Profis 17.10.2021 — 17:00 Uhr

Svensson: "Zieht sich wie ein roter Faden durch unser Spiel"

Nach der Niederlage in Dortmund spricht der Mainzer Cheftrainer über die beiden unterschiedliche Halbzeiten & hofft auf einen Lerneffekt

Vor allem mit dem Mainzer Auftritt in der ersten Halbzeit gegen den BVB war 05-Cheftrainer Bo Svensson nicht einverstanden.

Auch wenn durch den Anschlusstreffer des eingewechselten Jonathan Burkardt drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit noch einmal etwas Spannung aufblitzte – dass die drei Punkte im Bundesliga-Duell zwischen dem BVB und dem FSV am Samstagnachmittag in Dortmund blieben, ging insgesamt in Ordnung. "Glückwunsch, es war natürlich ein verdienter Sieg", gratulierte 05-Chefcoach Bo Svensson den Westfalen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel und zeigte sich vor allem mit dem zu passiven Auftritt seines Teams in Halbzeit eins unzufrieden.

Nach dem Blitztor – nicht einmal drei Minuten waren gespielt – von Marco Reus liefen die 05ER dem BVB in den ersten 45 Minuten zumeist hinterher und schafften es nur selten mal, Entlastungsangriffe zu initiieren. "In der ersten Halbzeit waren wir mit dem 0:1 noch gut bedient", meinte Svensson, der dann eine Leistungssteigerung seines Teams in Durchgang zwei sah: "In der zweiten Halbzeit sind wir sehr gut rausgekommen, waren auch mutiger. Dann ist der Elfmeter gefallen, es stand 2:0 und wurde schwierig", so der Mainzer Cheftrainer, der nur neun Minuten nach Wiederanpfiff den zweiten Dortmunder Treffer durch Erling Haaland mitansehen musste.

Weitere 05-Stimmen

Djanga & Anton nach #BVBM05

Zwei unterschiedliche Halbzeiten

"Wir haben aber nicht aufgegeben und weiter versucht, unsere Chance zu verfolgen. Wir hatten auch ordentliche Chancen, bei denen wir mit etwas Glück den Anschluss früher schaffen", so Svensson. "Insgesamt bin ich nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit, aber es gibt viele positive Dinge in der zweiten Halbzeit."

Sportdirektor Martin Schmidt analysierte nach der Partie in eine ähnliche Richtung: "Ich glaube, dass wir am Anfang mit ein bisschen zu viel Respekt in das Spiel gegangen sind", bilanzierte der Schweizer. "In der zweiten Halbzeit hat man dann gesehen, dass wir mutiger waren, das Spiel etwas ausgeglichener gestalten konnten. Wir haben uns gut gewehrt und in der zweiten Halbzeit eine Steigerung gezeigt, aber ich glaube, hier war heute nichts zu holen."

Markierte 18 Minuten nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer gegen den BVB: 05-Eigengewächs Jonny Burkardt (2.v.l.).

Fehlende Konstanz

Als eines der Hauptprobleme hatte Cheftrainer Svensson einmal mehr die fehlende Konstanz im Mainzer Spiel ausgemacht. "Die Tendenz der vorherigen Spiele hat sich auch heute gezeigt, dass wir nicht das, was wir brauchen, um erfolgreich in der Bundesliga zu spielen, über 90 Minuten auf den Platz bringen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch unser Spiel."

Bereits am kommenden Freitagabend (20.30 Uhr) empfangen die Mainzer in der MEWA ARENA den FC Augsburg – "ein wichtiges Spiel", wie Svensson unterstreicht. Bis dahin müsse man nun versuchen, die richtigen Schlüsse aus dem Spiel in Dortmund ziehen, um sich zu verbessern. "Da gibt es aus der ersten Halbzeit einiges, das wir nicht machen sollten", so der Mainzer Cheftrainer: "Wir versuchen jetzt aus diesem Spiel zu lernen, um dann gegen Augsburg eine bessere, komplettere Leistung auf den Platz zu bringen."

Tickets für das Flutlichtspiel gegen Augsburg gibt es hier.

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