Spielberichte 31.01.2026 - 17:45 Uhr
Silas-Solo sorgt für Entscheidung: 05ER gewinnen in Leipzig
Die Fischer-Elf verdient sich den zweiten Sieg in Folge mit einer starken Mannschaftsleistung

Bundesliga 2025/2026
20. Spieltag
1:0 Conrad Harder Weibel Schandorf (40.)
1:1 Nadiem Amiri (45.+6)
1:2 Silas Katompa Mvumpa (49.)
Anstoss:
31.01.2026 | 15:30 Uhr
Stadion:
Red Bull Arena
Zuschauer:
35487
Aufstellung
RB Leipzig
Aufstellung:
Péter Gulácsi (1), Willi Thomas Orbán (4), El Chadaille Bitshiabu (5), Antonio Eromonsele Nordby Nusa (7), Conrad Harder Weibel Schandorf (11), Nicolas Seiwald (13), Bote Ridle Nzuzi Baku (17), David Raum (22), Xaver Schlager (24), Rômulo José Cardoso da Cruz (40), Yan Diomande (49)
Einwechslungen:
59. Benjamin Paa Kwesi Henrichs für Bote Ridle Nzuzi Baku, 59. Ezechiel Banzuzi für El Chadaille Bitshiabu, 72. Tidiam Diadie Stephan Gomis für Rômulo José Cardoso da Cruz, 86. Saint-Cyr Johan Bakayoko für Nicolas Seiwald
Ersatzbank:
Ezechiel Banzuzi (6), Saint-Cyr Johan Bakayoko (9), Lukas Manuel Klostermann (16), Kosta Nedeljkovic (19), Maarten Vandevoordt (26), Tidiam Diadie Stephan Gomis (27), Andrija Maksimović (33), Max Finkgräfe (35), Benjamin Paa Kwesi Henrichs (39)
Trainer:
Ole Werner
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Daniel Batz (33), Stefan Posch (4), Kaishu Sano (6), Jae-sung Lee (7), Nadiem Amiri (10), Stefan Bell (16), Benedict Hollerbach (17), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Silvan Dominic Widmer (30), Kacper Potulski (48)
Einwechslungen:
14. Silas Katompa Mvumpa für Benedict Hollerbach, 72. Lennard Patrick Maloney für Nadiem Amiri, 82. Paul Nebel für Silas Katompa Mvumpa, 82. Phillipp Mwene für Silvan Dominic Widmer, 82. Nelson Felix Patrick Weiper für Phillip Tietz
Ersatzbank:
Lasse Finn Rieß (1), Phillipp Mwene (2), Paul Nebel (8), Arnaud Dominique Nordin (9), William Bøving Wick (14), Lennard Patrick Maloney (15), Silas Katompa Mvumpa (26), Daniel Gleiber (42), Nelson Felix Patrick Weiper (44)
Trainer:
Urs Fischer
- RB Leipzig
- Péter Gulácsi
- Willi Thomas Orbán
- El Chadaille Bitshiabu
- Antonio Eromonsele Nordby Nusa
- Conrad Harder Weibel Schandorf
- Nicolas Seiwald
- Bote Ridle Nzuzi Baku
- David Raum
- Xaver Schlager
- Rômulo José Cardoso da Cruz
- Yan Diomande
- Ezechiel Banzuzi
- Saint-Cyr Johan Bakayoko
- Lukas Manuel Klostermann
- Kosta Nedeljkovic
- Maarten Vandevoordt
- Tidiam Diadie Stephan Gomis
- Andrija Maksimović
- Max Finkgräfe
- Benjamin Paa Kwesi Henrichs
- 1. FSV Mainz 05
- Daniel Batz
- Stefan Posch
- Kaishu Sano
- Jae-sung Lee
- Nadiem Amiri
- Stefan Bell
- Benedict Hollerbach
- Phillip Tietz
- Danny Vieira da Costa
- Silvan Dominic Widmer
- Kacper Potulski
- Lasse Finn Rieß
- Phillipp Mwene
- Paul Nebel
- Arnaud Dominique Nordin
- William Bøving Wick
- Lennard Patrick Maloney
- Silas Katompa Mvumpa
- Daniel Gleiber
- Nelson Felix Patrick Weiper
Eine mutige, entschlossene Mannschaftsleistung und die Treffer von Nadiem Amiri und Silas haben dem 1. FSV Mainz 05 drei weitere Punkte im Abstiegskampf beschert. Vor allem im ersten Durchgang zeigte der FSV beim 2:1 (1:1)-Auswärtssieg bei RB Leipzig eine starke Leistung und schüttelte auch den Schock der frühen verletzungsbedingten Auswechslung von Benedict Hollerbach ab. Die Leipziger Führung egalisierte Amiri per Strafstoß noch vor dem Halbzeitpfiff, kurz nach Wiederbeginn brachte Silas mit seinem Premierentor im Mainzer Dress die 05ER nach einem sehenswerten Sololauf sogar in Front. Mit Geschick, etwas Glück und jeder Menge Leidenschaft verteidigte der FSV die Führung und nahm drei verdiente Punkte vom Spitzenteam aus Sachsen mit nach Hause. Mit 18 Punkten nach 20 Spieltagen haben die Mainzer ihre Situation im Kampf um den Klassenerhalt weiter verbessert und stehen zwischenzeitlich sogar auf dem 15. Platz.
Ein Meilenstein, zwei Veränderungen
Beim Heimsieg gegen Wolfsburg saß Amiri nach seinem Infekt zunächst noch auf der Bank, in der Leipziger Arena durfte der Mainzer Mittelfeldspieler für Paul Nebel wieder von Beginn an ran. Ebenso wie Kacper Potulski, der in der Defensive den gelbgesperrten Dominik Kohr ersetzte. Ein Mainzer Urgestein, das neben Potulski in der defensiven Dreierkette auflief, erreichte einen bemerkenswerten Meilenstein. Stefan Bell stand zum 300. Mal in der Bundesliga für Mainz 05 auf dem Platz.
Sorge um Hollerbach, Amiri kontert eiskalte Leipziger
"Es geht um Kompaktheit, aber auch gegen Bayern haben wir uns gesagt, dass wir mit dem Ball etwas anfangen müssen. Nur hinterherlaufen wird auf Dauer schwierig", hatte Cheftrainer Urs Fischer im Vorfeld betont, dass man auf das Tempo der Leipziger aufpassen und sich gleichzeitig zutrauen müsse, Fußball zu spielen. Die 05ER ließen den Worten Taten folgen, agierten in der Anfangsphase mutig, liefen offensiv an und zeigten auch im Angriff gute Ansätze. Nach einem feinen Pass von Jae-sung Lee war Hollerbach nach nicht mal fünf Minuten auf dem Weg in Richtung Leipziger Tor, wurde von El-Chadaille Bitshiabu aber im Strafraum beim Abschluss zu Fall gebracht. Zu wenig für einen Strafstoß, wie Schiedsrichter Daniel Schlager befand. Die ersten zehn Minuten machten aus Mainzer Sicht Lust auf mehr. Der positive Eindruck wurde jedoch getrübt. Hollerbach ging bei seiner Ballannahme ohne Fremdeinwirkung zu Boden und musste vom Feld getragen werden. Silas kam für den 05-Angreifer in die Partie (13.), die der FSV auch gegen den Ball bis dato im Griff hatte. Trotz des Verletzungsschocks suchten die Gäste weiterhin den Weg nach vorne. Ein Schussversuch von Kapitän Silvan Widmer wurde noch entscheidend abgefälscht (19.), kurz danach hätte es dann fast geklingelt im Tor von RB. Phillip Tietz setzte eine Flanke von Danny da Costa aus sechs Metern gegen die Laufrichtung von Peter Gulacsi knapp neben den rechten Pfosten (20.).
Die größte Chance der ersten 25 Minuten hatten die Rheinhessen, die RB nur selten in Eins-gegen-Eins-Situationen auf den Flügeln oder in ihr Kombinationsspiel kommen ließen. Die Sachsen versuchten das Tempo etwas zu erhöhen und hatten ihrerseits nach einer Flanke von Antonio Nusa, die Conrad Harder knapp verpasste, und einem ungefährlichen Kopfball Annäherungen an das von Daniel Batz gehütete 05-Tor. Nach einer halben Stunde hatten die Zuschauer in Leipzig noch keine Tore, aber einen starken Auftritt der Gäste gesehen. Die 05ER kreierten nach Ballgewinnen immer wieder gefährliche, überfallartige Angriffe. Bei einem dieser Angriffe verpasste Tietz eine Hereingabe von Silas um Zentimeter (38.). Die 05ER waren nah dran, doch in Führung gingen die Gastgeber nach 39 Minuten. Nusa hatte Da Costa auf der linken Seite mit einem explosiven Antritt stehen lassen, in der Mitte setzte der unbedrängte Harder den Kopfball platziert in die rechte Ecke - 1:0. Die 05ER präsentierten sich als starker Gegner in den ersten 45 Minuten, hatten das Spitzenteam aus Leipzig außer in einer Szene, weitestgehend im Griff und belohnten sich in der Nachspielzeit noch dafür. Nach einem Foul an Tietz ließ Amiri dem RB-Keeper keine Chance (45.+6). Das 1:1 war auch der Pausenstand, den sich die Gäste im ersten Durchgang mehr als verdient hatten.
Sehenswertes Silas-Solo dreht die Partie
Den ersten Schuss verzeichneten im zweiten Durchgang, den beide Teams unverändert angingen, die Leipziger durch Romulo. Der FSV hatte allerdings den Schwung aus den ersten 45 Minuten mitgenommen und ging erstmals in Führung (49.). Und wie: Nach einer Kombination durch die Mitte erreichte der Pass von Tietz auf der linken Außenbahn Silas, der erst einen Gegenspieler aussteigen ließ, dann Fahrt und es im Strafraum gleich mit mehreren Leipziger Verteidigern aufnahm. Auch Gulacsi hatte keine Chance, den Schuss des Kongolesen aus kurzer Distanz abzuwehren. Die Mainzer Führung war sehenswert und verdient. Die 05ER blieben auf dem Gas und störten die Angriffsversuche der Gastgeber früh. Alles konnten die Rheinhessen ob der hohen Qualität auf Seiten der Sachsen aber nicht verhindern und benötigten nach 61 Minuten die Unterstützung des Pfostens, der dafür sorgte, dass Romulo eine Hereingabe von Yan Diamondé aus kurzer Distanz nicht im Tor von Batz unterbringen konnte.
Es war der Startschuss der Leipziger Druckphase, die das hohe Tempo von Nusa und Diamondé immer öfter einsetzten. Potulski bekam gegen Harder, der frei vor Batz aufgetaucht wäre, gerade noch so das Bein an den Ball (71.). Die gefährlichen Situationen rund um den Mainzer Strafraum häuften sich. Fischer reagierte und brachte für die letzten zwanzig Minuten Lennard Maloney für Amiri. RB probierte viel, doch die 05ER zeigten ihre wiedergewonnene Stabilität. Zunächst war Batz gegen Ezechiel Banzuzi auf dem Posten, dann zeigte sich sein Gegenüber Gulacsi gegen Kaishu Sano reaktionsstark (73.). Mit Paul Nebel, Nelson Weiper und Phillipp Mwene kamen für die letzten zehn Minuten für Tietz, Widmer und Torschütze Silas nochmal drei frische Kräfte in die Partie, die der FSV nun im 5-4-1-System bestritt. Leipzig versuchte alles, die Rheinhessen mussten jede Menge Lauf- und Zweikampfarbeit in der eigenen Hälfte verrichten und taten dies mit viel Leidenschaft, Geschick und der nötigen Portion Glück. So, wie in der 88. Minute, als Willi Orban eine unfreiwillige Vorlage von Mwene nicht verwerten konnte. Fünf Minuten Nachspielzeit lagen noch zwischen dem wichtigen Auswärtssieg und dem FSV. Doch auch die wurden schadlos überstanden. Die 05ER konnten die drei Punkte mit ihren mitgereisten Fans lautstark bejubeln.






























































