Spieltagen rangiert der VfL Bochum mit acht Punkten auf Tabellenplatz 14 der zweiten Bundesliga – punktgleich mit dem Tabellenletzten aus Darmstadt. Kein optimaler Start für den Klub aus dem Revier. Ähnlich erging es dem VfL bereits vergangene Saison, als man nach acht Spieltagen mit drei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz stand. Uwe Rösler übernahm fortan das Ruder als Cheftrainer und führte die Mannschaft ins gesicherte Mittelfeld. Auch in der laufenden Saison ist noch nichts verloren, denn St. Pauli auf Platz sieben und den Tabellenletzten SV Darmstadt 98 trennen gerade einmal vier Punkte. 

Ein weiterer Beweis für die Leistungsdichte innerhalb der Liga: Am vergangenen Spieltag trotzten die Bochumer dem VfL Wolfsburg ein hochverdientes 1:1-Unentschieden ab und stellten ihre Qualitäten unmittelbar unter Beweis. Es war jedoch erst der zweite Punktgewinn vor heimischen Publikum - kein anderer Zweitligist ist zuhause schwächer. Ganz anders sieht es auswärts aus: Alle drei Saisonsiege feierte das Team in der Fremde, unter anderem das 2:1 im DFB-Pokal bei der Spvgg. Greuther Fürth - das kommt dem ein oder anderen 05ER bekannt vor.

Es läuft noch nicht so richtig für die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Rösler (Foto: IMAGO/ Sven Simon).

Die Mannschaft

Vom Kader der Vorsaison blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Allein 15 externe Neuzugänge verzeichnete der VfL im Sommer-Transferfenster. Zudem wurden vier Eigengewächse in den Profibereich hochgezogen. Dieser Umbruch spiegelt sich jedoch nicht ganz in der Startaufstellung wider, denn Rösler vertraut weiterhin auf die Verbliebenen der vergangenen Saison und rotiert punktuell auf verschiedenen Positionen.

Die erfahrene Achse in der Mannschaft bilden Kapitän Timo Horn im Tor, Maximilian Wittek auf der linken Verteidigerposition, Ex-05ER Gerrit Holtmann auf der Außenbahn und der absolute Zielspieler im Sturmzentrum Philipp Hofmann. In der Abwehrreihe tummeln sich viele neue Gesichter: Karol Mets, Sean Kleiber und Michael Steinwender sollen den Laden hinten dicht halten. Im Zentrum setzt Rösler auf die jungen Mats Pannewig und Tom Meyer, einer von drei Aufrückern aus der eigenen U19. In der Offensive sollen es neben Hofmann und Koji Miyoshi die beiden Neuzugänge Christian Rasmussen und Berkan Taz, der vergangenes Jahr 38 Scorer für den SV Verl sammeln konnte, richten.

An diese Leistungen konnte der 27-jährige Deutsch-Türke jedoch noch nicht anknüpfen – wie die gesamte Offensivabteilung des VfL. Mit sechs geschossenen Toren stellt die Rösler-Elf die schlechteste Angriffsreihe der Liga. Umso besser läuft es defensiv: Die neu zusammengestellte Abwehrreihe scheint auf Anhieb ihren Rhythmus gefunden zu haben und ließ wettbewerbsübergreifend nie mehr als zwei Gegentore zu.

Die letzten Begegnungen

Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften besiegelte der FSV mit einem 4:1-Erfolg den siebten Bundesliga-Abstieg des VfL. Nadiem Amiri, Phillipp Mwene und Jonny Burkhardt ebneten den Weg zum Auswärtssieg, ehe Paul Nebel kurz vor Schluss den vierten Treffer nachlegte. Mit diesem Sieg verdrängten die 05ER RB Leipzig von Platz sechs und sicherten sich am folgenden Spieltag das Ticket zur Conference League. Insgesamt treffen die Rheinhessen gerne auf die Bochumer und haben in 24 Aufeinandertreffen mit 14 Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen eine durchaus positive Bilanz vorzuweisen.

Im Pokal sieht die Sache ein wenig anders aus: Zwei Mal trafen die beiden Mannschaften in diesem Wettbewerb aufeinander – nach beiden Spielen war die Pokalreise für den FSV beendet. In der Saison 2020/21 lagen die Rheinhessen lange auf Siegerkurs, ehe der VfL in der Nachspielzeit ausglich und letztendlich in einem denkwürdigen Elfmeterschießen das Aus des FSV besiegelte. Ein Jahr später standen sich beide Teams im Achtelfinale gegenüber: Wieder zog der FSV den Kürzeren - am Ende stand ein 1:3-Niederlage auf der Anzeigetafel. Generell ist der DFB-Pokal ein hartes Pflaster für die Rheinhessen: Drei Jahre in Folge war in der 2. Runde Schluss, zudem wartet man seit acht Jahren auf ein Viertelfinalspiel – Zeit, dass sich das ändert!

Die Schiedsrichter

Michael Bacher (SR), Nico Fuchs und Martin Thomsen (SR-A), Günter Perl (VAR), Mike Pickel (VAR-A)