Profis 14.10.2021 — 19:00 Uhr

Niakhaté: "Jetzt liegt es wieder an uns"

Der 05-Kapitän äußert sich vor dem Liga-Spiel gegen den BVB zu seiner körperlichen Verfassung, spricht über seine Rolle im Team und erklärt, worauf es gegen Dortmund ankommen wird

Zwei Bundesliga-Spiele musste Moussa Niakhaté aufgrund einer Oberschenkelverletzung, die sich der 25-Jährige beim 2:0-Auswärtssieg in Hoffenheim zugezogen hatte, aussetzen. Im letzten Liga-Spiel gegen den FC Union Berlin gab der Kapitän der 05ER in der Schlussviertelstunde sein Comeback und wurde beim anschließenden Benefizspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern geschont. Aktuell befindet sich der Innenverteidiger auf dem Weg der Besserung, wie er erzählt: "Mir geht es sehr gut, ich bin sehr glücklich, weil wir mit Axel und den Physiotherapeuten sehr hart gearbeitet haben. Gegen Berlin habe ich schon etwas Spielzeit bekommen und fühle mich aktuell sehr gut."

Seit Anfang der Saison ist Niakhaté Spielführer beim FSV – eine Aufgabe, die für den 25-Jährigen mit großer Verantwortung verbunden sei, auch wenn sich an seiner Rolle nicht sonderlich viel geändert hätte: "Ich bleibe der, der ich vorher war, es geht weiter darum, den Mannschaftskameraden zu helfen. Ich mache den Mund auf und werde, wenn es nötig ist, auch mal lauter, um die Mannschaft aufzuwecken. Im Endeffekt bleibt die Rolle die gleiche und ich werde bis zum Saisonende weiterhin alles geben."

"Eine Saison hat immer Höhen & Tiefen"

Die beiden Bundesliga-Spiele gegen den SC Freiburg und Bayer 04 Leverkusen musste Niakhaté von der Tribüne aus verfolgen. Dass die 05ER seit nunmehr drei Spielen sieglos sind, habe nach Ansicht des Kapitäns mehrere Gründe: "Eine Saison ist immer mit Höhen und Tiefen verbunden, wir hatten einen sehr guten Saisonstart mit neun von zwölf möglichen Punkten. Jetzt wissen die anderen Teams, dass wir gut drauf sind und treten vielleicht auch etwas anders gegen uns auf. Dann hat vielleicht auch vorne etwas das Matchglück gefehlt, dass wir gegen Leipzig oder Fürth hatten", so Niakhaté, der betont: "Jetzt liegt es wieder an uns, zu zeigen, wie wir die anderen Teams ärgern können."

Jetzt liegt es wieder an uns, zu zeigen, wie wir die anderen Teams ärgern können

Das wollen die 05ER auch am Samstag (15.30 Uhr, live auf Sky & 05ER.fm) wieder, wenn es im Signal Iduna Park gegen den BVB geht. "Dortmund ist eine sehr gute Mannschaft und hat in der Offensive eine sehr hohe Qualität, wir haben aber in der Vergangenheit schon gezeigt, dass wir gegen Dortmund bestehen können", unterstreicht Niakhaté und ist trotz des personellen Engpasses in der Defensive zuversichtlich. "Es gibt viele andere Spieler im Kader, seien es David oder Hacki, die zuletzt gespielt haben, die das auffangen können - da sehe ich kein Problem. Es liegt einfach an uns, weiter zu arbeiten und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, um es dann gegen Dortmund besser zu machen."

Locker und frei im Kopf gegen den BVB

Wie man in Dortmund bestehen kann, haben die 05ER in den vergangenen beiden Spielzeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. "Die beiden letzten Auswärtsspiele gegen den BVB liefen sehr gut, auch weil wir defensiv sehr gut standen. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns im Kopf frei machen, uns vor dem Spiel locker machen, uns auf unsere Qualitäten besinnen, uns im Spiel unserer Verantwortung gerecht werden und keine Angst haben. Wenn wir das an den Tag legen, sind alle Zutaten gegeben, um vielleicht etwas zu holen."

Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert, um dort vielleicht etwas mitzunehmen

Dass die Partie dieses Mal wieder vor Zuschauern stattfindet, empfindet Niakhaté dabei nicht als Nachteil, sondern vielmehr als zusätzlichen Ansporn: "Ich finde es besser, dass die Fans in Dortmund jetzt wieder im Stadion sind. Deshalb spielen wir alle Fußball. Es wird dann so sein, dass wir unser Spiel durchziehen müssen, auch wenn das ganze Stadion gegen uns ist. Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert, um dort vielleicht etwas mitzunehmen."

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