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Fußball Frauen 10.05.2026 - 17:45 Uhr

05-Frauen gelingt wichtiger Heimsieg gegen Ingolstadt

Der FSV gewinnt 5:0 gegen die Schanzerinnen und hat damit den Aufstieg in der eigenen Hand

Die Mainzerinnen haben den über 1.000 Zuschauern einen rundum gelungenen Sonntagnachmittag beschert.

Mit einem 5:0-Torfest entzückten die Mainzerinnen am Bruchweg gut 1.000 Fans, die an diesem Sonntagnachmittag alles geboten bekamen. Zwei Doppelpacks und einen Traumschlenzer später – Chiara Bouziane (15. und 64.), Nadine Anstatt (45+4. und 71.), Vital Kats (41.) - änderte sich die Tabellensituation in der 2. Frauen-Bundesliga. Mit drei Punkten in der Tasche und einem Remis des direkten Konkurrenten SC Sand rückte der FSV auf den zweiten Platz der Tabelle – einen direkten Aufstiegsplatz. Beim Tabellenletzten aus Warbeyen hat der FSV am kommenden Wochenende einen Matchball um den Aufstieg in der eigenen Hand.

Mainzerinnen befinden sich in einer guten Situation

"Ich habe es schon vor dem Spiel gesagt: Wir müssen gewinnen. Dieses 'müssen' ist immer unangenehm. Trotzdem wollten wir befreit spielen und das haben wir geschafft. Jetzt haben wir es selbst in der Hand – eine gute Situation. Wir hatten so ein ähnliches Spiel schon einmal gegen Eintracht Frankfurt II mit einer frühen Überzahl und die Probleme habe ich in der ersten Halbzeit noch gesehen. Wir waren in vielen Situation noch zu spät. Das habe ich dann angesprochen und in der zweiten Hälfte war es viel besser. In der nächsten Woche kommt es dann darauf an, dass wir bei unserem Fußball bleiben. Dann können wir jeden schlagen. Es ist wichtig, dass die Mädels die Kontrolle nicht verlieren. Die Qualität haben wir auf jeden Fall“, fasste Cheftrainer Takashi Yamashita nach Abpfiff zusammen. 

Kats, Bouziane und Anstatt mit überragender Leistung

Im Vergleich zum letzten Spieltag beim VfL Wolfsburg II stand Yurina Imai für Emma Junold in der Startelf. Die Mainzerinnen starteten energisch in diese wegweisende Partie vor heimischer Kulisse. Mit hohem Pressing setzten sie ihre Gegnerinnen unter Druck und kamen bereits in den ersten Minuten gefährlich vor das Tor. Nach einem langen Ball von Anna Donner auf Höhe des eigenen Strafraums auf Kats zog Ingolstadts Melissa Kuya Strobel kurz vor dem Sechzehner die Notbremse, sah dafür bereits in der sechsten Minute die Rote Karte und musste vom Platz. Die daraus resultierende aussichtsreiche Freistoßposition übernahm Kats selbst, scheiterte jedoch knapp am Aluminium. Auch der Abpraller konnte nicht verwertet werden (9.). Mit einer Spielerin weniger taten sich die Gäste zunehmend schwer gegen die dominanten Gastgeberinnen, die das Spielgeschehen nun immer stärker kontrollierten. 

Die frühe Überzahl machte sich wenig später auch auf der Anzeigetafel bemerkbar und in der 15. Minute belohnte sich der FSV mit der verdienten Führung. Bouziane traf dabei auf kuriose Weise: Nahe der Grundlinie schnitt sie den Ball so an, dass dieser in hohem Bogen im Tor landete. Auch in der Folge blieben die Rheinhessinnen die spielbestimmende Mannschaft. Mit viel Ballbesitz kombinierten sie sich durch ihre defensiv aufgestellten Gegnerinnen. Besonders Kats sorgte immer wieder für Gefahr. Zunächst setzte sie nach einem Ball über die gegnerische Abwehrkette von Donner die Kugel mit dem Knie knapp links am Tor vorbei (34.), wenig später scheiterte sie mit einem Kopfball noch an Torhüterin Anna-Lena Daum.

In der 41. Minute war die Gäste-Keeperin dann allerdings machtlos. Nach einer kurzen Ablage von Anstatt zog Kats aus rund 20 Metern ab und platzierte den Ball sehenswert im Winkel zum 2:0. Die Mainzerinnen hielten den Druck auch danach weiter hoch und legten kurz vor dem Halbzeitpfiff noch einen weiteren Treffer nach. Kara Bathmann gewann den Ball im Halbfeld und leitete direkt weiter auf Kats, die den Ball hoch in den Strafraum brachte. Dort vollendete Anstatt per Volley zum 3:0 und ließ die Menge toben (45 +4.). Mit der deutlichen Führung im Rücken ging es für die Rheinhessinnen in die Halbzeitpause.

Mainzerinnen werden mit HUMBA gefeiert

Auch nach dem Seitenwechsel knüpfte der FSV nahtlos an die dominante erste Halbzeit an. Vor allem nach Standardsituationen sorgten die Mainzerinnen immer wieder für Gefahr und drängten früh auf den nächsten Treffer. Innerhalb weniger Minuten musste sich Keeperin Daum gleich mehrfach auszeichnen: Zunächst parierte sie einen Kopfball von Suguri Hashitani, kurz darauf entschärfte sie einen satten Nachschuss von Akari Kurishima. Wenig später köpfte Johanna Berg den Ball zudem an die Latte. Trotz der klaren Führung blieben die Gastgeberinnen offensiv präsent und ließen den Gästen kaum Luft zum Durchatmen. In der 57. Minute kam Bouziane im Strafraum erneut zum Abschluss, doch Daum reagierte stark und verhinderte zunächst den nächsten Gegentreffer. Nur wenige Minuten später war sie jedoch erneut geschlagen: Bouziane setzte sich im Dribbling gegen mehrere Gegenspielerinnen durch und platzierte den Ball im Strafraum unhaltbar zum 4:0 ins Netz (64.).

Damit war das Torfestival der Mainzerinnen allerdings noch nicht beendet. Nach einem Eckball von Kats brachte Anstatt den Ball abgefälscht auf das Tor und erhöhte weiter auf 5:0. Auch in der Schlussphase blieben die Gastgeberinnen die klar spielbestimmende Mannschaft und kamen weiterhin zu Möglichkeiten. Kurz vor Schluss verzog Anstatt nach einer Volleyabnahme knapp rechts, ehe sie in der Nachspielzeit zusätzlich am Pfosten scheiterte. Noch während der laufenden Spielzeit wurde am Bruchweg gejubelt: Der SC Sand, direkter Konkurrent des FSV, erspielte gegen SG Andernach nur einen Punkt und somit rückten die Mainzerinnen in der Tabelle auf Platz zwei – einen direkten Aufstiegsplatz. Wohl verdient ließen sie sich nach Abpfiff mit einem HUMBA vor den begeisterten Fans feiern. 

Mainz 05 -  FC Ingolstadt 5:0 (3:0)

M05: Matsumoto – Bathmann (80. Sterrer), Kurishima (80. Michelchen), Berg, Bouziane (75. Loeber), Imai, Donner (66. Junold), Hashitani, Anstatt, Kats, Pageler (80. Schmahl)

Tore: 1:0 (15. Bouziane), 2:0 (41. Kats), 3:0 (45 +4. Anstatt), 4:0 (64. Bouziane), 5:0 (71. Anstatt)

Bes. Ereignisse: Rote Karte für Melissa Kuya Strobel (6.)

Schiedsrichter: Anke Hölscher (Julia Franziska Lühring, Lina Schlender)

Zuschauer: 1.059