Profis 12.10.2021 — 10:30 Uhr

Lichtblicke in der Innenverteidigung

Hack zurück aus Quarantäne, Niakhaté soll voll einsteigen - die Personalsituation zu Beginn der Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel beim BVB

Mit Blick auf das Spiel in Dortmund: 05-Cheftrainer Bo Svensson äußert sich zur Mainzer Personalsituation.

Nach dem Benefizspiel zugunsten der Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz gegen den 1. FC Kaiserslautern, bei dem insgesamt acht 05-Profis aufgrund der Länderspielpause nicht mit an Bord waren, hatte Cheftrainer Bo Svensson seinem Team zwei freie Tage gegönnt, am heutigen Dienstagvormittag steht die erste Trainingseinheit der Woche an. Der Fokus liegt nun auf dem kommenden Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr, live auf Sky & 05ER.fm) bei Borussia Dortmund.

Elf Profis und sieben U19-Spieler hatte Svensson mit zum Benefizspiel nach Koblenz genommen. "Die Jungs, die hier waren, haben sich gut gezeigt", unterstrich der 05-Cheftrainer mit Blick auf die Leistung der Nachwuchsspieler nach der Partie und verteilte auch ein Lob an Anderson Lucoqui, der auf ungewohnter Position neben Stefan Bell in der Innenverteidigung agiert hatte. "Wir wollten Aarón heute auf seiner Position spielen lassen und Andy hat seine Sache gut gemacht, finde ich. Er war abgeklärt und überlegen in seinen Zweikämpfen", so Svensson, der schmunzelnd hinzufügte: "Ob es jetzt eine Zukunftslösung ist? Da muss ich aufpassen, was ich sage, denn im Moment haben wir die Tendenz, Innenverteidiger zu verlieren – wir werden sehen."

Gegen den FCK testete Svensson Linksverteidiger Anderson Lucoqui (rechts) auf ungewohnter Position.

Niakhaté in Koblenz geschont, noch keine Entscheidung bei St. Juste

Mit Moussa Niakhaté (Oberschenkelverletzung), Jeremiah St. Juste (Schulterverletzung) und Alexander Hack (Covid-19) fielen zuletzt gleich drei Innenverteidiger aus und sorgten für einen personellen Engpass in der FSV-Defensive. Doch es gibt Lichtblicke: Niakhaté feierte in der Schlussviertelstunde im Spiel gegen Union Berlin sein Comeback und wurde anschließend im Benefizspiel geschont. "Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Wir haben abgewägt, was für Moussa am besten wäre und die Entscheidung getroffen, dass er zuhause bleibt", erklärt Svensson, für den im Vordergrund stand, dass der Franzose in dieser Woche "alles mitmachen kann und richtig fit wird."

Unklarer gestaltet sich die Situation um Abwehrspieler St. Juste, der sich im Spiel gegen Union Berlin eine Schulterverletzung zugezogen hatte und nun gemeinsam mit der medizinischen Abteilung der 05ER über mögliche Behandlungsmöglichkeiten berät. Svensson rechnet im Laufe der Woche mit einer Entscheidung, hofft auf eine baldige Rückkehr des Niederländers, betont aber zugleich: "Es ist eine Verletzung, die nicht so einfach ist."

Fehlt den Mainzern nach seinem Platzverweis gegen Union Berlin: Mittelfeldspieler Dominik Kohr (1.v.l.).

Hack "auf einem guten Stand", Kohr gegen BVB gesperrt

Nach seiner Covid-Erkrankung auf dem Weg der Besserung befindet sich dagegen Hack, dessen Quarantäne am vergangenen Freitag endete. "Jeder verkraftet den Verlauf dieser Krankheit unterschiedlich. Unsere Messungen zeigen, dass er auf einem guten Stand ist, trotzdem ist es nochmal etwas anderes, Fußball zu spielen", so Svensson über den 28-Jährigen, der in den letzten Tagen intensiv arbeitete, "um die Chance zu haben, am Wochenende zur Verfügung zu stehen."

In keinem Fall in Dortmund auf dem Platz stehen, wird Mittelfeldspieler Dominik Kohr, der nach seiner Gelb-Roten Karte im letzten Spiel gegen Union Berlin gesperrt ist. Der Mainzer Chefcoach und sein Trainerteam hätten aber bereits Alternativen im Kopf. "Wir haben gute Spieler in unseren Reihen und den Kader so zusammengestellt, dass wir es kompensieren können, wenn Spieler ausfallen", betont Svensson: "Wir haben Spieler, die hungrig sind und auf ihre Chance warten."

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