Profis 30.07.2026 - 19:05 Uhr
Fischer: "Ich fordere viel von den Jungs"
Basics, Abläufe und die schrittweise Heranführung einzelner Spieler stehen im Fokus

Während die Nachwuchsmannschaften der 05ER schon in den Startlöchern stehen und an den kommenden beiden Wochenenden den Pflichtspielbetrieb wieder aufnehmen, läuft das Trainingslager bei den Profis auf Hochtouren. Auf dem Platz ist das spürbar, wie auch das Pensum der Einheiten zeigt - von Belastungssteuerung hält Cheftrainer Urs Fischer in der aktuellen Phase nichts, wie er auf Rückfrage eines Journalisten erklärte. Vielmehr hält er an der altbekannten Intensität und Länge seiner Einheiten fest, wobei das Training am Donnerstagvormittag nach "nur" eineinhalb Stunden beendet war. Im Zentrum dabei stehen klare Kernpunkte: Kompaktheit, Organisation und ein gemeinsames Verständnis für das Verhalten auf dem Rasen in verschiedensten Spielsituationen. Erst wenn dieses Fundament stehe, sei Raum für Kreativität und individuelle Klasse gegeben.
Defensive fordert Offensive
Nach einem kurzen Warm-up standen an Tag vier zahlreiche Spielformen auf dem Programm. Vor allem die intensiven 8-gegen-8 oder 7-gegen-5-Einheiten, verlangten den Profis alles ab - bei stets steigenden Temperaturen im Brixental. Besonders die Defensive wurde gefordert und musste trotz nur kurzer Verschnaufpausen Schwerstarbeit leisten. Die Abwehrreihe löste ihren Anteil jedoch stark und ließ wenig zu. Die Offensivabteilung war währenddessen um Präzision im letzten Drittel bemüht, biss sich am stabilen Abwehrblock jedoch ein ums andere Mal die Zähne aus.
Testspiele als Wegweiser
Die nun am Freitag und Samstag anstehenden Testspiele gegen Shabab Al Ahli und Udinese Calcio (jeweils live auf 05ER.tv) sollen dazu genutzt werden, die trainierten Abläufe auf den Rasen zu bekommen - gleichzeitig aber auch, um die zurückgekehrten WM-Fahrer wieder an das Niveau des Teams heranzuführen: "Bei den Spielen lege ich hohen Wert auf die Basics und gewisse Prinzipien, vor allem bei den Neuen. Phillipp Mwene ist heute wieder dazugestoßen, aber auch für die anderen drei Rückkehrer, die erst seit dem Trainingslager dabei sind. Gewisse Dinge gehen, wenn man sich über zwei Monate nicht sieht, ein bisschen verloren. Das ist normal, diese Mechanismen muss man zuerst wieder einüben", beschreibt Fischer seine Gedanken zu den bevorstehenden Spielen.
Obwohl der Cheftrainer grundsätzlich einverstanden ist mit dem Einsatz seiner Profis, sieht er an verschiedenen Stellen noch Verbesserungsbedarf und greift auch während der Einheit immer wieder ein: "Ich fordere viel von den Jungs, dementsprechend hören sie mich auch und bekommen Feedback. Heute gab es ein paar Punkte, an denen wir dranbleiben müssen. Auf der anderen Seite bekommen sie auch Lob, wenn etwas gelingt." Der Weg aber stimme ihn zuversichtlich, so der Schweizer weiter. Bis zum ersten Pflichtspiel hat die Mannschaft noch gut drei Wochen Zeit. Bis dahin wird im Trainingslager und nach der Rückkehr in die Heimat am kommenden Mittwoch weiter akribisch an den Details gefeilt.

















