U19 07.08.2019 — 11:38 Uhr

"Klopp und Tuchel haben mich geprägt"

Der neue U19-Cheftrainer Benjamin Hoffmann in Teil eins des Interviews über seinen Wechsel nach Mainz, die ersten Eindrücke vom Bruchweg und prägende Trainerpersönlichkeiten

Mit einem neuen Cheftrainer startet unsere U19 am kommenden Wochenende auswärts beim 1. FC Heidenheim in die neue Saison. Benjamin Hoffmann wechselte von Borussia Dortmund, wo er 17 Jahre tätig war und in der vergangenen Spielzeit mit der U19 die Deutsche Meisterschaft gewann, an den Bruchweg.

In Teil eins des Interviews spricht der 39-Jährige über den Wechsel, seine ersten Eindrücke von Mainz 05 und zwei prägende Trainerfiguren beim BVB.

Hallo Benni, du bist seit drei Wochen Trainer unserer U19. Wie ist dein erster Eindruck?

Sehr gut! Ich bin von der Mannschaft, dem Trainerteam und dem Umfeld wunderbar aufgenommen worden und fühle mich bereits pudelwohl. Es macht unheimlich Spaß hier zu arbeiten, auch mit den anderen Kolleginnen und Kollegen im NLZ. Ich habe das Gefühl, dass der Austausch untereinander sehr groß ist. Man hat ja gewisse Erwartungen vorher, ich habe oft von der 05-Familie gehört. Genauso warmherzig bin ich auch empfangen worden.

Du warst 17 Jahre lang sehr erfolgreich als Trainer im NLZ von Borussia Dortmund tätig. Jetzt hast nochmal ein neues Kapitel aufgeschlagen. Was hat dich bewogen und überzeugt den Schritt zu Mainz 05 zu gehen?

Der BVB hatte mir eine tolle Stelle als sportlicher Leiter U12 bis U16 angeboten. Ich habe aber gemerkt, dass ich weiterhin als Trainer auf dem Platz stehen möchte. Administrativ und einen Bereich überschauend kann und möchte ich später noch arbeiten. Als Trainer bin ich aktiv an der Seitenlinie, das möchte ich weiterhin ausleben und den Jungs etwas mitgeben. Die Gespräche mit NLZ-Leiter Volker Kersting waren sehr gut, wir hatten direkt einen Draht zueinander und waren sofort auf einer Wellenlänge.

Man hat ja gewisse Erwartungen vorher, ich habe oft von der 05-Familie gehört. Genauso warmherzig bin ich auch empfangen worden.

Zwischen Borussia Dortmund und Mainz 05 gab und gibt es auch viele Verbindungen.

Ja, alleine, was die Trainer angeht. Ich wurde in meiner Trainerlaufbahn beim BVB von Jürgen Klopp und Thomas Tuchel geprägt. Von den beiden findet man natürlich auch hier vieles wieder. Deshalb war es ein leichtes für mich, zu sagen, wir gehen den Schritt nach Mainz. Ich habe die Unterstützung von meiner Familie, was mir auch sehr wichtig ist. Und dann ging es sehr schnell.

Nicht mal eine Woche…

Der Wechsel lief tatsächlich innerhalb von vier, fünf Tagen ab. Mehrere Gespräche vor Ort, dazu ein paar Telefonate. Aber so muss es auch sein. Dann weiß man, dass man total überzeugt ist von der Sache. Hier habe ich das Gefühl, dass ich auf ein gutes Umfeld treffe. Genau das hat sich bestätigt.

Du hast gerade gesagt, dass Klopp und Tuchel dich als Trainer geprägt haben. Inwiefern hast du dich mit ihnen ausgetauscht?

In Dortmund waren wir Junioren-Trainer, gerade im U17- und U19-Bereich, eng mit den Profis verzahnt. Als U14- und U15-Trainer habe ich meinen Fußballlehrer gemacht und durfte damals bei Jürgen Klopp hospitieren. Ich war eine komplette Sommervorbereitung und Saison dabei und konnte immer wieder reinschauen. Dabei konnte ich auch viele Gespräche mit Jürgen, aber auch Željko Buvač und Peter Krawietz führen.

Ich wurde in meiner Trainerlaufbahn beim BVB von Jürgen Klopp und Thomas Tuchel geprägt. Von den beiden findet man natürlich auch hier vieles wieder.

Wie war es unter Thomas Tuchel?

Mit Thomas war es ähnlich. Damals war ich U19-Trainer und wurde super aufgenommen vom Trainerteam der Profis. Auch da habe ich eine Vorbereitung mitgemacht, durfte immer wieder bei Trainingseinheiten dabei sein und konnte eine Menge mitnehmen - auch als stiller Beobachter, zu sehen, wie er mit den Jungs spricht, was er vermittelt.

Was konntest du konkret von diesen Trainerpersönlichkeiten mitnehmen?

Aus diesen Erfahrungen entwickelt sich natürlich etwas. Was findet man gut? Was kann man mitnehmen? Daraus ist in Dortmund ein bestimmter Fußball entstanden. Wir wollten Ballbesitzfußball mit viel Power spielen und Agieren statt passiv zu sein. Genau das findet man auch in der Mainzer Philosophie wieder: Agieren, bereit sein, Ballbesitz haben, einfach attraktiven Fußball spielen. Das gefällt mir.

Teil zwei des Interviews mit Benjamin Hoffmann folgt morgen.

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