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Spielberichte 10.05.2026 - 21:40 Uhr

Bundesliga 2025/2026

33. Spieltag

1 : 3 1. FC Union Berlin - logo

Halbzeit 0 : 1

1. FSV Mainz 05 1. FC Union Berlin
Tore

0:1 A. Ilić (38.)

1:1 S. Becker (48.)

1:2 O. Burke (88.)

1:3 J. Juranović (91.)

Spielinfo

Anstoss:

10.05.2026 | 19:30 Uhr

Stadion:

MEWA ARENA

Zuschauer:

0

Aufstellung
R. Zentner 27
P. Mwene 2
S. Posch 4
K. Sano 6
P. Nebel 8
N. Amiri 10
A. Caci 19
P. Tietz 20
D. da Costa 21
S. Becker 23
D. Kohr 31
C. Klaus 25
Diogo Leite 4
D. Doekhi 5
A. Kemlein 6
O. Burke 7
R. Khedira 8
L. Burcu 9
I. Ansah 10
T. Rothe 15
A. Ilić 23
C. Trimmel 28
1. FSV Mainz 05

Aufstellung:
Robin Zentner (27), Phillipp Mwene (2), Stefan Posch (4), Kaishu Sano (6), Paul Nebel (8), Nadiem Amiri (10), Anthony Caci (19), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Sheraldo Rudi Salomo Willem Becker (23), Dominik Kohr (31)
Einwechslungen:
16 K. Potulski für D. da Costa, 70 N. Veratschnig für A. Caci, 70 Lee Jae-Sung für P. Nebel, 81 N. Weiper für P. Tietz, 81 A. Sieb für S. Becker
Ersatzbank:
Jae-Sung Lee (7), Armindo Sieb (11), Lennard Patrick Maloney (15), Nikolas Konrad Veratschnig (22), Sota Kawasaki (24), Silvan Dominic Widmer (30), Daniel Batz (33), Nelson Felix Patrick Weiper (44), Kacper Potulski (48)
Trainer:
Urs Fischer

1. FC Union Berlin

Aufstellung:
Carl Friedrich Georg Klaus (25), Diogo Filipe Monteiro Pinto Leite (4), Danilho Raimundo Doekhi (5), Aljoscha Kemlein (6), Oliver Jasen Burke (7), Rani Khedira (8), Livan Baha Burcu (9), Ilyas Ansah (10), Tom Alexander Rothe (15), Andrej Ilić (23), Christopher Trimmel (28)
Einwechslungen:
59 Jeong Woo-Yeong für L. Burcu, 60 A. Schäfer für I. Ansah, 60 D. Köhn für T. Rothe, 81 J. Juranović für C. Trimmel, 88 T. Skarke für O. Burke
Ersatzbank:
Woo-Yeong Jeong (11), András Schäfer (13), Leopold Querfeld (14), Josip Juranović (18), Tim Skarke (21), Alex Král (33), Stanley Pierre Nsoki (34), Derrick Arthur Köhn (39), Tom Heinz Wisbereit (48)
Trainer:
Marie-Louise Eta

Spieldaten
1. FC Union Berlin - logo
1 Tore 3
14 Schüsse 16
388 angekommene Pässe 337
74 Fehlpässe 74
52.9% Ballbesitz 47.1%
66.7% Zweikampfquote 75%
11 Foul / Hand gespielt 10
Spielerdaten
1 Tore 3
14 Torschüsse 16
1 Torvorlagen 3
637 Ballkontakte 596
462 gespielte Pässe 411
388 angekommene Pässe 337
74 Fehlpässe 74
84.0% Passquote 82.0%
66.7% Zweikampfquote 75%
11 Foul / Hand gespielt 10
9 Gefoult worden 11
2 Abseits 0
Alle Daten zum Spiel

Späte Nackenschläge: FSV unterliegt Union

05ER drehen nach der Pause auf, verpassen im letzten Heimspiel aber drei Zähler

Eine äußerst bittere Heimniederlage musste der 1. FSV Mainz 05 zum Abschluss des 33. Bundesliga-Spieltags gegen Union Berlin hinnehmen. Zwar hatten die Rheinhessen beim 1:3 (0:1) vor der Pause lange gebraucht, um ins Spiel zu finden, nach dem Seitenwechsel aber aufgedreht und mehrfach an einer Führung geschnuppert. Weil der FSV das Tor nur einmal durch Sheraldo Becker traf und ein herrlicher Treffer von Phillip Tietz abseitsbedingt nicht zählte, reichte den in Durchgang eins aktiveren Berlinern nach der Führung durch Andrej Ilic ein kleiner Schlussspurt zu weiteren Treffern durch Oliver Burke und Josip Juranovic. 

Drei Veränderungen hatte das 05-Trainerteam gegenüber dem Erfolg auf St. Pauli vorgenommen. Während Robin Zentner nach einem halben Jahr für Daniel Batz ins Tor zurückkehrte, ersetzten Dominik Kohr und Anthony Caci Kacper Potulksi und Silvan Widmer (beide Bank). 

Mainzer mit Problemen & dem Rückstand

Die Gastgeber taten sich unheimlich schwer, in die Partie zu finden. Mehr vom Spiel hatten über weite Teile des ersten Durchgangs die Berliner, die spielfreudiger und auch aggressiver wirkten. Zudem kamen sie schon in der Anfangsphase zu reihenweise Standards, für deren Gefahr Union seit jeher bekannt ist. In der zehnten Minute reagierte Zentner dann nach einer Ecke erstmals glänzend, als er einen Kopfball von Ilic aus fünf Metern über die Latte lenkte.  Ein erster Weckruf, der am Spielverlauf jedoch zunächst wenig ändern sollte. Es kam für die Mainzer sogar noch schlimmer, denn nach 16 Minuten musste Danny da Costa verletzt passen und wurde durch Potulski ersetzt. 

Erst nach einer guten halben Stunde befreite sich der FSV Schritt für Schritt aus der Berliner Umklammerung und setzte selbst erste Akzente. Becker setzte sich im Strafraum geschickt durch, bediente Potulski, der den Ball aber wohl nicht erwartet hatte und letztlich nicht sauber kontrollieren konnte - bitter, weil der Abwehrspieler völlig blank war vor dem Union-Tor (33.). Auf den ersten 05-Nadelstich sollte das 0:1 folgen, für die ein Eckball Ausgangspunkt war. Christopher Trimmel spielte kurz auf Aljoscha Kemlein, dessen für Zentner ganz unangenehme Hereingabe Ilic ins Netz wuchtete (38.). Die letzten Minuten sollten dann den Gastgebern gehören, die einem Ausgleich noch zweimal nahe kamen. Zunächst konnte Potulski eine Hereingabe Kaishu Sanos nicht aufs Tor bringen (45.+7). Drei Minute später tankte sich der Japaner selbst durch bis in den Strafraum, schloss scharf ab, scheiterte aber an der Fußabwehr von Carl Klaus (90.+10). Danach rechneten alle im Stadion schon mit dem baldigen Halbzeitpfiff, der aber auf sich warten ließ, so dass Livan Burcu das letzte Wort hatte, der Zentner mit einem Schuss aufs kurze Eck noch einmal zu einer Glanztat zwang (45.+11). 

FSV rennt an & wird spät bestraft

Durchgang zwei begann ganz anders als Hälfte eins. Der unveränderte FSV war voll da und brauchte keine 180 Sekunden, um auszugleichen. Paul Nebel hatte auf rechts viel Zeit und Raum für eine präzise Flanke ins Zentrum, die Becker erreichte, der aus acht Metern per Direktabnahme das 1:1 gegen seinen Ex-Klub besorgte (48.). Es war eine Phase, in der ein Doppelschlag in der Luft lag. Vier MInuten nach dem Tor war es wieder Potulski, der an seinem ersten Bundesliga-Treffer in der MEWA ARENA schnuppern durfte, als nach einem Amiri-Freistoß aus dem Halbfeld völlig blank im Strafraum auftauchte, doch Claus reagierte gegen den Kopfball aus kurzer Distanz glänzend (52.). Extase pur sollte dennoch nicht viel später folgen: Die 05ER hatten Union rund um den eigenen Strafraum eingeschnürt, Kohr letztlich butterweich auf den zweiten Pfosten flankte, wo Tietz artistisch zur vermeintlichen Führung vollendete. So schön dieses Tor gewesen war, so knapp hatte der Angreifer zuvor im Abseits gestanden, so dass es beim Remis blieb. Dem Dauerdruck der ersten 15 Minuten nach Wiederbeginn konnten sich die Berliner danach dann etwas entziehen, machten aber kaum noch was nach vorne.

Nach 69 Minuten reagierte Urs Fischer erstmals und brachte Jae-sung Lee für Nebel sowie Niki Veratschnig für Caci in die Begegnung. Nebel hatte kurz zuvor noch Treffer Nummer zwei auf dem Fuß gehabt, als ein Kopfball nach Becker-Flanke das Gehäuse haarscharf verfehlte. Nebel per Kopf knapp drüber nach Becker-Flanke (70.). Zwar hatten die Mainzer weiter mehr vom Spiel, kamen aber in der Schlussphase nur noch selten zu Abschlüssen. Ganz anders Union, die noch einmal aufdrehen sollten und sich die ihnen bietenden Räume zu nutzen wussten. In der 84. Minute konterten die Berliner über Ilic, der aus 16 Metern noch am Querbalken scheiterte. Besser machte es Burke, der zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit im Zentrum von Ilic bedient wurde, den Ball eigentlich schon vertändelt hatte, letztlich aber doch humorlos die erneute Führung besorgte (88.). In der Nachspielzeit folgte gegen weit aufgerückte Mainzer dann die endgültige Entscheidung. Tim Skarke war auf und davon, umkurvte Zentner und sah den mitgelaufenen Jovanovic, der nur noch einschieben musste. Die Schlussphase hatte den Verlauf der zweiten Halbzeit ein Stück weit auf den Kopf gestellt, aufgrund der ersten Halbzeit war der Berliner Erfolg unter dem Strich aber wohl auch nicht völlig unverdient. 

Trotz der Niederlage belegen die 05ER auch nach 33 Spieltagen Rang zehn und sind am kommenden Samstagnachmittag (15.30 Uhr) beim 1. FC Heidenheim gefordert, für die es im Kampf um den Klassenerhalt noch um alles geht.