U23 16.10.2020 — 15:30 Uhr

U23: "In einem Derby reichen nur 100 Prozent"

05ER spielen am Samstag im Stadtduell beim TSV Schott Mainz

Voller Einsatz, wie hier von Cyrill Akono beim Heimsieg gegen den VfB Stuttgart, ist im Derby gefragt.

Es wird die kürzeste Anreise der Saison an diesem Samstag, wenn die U23 um 14 Uhr beim TSV Schott Mainz auf dem Kunstrasen der Mombacher Bezirkssportanlage antritt. Das Stadtderby elektrisiert nicht nur die Gastgeber, auch die 05ER sind heiß auf die Partie, vor der U23-Chefcoach Bartosch Gaul betont: "In einem Derby reichen nur 100 Prozent, alles darunter in der Regel nicht. Es geht um bestimmte Basiswerte, die es auf den Platz zu bringen und zu leben gilt."

Zuschauer werden das Spiel der zwei größten Mainzer Vereine aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen der Stadtverwaltung leider nicht vor Ort verfolgen können. Der TSV Schott Mainz bietet jedoch auf seiner Facebook-Seite einen Livestream an. "Natürlich macht es die Atmosphäre besonders und schöner, wenn Zuschauer dabei sind, aber auch unter den gegebenen Bedingungen müssen wir das Spiel voll annehmen", sagt Gaul.

Nicht nur aufgrund der geografischen Nähe zwischen dem Bruchweg und dem Vereinszentrum des TSV Schott hat die Partie eine spezielle Note. Zwischen beiden Teams gibt es auch jede Menge persönliche Verbindungen. Schott-Trainer Sascha Meeth war mehrere Jahre Trainer im NLZ der 05ER, 16 seiner Spieler haben ebenfalls eine Vergangenheit am Bruchweg. Zur neuen Saison wechselten Tolga Demirbas und Nils Lihsek von der U23 zu Schott. 05-Coach Gaul hat in der Gegneranalyse erkannt, dass auch viele der 05-Prinzipien beim Gegner verankert sind. "Ein starker Kollektivgedanke zeichnet sie aus, sie legen viel Wert auf gemeinsame Defensivarbeit und haben im vorderen Bereich sehr gute Umschaltspieler. Über diese Situationen sind sie brandgefährlich und machen viele Tore. Individuell sind sie dazu auch mit guten Fußballern bestückt", schätzt er den lokalen Konkurrenten.

Bilder aus der Trainingswoche

Untergrund zum eigenen Vorteil nutzen

Kein Thema im Spiel soll der Kunstrasenbelag sein, auf dem der TSV Schott seine bisherigen drei Heimspiele allesamt und in überzeugender Manier gewinnen konnte. "Professionelles Verhalten und Bodenständigkeit sind mir sehr wichtig, deshalb sollte der Untergrund keine großartige Rolle spielen", sagt Gaul, der mit seinem Team dennoch zur Gewöhnung mehrere Einheiten auf den eigenen Kunstrasenplätzen am Bruchweg abhielt.

"Wir haben keine Angst davor, aber Respekt vor der Heimstärke, die sie haben. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass kein Ball verspringen wird. Dementsprechend erwarte ich, dass wir die Ballsicherheit, die wir in den letzten beiden Spielen wieder an den Tag gelegt haben, dort noch mehr zu unseren Gunsten nutzen können", sagt der U23-Chefcoach, der bei seinen Jungs in der Woche keinerlei Motivationsmängel feststellen konnte. Im Gegenteil: "Ich kann immer wieder sagen, dass die Jungs charakterlich einwandfrei sind, jedes Spiel annehmen und gewinnen wollen", so Gaul, der bis auf die verletzten Laurin Stich und Simon Brandstetter auch personell aus dem Vollen schöpfen kann am Samstag.

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