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U19 09.08.2026 - 20:30 Uhr

Ausgleich in der Nachspielzeit: U19 mit Remis gegen Köln

05ER zeigen eine starke Leistung gegen den deutschen Vizemeister und sind dem Sieg nahe

Erzielte die verdiente Führung für den FSV: Jemaine Kusi (zweiter von links.).

Zweites Spiel, zweiter Kraftakt: Die U19 der 05ER lieferte sich im heimischen Bruchwegstadion eine Partie auf Augenhöhe mit dem deutschen Vizemeister 1. FC Köln. Während in der ersten Hälfte noch die Mannschaft um Cheftrainer Jan Kirchhoff das Spiel dominierte, waren es die Kölner, die im zweiten Abschnitt alles auf eine Karte setzten und den Ausgleich erzwangen. Nach 94 umkämpften Minuten stand ein leistungsgerechtes 1:1 auf der Anzeigetafel. Den Führungstreffer durch ein Kölner Eigentor in Hälfte eins konterten die Gäste kurz vor Schluss der Partie in der Nachspielzeit.

Diese Einschätzung teilte auch Jan Kirchhoff nach der Partie: "Natürlich ist es bitter, in der Nachspielzeit den Ausgleich zu kassieren. Trotzdem muss man anerkennen, dass in der zweiten Hälfte Köln klar spielbestimmend war. Wir hatten in der ersten Halbzeit und am Ende die Chancen gehabt, das Spiel für uns zu entscheiden. Da gilt es, konsequenter zu werden. Im Hinblick auf die Entwicklung der Mannschaft hat uns die zweite Hälfte wichtige Erkenntnisse geliefert. Wir müssen lernen zu akzeptieren, dass es auch Phasen gibt, in denen wir mehr Defensivarbeit leisten müssen, und das haben die Jungs heute sehr gut angenommen. Letztendlich hätten wir natürlich als Belohnung die drei Punkte mitgenommen, aber daran gilt es jetzt zu arbeiten, um dann gegen die Top-Gegner auch die Spiele auf unsere Seite zu ziehen."

05ER erzwingen Führung

Kirchhoff nahm im Vergleich zum Pokalspiel gegen Augsburg keine Änderungen vor und schenkte der gleichen Startaufstellung das Vertrauen. Die hochsommerlichen Temperaturen am Bruchweg veränderten keineswegs den Spielplan beider Mannschaften. Ganz im Gegenteil: Beide Angriffsreihen liefen extrem hoch an und hielten das Tempo von Anfang an hoch. Beide Hintermannschaften zeigten sich jedoch unbeeindruckt und lösten sich stets souverän aus den Drucksituationen. Es entwickelte sich ein Spiel, das von vielen Umschaltbewegungen geprägt war, und dementsprechend entstanden auch die Chancen: Das Zentrum wurde immer dichter besetzt, sodass beide Mannschaften ihre Angriffe über die Außenbahnen spielten. Der FC zeigte sich in der Anfangsphase konsequenter und kam zu den ersten gefährlichen Abschlüssen (8., 15.). In der Folge dominierten die 05ER jedoch das Geschehen und kamen immer besser ins Spiel. 

Den Startschuss lieferte Fynn Hillbrunner, dem nur Zentimeter zur Führung fehlten (19.). Philipp Schreiber scheiterte sechs Minuten später an FC-Schlussmann Leonard Reiners (25.). Auch die Trinkpause veränderte nicht viel am Spielfluss, denn keine zehn Minuten später war es wieder Schreiber, der frei vor Reiners zum Kopfball kam, diesen aber nicht präzise genug platzieren konnte. In der 41. Minute brach dann auf kuriose Art und Weise der Bann: Nach einer Hereingabe von Hillbrunner kam Jemaine Kusi noch leicht an den Ball und brachte den Torwart der Gäste in Bedrängnis. Das Leder rutschte dem starken FC-Schlussmann durch die Beine und kullerte über die Linie. Die Kölner drückten in den letzten Minuten der ersten Hälfte auf den schnellen Ausgleich, letztendlich ging es jedoch mit einer verdienten 1:0-Pausenführung für die 05ER in die Kabine.

Defensivleistung auf höchstem Niveau

Jan Kirchhoff veränderte personell nichts an seiner Mannschaft, die zum Anfang der Halbzeit erstmal in der Defensive gefordert war. Der FC nahm den Schwung aus der ersten Halbzeit mit und drückte auf den frühen Ausgleich. Die Geißböcke erarbeiteten sich viele Standardsituationen und kamen immer wieder zu offensiven Pressing-Gelegenheiten. Der FSV hielt jedoch bravourös dagegen, verteidigte im Kollektiv und hatte bei einem gegnerischen Lattenschuss zudem das nötige Glück auf seiner Seite (52.). 

Kirchhoff reagierte in der Folge und brachte Luca Hampel für das Offensivspiel. Dieser Schachzug zeigte direkt Wirkung: Der FSV löste sich von der defensiven Umklammerung und erarbeitete sich wieder Chancen im Offensivdrittel. Philipp Schreiber blieb, wie auch schon in der ersten Halbzeit, Aktivposten Nummer eins, hatte bei seinen Abschlüssen und Flanken jedoch nicht das nötige Glück. Der folgende Hydration-Break kam für die Rheinhessen zur Unzeit: Hatten sich die 05ER gerade noch erfolgreich aus der Druckphase befreit, drückten nach der Trinkpause wieder die Kölner aufs Tempo – und das nun permanent: Der FC zog clevere Fouls und erarbeitete sich Chance um Chance. 05-Torwart Daniel Posch musste immer wieder eingreifen und zeigte seine Präsenz vor allem bei den vielen Flankenbällen, die in den 05-Strafraum segelten. In den Schlussminuten wurde der Druck immens, doch der FSV bekam eine Chance, den Sack zuzumachen: Der eingewechselte Marvin Asante lief nach einer Kopfballverlängerung von Hampel frei auf das Tor zu, konnte den Ball aber nicht im Gehäuse unterbringen (90.). Und so kam es, wie es kommen musste: In der vierten Minute der Nachspielzeit stieg FC-Stürmer nach einer Ecke am höchsten und erzielte mit dem Schlusspfiff den durchaus verdienten Ausgleichstreffer.

Nachbarschaftsduell in Kaiserslautern

Für 05ER geht es am kommenden Sonntag, den 16. August, zum 1. FC Kaiserslautern. Anpfiff der Begegnung ist um 11 Uhr.

1. FSV Mainz 05 - 1. FC Köln 1:1 (1:0)

Mainz 05: Posch - Hillbrunner, Wombacher, Köppel (C), Jarret - M. Schreiber, Da Silva Santos (69. Osei), Hanfland, P. Schreiber - Tedla (60. Hampel), Kusi (75. Asante)

Tore: 1:0 Kusi (41.), 1:1 Eggers (90+3.)

Zuschauer: 225      

Schiedsrichter: Elias Appel (Leon Walther, Noah Netten)

05ER.TV 09.08.2026

Re-Live: Unentschieden der U19 gegen den 1. FC Köln zum Ligaauftakt

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