Vorberichte 08.04.2026 - 17:00 Uhr
"Das erlebt man nicht alle Tage"
Die Aussagen von Cheftrainer Urs Fischer und Stefan Posch von der Pressekonferenz vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen Straßburg

Das nächste historische Spiel in der MEWA ARENA steht dem 1. FSV Mainz 05 bevor. Erstmals stehen die 05ER in einem europäischen Wettbewerb unter den letzten acht Teams. Im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Conference League ist am Donnerstagabend (21 Uhr, live bei RTL+ und 05ER.fm) der Racing Club de Strasbourg in Mainz zu Gast. "Ein Viertelfinale in der Conference League erlebt man nicht alle Tage. Ich gehe davon aus, dass unsere Fans bereit sein werden. Jetzt gilt es für uns, auch bereit zu sein für die Aufgabe", sagte Cheftrainer Urs Fischer auf der Pressekonferenz am Mittwoch.
Auf die formstarke Elf des Schweizers wartet eine große sportliche Herausforderung. Der Tabellenachte der Ligue 1 hatte sich in der Ligaphase des Wettbewerbs als Tabellenerster durchgesetzt, im Achtelfinale schalteten die Elsässer den kroatischen Vertreter HNK Rijeka aus. "Eine enorme spielerische Qualität" bescheinigt Fischer dem Gegner. Die Rheinhessen werden wieder ihre Qualitäten dagegensetzen, die in den letzten Wochen so gut zum Tragen gekommen sind: "Wir werden alles dafür tun, damit wir in diesem Wettbewerb den nächsten Schritt machen können", sagt auch Abwehrspieler Stefan Posch.
Urs Fischer sprach auf der PK über...
...das Personal und fünf Rückkehrer auf den Trainingsplatz: "Sie (Robin Zentner, Nadiem Amiri, Anthony Caci, Andreas Hanche Olsen, Stefan Bell, Anm. d. Red.) sind auf einem guten Weg zurück, haben gestern schon das Mannschaftstraining aufgenommen und konnten fast alles mitmachen."
...die Unterstützung von den Rängen: "Das gilt nicht nur für das Spiel morgen Abend. Unser zwölfter Mann hat uns in jedem Spiel unterstützt, vom ersten Moment an, als ich hierhergekommen bin. Sie tragen auch einen wesentlichen Teil dazu bei, dass wir es im Moment nicht so schlecht machen, Spiele gewinnen, Punkte holen und uns für das Viertelfinale qualifizieren konnten. Aber morgen ist natürlich ein historisches Spiel für den Klub. Ein Viertelfinale in der Conference League erlebt man nicht alle Tage. Ich gehe davon aus, dass unsere Fans bereit sein werden. Jetzt gilt es für uns, auch bereit zu sein für die Aufgabe."
...den Gegner aus Straßburg: "Es ist eine junge Mannschaft. Aber ich muss sagen, dass sie eine enorme spielerische Qualität haben. Mit Barco haben sie einen erfahrenen Spieler, der im Zentrum lenkt und steuert. Das macht er wirklich gut. Sie haben eine gute Mischung, wenn es um Geschwindigkeit geht, um Spieler, die ihre Qualitäten in direkten Duellen haben. Ihre Spielweise ist geradlinig, sehr direkt zum Tor und mit gutem Umschaltspiel. Aber sie finden auch die Mischung und halten den Ball mal, zocken und locken den Gegner. Wenn sie Raum bekommen, werden wir Mühe haben, dann wird es ein schwieriges Spiel."
...einen möglichen Nachteil, zuerst zuhause zu spielen: "In der letzten Runde in Olmütz haben wir 0:0 gespielt. Also mussten wir das Rückspiel gewinnen. Jetzt haben wir wieder zwei Spiele vor der Brust. Es gilt, eine gute Ausgangslage zu schaffen, am liebsten mit einem Sieg. Aber es gibt auch andere Konstellationen, mit denen wir im Rückspiel etwas wettmachen können. Zuerst auswärts und dann zuhause ist gefühlt einfacher. Aber ob das wirklich so ist, da müsste man sich eine Statistik anschauen."
...über Konkurrenzkampf im Kader: "Dass sich die Jungs unter der Woche immer wieder pushen, ist selbstverständlich. Das gehört dazu und muss so sein. Wer am Schluss auf dem Platz steht für Sheraldo Becker, werden wir morgen sehen. Armindo Sieb und Nelson Weiper sind die beiden Kandidaten. Nelly hat im Rückspiel gegen Olmütz begonnen, Armindo kam rein und hat das entscheidende zweite Tor erzielt. Ich habe die Qual der Wahl und die Wahrscheinlichkeit, dass beide im Verlauf des Spiels Minuten bekommen, ist hoch."
...über die Vorbereitung auf den Gegner: "Wir haben sehr viele Informationen von unserem Gegner, unter anderem aus den zwei Vorbereitungsspielen im Sommer. Da hat man schon die Qualität gesehen. Ich habe gehört, dass das zwei enge Spiele waren mit vielen Möglichkeiten, Tore zu erzielen. Anthony Caci ist schon eine Weile weg, da kann sich ein Klub verändern, da bin ich vorsichtig. Aber es findet ein Austausch statt und man ist froh, wenn man gewissen Insiderinformationen zwischendurch mal bekommt."
...über die Belastungssteuerung: "Die Nationaltrainer haben gut mitgespielt und geschaut, dass die Jungs auf ihre Minuten kommen, aber nicht übertreiben. Die Jungs kamen mit einer gewissen Frische zurück. Es war wichtig, nach 14 Tagen mit dem gesamten Konstrukt wieder in den Rhythmus zu kommen. Das hat man phasenweise in Hoffenheim gemerkt, manche Jungs hatten gewisse Anlaufschwierigkeiten. Trotzdem haben wir ein gutes Spiel gemacht. Für die erste englische Woche sollte Belastungssteuerung kein Thema sein. Aber ausschließen kann ich es nicht."
Stefan Posch äußerte sich...
...über das Gefühl vor dem Viertelfinale: "Ein Viertelfinale spielt man nicht jedes Jahr. Wenn es da nicht knistert, wann dann? Die Mannschaft ist gut drauf, die Jungs fühlen sich alle gut und die Vorfreude ist groß. Wir haben schon im Achtelfinale gesehen, welche Stimmung hier herrscht. Genauso erwarten wir es morgen wieder. Darauf freuen wir uns. Wir haben uns das hart erarbeitet, es war ein langer Weg. Ich habe das Privileg, dass ich mittendrin einsteigen durfte. Die Mannschaft hat es sich verdient, dass ganz Deutschland hoffentlich die Daumen drückt. So werden wir morgen auch ins Spiel gehen."
...über seine Wahrnehmung der Emotionen rund um den FSV: "Ich habe es ehrlicherweise nicht so erwartet und bin sehr positiv überrascht worden. Die Ergebnisse der letzten Wochen spielen natürlich eine Rolle. Aber die Stimmung war schon sehr positiv als ich ankam, im Stadion und außerhalb. Ich glaube, das gibt uns viel Kraft und Rückhalt. Bis jetzt haben wir das auch zurückgezahlt. Morgen ist ein historisches Spiel und wir werden alles dafür tun, damit wir in diesem Wettbewerb den nächsten Schritt machen können."
...über die körperliche Belastung: "Mir ist das recht. Wir nehmen es so an. Wenn man Spiele gewinnt, pusht das eine Mannschaft, wenn man verliert ist es oft schwieriger. Ich glaube, das Problem ist meistens nicht körperlich, man muss sich im Kopf frisch fühlen."


























