U19 23.08.2026 - 14:20 Uhr
U19 feiert ersten Dreier
05ER dominieren Wehen Wiesbaden, hadern aber trotz des klaren Kantersiegs mit der Chancenverwertung

Im dritten Ligaspiel ist der U19 des 1. FSV Mainz 05 am Sonntagmittag nach zuvor zwei Remis der erste Dreier gelungen. Gegen die Nachbarn aus Wehen Wiesbaden setzten sich die 05ER dabei hochverdient mit 5:1 (3:0) durch. Die Mainzer Treffer markierten dabei Luca Hampel, Philipp Schreiber sowie Fynn Hillbrunner, den Gästen waren zudem zwei Eigentore unterlaufen, die die das Team von Jan Kirchhoff erzwungen hatte.
Der Cheftrainer sagte nach dem Abpfiff: "Ich finde, wir haben über fast 90 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht - das heißt in fast allen Phasen überzeugen können. Es war eine gute Leistung, womit wir alles aus den letzten drei Wochen zusammengepackt haben. Ich hatte das Gefühl, dass wir Wehen Wiesbaden mit unserer Zweikampfhärte überpowern konnten, das sind Basisdinge, die es braucht. Wir waren flexibel in unserem Spiel und hatten viel Torchancen. Nach der Pause war Wehen auch mal aktiver, das haben wir aber akzptiert und angenommen. Ein bisschen der Makel ist heute, dass wir am Ende zu fahrlässig wurde. Unser Anspruch ist ein anderer, wir müssen über 90 Minuten konsequent bleiben. Das ist ein Entwicklungsschritt, den wir gehen werden", so Kirchhoff.
FSV arbeitet sich in die Partie
Eine unterhaltsame Partie ohne viel Abtasten entwickelte sich schon in den ersten Minuten. Die Gäste hatten dabei sogar die erste Gelegenheit, als Wassim Charrad aus 18 Metern knapp am linken Pfosten vorbeizielte (11. Spielminute). Fünf Minuten später dann der erste ernstzunehmende Abschluss der aktiveren Mainzer, die aber anfangs Geduld brauchten, um Lücken in der Defensive der Gäste aufzutun. Fabio da Silva Santos setzte nach 16 Minuten entschlossen nach, sein Volley von der Strafraumgrenze landete allerdings über dem Querbalken. Danach dauerte es dann aber keine 60 Sekunden mehr, bis der FSV erstmals jubeln durfte. Der ganz starke Schreiber tankte sich links bis zur Grundlinie durch, legte zurück auf Hampel, der vom Elfmeterpunkt trocken ins linke Eck vollendete (17.). Die Gäste waren immer wieder bemüht, hoch zu pressen und eigene Nadelstiche zu setzen und kamen so nach 23 Minuten zu einer aussichtsreichen Freistoßsituation aus 20 Metern: Der Ball wurde von der Mauer zur Ecke geklärt und im Anschluss an diese konterte der FSV, über Yanns Klein landete das Leder bei Schreiber, dessen Versuch das Gehäuse jedoch verfehlte (23.). Die Mainzer Dominanz nahm in dieser Phase immer mehr zu und sollte sich wenig später auch im Ergebnis ausdrücken: Denn vier Minuten später sollten die 05ER mit ihrem nächsten, richtig schön herausgespielten Angriff erhöhen: Die Gastgeber kombinierten sich unter Druck aus der eigenen Hälfte bis ins letzte Drittel, Schreiber brachte den Ball scharf vors Tor, wo der Klärungsversuch Janik Müllers misslang, dem ein Eigentor zur 2:0-Führung aus Sicht des FSV unterlief. Danach tat sich bis kurz vor der Pause nicht viel, bis Schreiber wieder mal auf links an den Ball kam, diesmal aber ins Zentrum zog, sich aus 18 Metern ein Herz nahm und mit aller Entschlossenheit zum 3:0 vollendete - eine auch in der Höhe völlig verdiente Pausenführung.
Klare Verhältnisse & Chancenwucher
Kurz nach Wiederbeginn leistete sich der FSV im Mittelfeld einen Ballverlust, der beinahe den Anschlusstreffer zur Folge gehabt hätte. Der Verusch von Charrad strich dabei aber haarscharf am linken Pfosten vorbei (47.). Statt 3:1 hieß es dafür wenig später bereits 4:0. Eine Hampel-Ecke hatte der Wiesbadener Hueseyin Deveci am kurzen Pfosten mit dem Kopf unhaltbar ins Tor verlängert (49). Drei Minuten später bot sich die Riesenchance, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben, doch Klein setzte den Ball nach Hereingabe Hampels aus fünf Metern übers Tor (52.). Die Gäste waren nun geschlagen und offensiv nur noch sporadisch nach Standards gefährlich. Ganz anders die Mainzer, die nimmersatt wirkten und weiter nach vorne spielten. Nach einer guten Stunde sammelte Hampel seinen nächsten Assist ein, nachdem er Hillbrunner halbrechts im Strafraum freigespielt hatte, der humorlos abzog und zum 5:0 ins lange Eck traf (66.).
Danach überboten sich die Gastgeber teilweise im vergeben bester Chancen. In Minute 79 tankte sich Schreiber mal wieder über links durch, setzte den Ball aber ebenso an den Pfosten, wie in Minute 89 zunächst der eingewewechselte Marvin Asante und dann Hillbrunner im Nachsetzen. Asante hatte bereits zwei Minuten davor die Gelegenheit gehabt, sich in die Torjägerliste einzutragen, den Ball in dieser Szene aber knapp am Tor vorbei geschoben (87.). Besonders ärgerlich waren die liegengelassen Chancen, weil die in der Schlussphase nach einer Roten Karte dezimierten Gäste sogar noch zum Ehrentreffer gekommen waren. Zwar war das klare 5:1 am Ende hochverdient, die Rheinhessen hatten es aber versäumt, an diesem Sonntag noch viel mehr für ihr Torverhältnis zu tun.
Das Kirchhoff-Team hat nach seinem ersten Saisonsieg nun fünf Zähler aus drei Partien auf dem Konto. Weiter geht es am 06. September (11 Uhr) bei Fortuna Köln.
FSV - SVWW 5:1 (3:0)
FSV: Posch - Hillbrunner, Jarrett (46. Pafla), Wombacher, Köppel, da Silva Santos (60. Kersten), Hampel (68. Tedla), Osei (60. Polzin), Klein, Debrah (68. Baldwin), Schreiber (79. Asante)
Tore: 1:0 Hampel (17.), 2:0 Müller (27., Eigentor), 3:0 Schreiber (41.), 4:0 Deveci (49., Eigentor), 5:0 Hillbrunner (65., Eigentor), 5:1 Heidebrecht (84.)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Oskar Roeck (Dominic Bruyers, Patrice Blettermann)

















