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Fußball Frauen 30.10.2026 - 15:00 Uhr

Stöhr: "Wir sind alle heiß auf das Spiel"

Die Offensivspielerin spricht über die Begegnung mit Werder Bremen im DFB-Pokal, die vergangene Partie in Hoffenheim und die Chance, am Wochenende ein erstes Erfolgserlebnis am Bruchweg zu feiern

Leonie Stöhr während des Ligaspiels gegen Werder Bremen im August.

Der Pokal ruft: Während der normale Ligabetrieb in der Frauen-Bundesliga am kommenden Wochenende eine Pause einlegt, treten die Mainzerinnen im Achtelfinale des DFB-Pokals am Sonntag zuhause im Bruchwegstadion gegen Werder Bremen an (14 Uhr, live bei DFB.TV). Für den FSV ist der SVW kein unbekannter Gegner. Ende August gaben die 05-Frauen gegen den Klub von der Weser ebenfalls am Bruchweg ihren Einstand in der höchsten deutschen Spielklasse, am Ende unterlagen die Rheinhessinnen knapp mit 1:2 (1:2). Die Rot-Weißen haben am Wochenende demnach die Chance auf eine Revanche - bei Offensivspielerin Leonie Stöhr ist die Vorfreude schon jetzt groß: "Wir sind alle heiß auf das Spiel. Nicht nur darauf, die offene Rechnung zu begleichen, sondern auch, das erste Erfolgserlebnis hier am Bruchweg gemeinsam zu feiern. Das würde uns allen sehr gut tun, daher habe ich den Eindruck, dass die Motivation mit Blick auf das Spiel bei allen sehr groß ist." 

"Bin mir sicher, dass am Sonntag etwas für uns drin ist"

Den ersten Spieltag hat die 23-Jährige noch gut in Erinnerung. "Es war unfassbar viel los - für viele Spielerinnen war das komplett neu und aufregend, das hat man auf dem Platz auch ein bisschen gemerkt", so Stöhr, die davon überzeugt ist,  dass der Einzug ins Viertelfinale am Wochenende gelingen kann. "Der Pokal schreibt immer seine eigenen Gesetze und ich bin mir sicher, dass am Sonntag etwas für uns drin ist. Die Hoffnung, dass wir es schaffen können, in die nächste Runde einzuziehen, lebt auf jeden Fall." 

Dass die Mainzerinnen K.o.-Spiele für sich entscheiden können, haben sie bereits Ende September beim FC Ingolstadt bewiesen: Nach zwischenzeitlichem Rückstand konnte der FSV die Partie drehen und sie am Ende doch noch deutlich mit 6:1 (1:1) für sich entscheiden. Der Schlüssel zum Erfolg war damals laut Stöhr vor allem die Einstellung im eigenen Ballbesitz. "Gegen Ingolstadt waren wir mutig, vor allem im Spiel mit dem Ball. Das ist das, was uns in der Liga bislang oftmals gefehlt hat - wir sind teilweise etwas zurückhaltend und zeigen noch nicht ganz, was eigentlich in uns steckt. Anhand von Erfolgserlebnissen wie im Pokal sieht man, dass wir dazu in der Lage sind, unsere Stärken auf dem Platz auszuspielen."

Variabler und erfahrener Gegner

Das ist den Mainzer Frauen am vergangenen Wochenende bei der TSG 1899 Hoffenheim bereits über weite Strecken gelungen. Nach dem Führungstreffer von Vital Kats in der 11. Spielminute fiel gegen Ende der ersten Halbzeit der Ausgleich. Anschließend hatten die Rot-Weißen mehrere gute Gelegenheiten, das Spiel wieder auf ihre Seite zu ziehen, kassierten in der Schlussphase in Unterzahl aufgrund einer Verletzung dann allerdings doch noch zwei Gegentore. "Es war sehr ärgerlich. Wir hatten alle das Gefühl, dass wir dort etwas mitnehmen können - deshalb war die Niederlage eine Enttäuschung für uns", erinnert sich Stöhr mit ein paar Tagen Abstand an das bittere 1:3 bei der TSG, kann dieser Erfahrung aber auch positive Aspekte abgewinnen: "Gerade in der Offensive haben wir über weite Strecken eine gute Leistung gezeigt. Darauf gilt es, jetzt aufzubauen."

Da Werder Bremen in dieser Saison nicht zum ersten Mal am Bruchweg zu Gast ist, weiß die 23-Jährige, was sie und ihre Mannschaft am Wochenende erwartet. "Bremen ist eine sehr variable Mannschaft, was das Spiel mit Ball betrifft. Außerdem sind sie als gestandene Bundesliga-Mannschaft sehr erfahren und wissen, wie sie spielen müssen, um erfolgreich zu sein." Auch die eigenen Ansprüche kann Stöhr klar benennen. "Wir wollen den nächsten Schritt gehen, uns verbessern und kontinuierlich weiterentwickeln - bestenfalls würde das am Wochenende bedeuten, dass wir uns für das Viertelfinale qualifizieren." 

"Nehmen alles mit, was wir können"

Zwar würde ein Sieg im DFB-Pokal die Situation der Mainzer Frauen in der Frauen-Bundesliga nicht direkt verbessern - dennoch könne ein Weiterkommen ins Viertelfinale Auftrieb geben. "Ich glaube, jedes Erfolgserlebnis, das wir gerade feiern können, würde uns einen Schub in die richtige Richtung geben. Daher nehmen wir, unabhängig vom Wettbewerb, alles mit, was wir können." Nicht zu unterschätzen sei bei diesem Vorhaben die Unterstützung von den heimischen Rängen: "Die Fans sind unfassbar wichtig für uns - gerade, wenn man sie hier am Bruchweg so zahlreich im Rücken hat. Sie pushen uns extrem und das kann uns, gerade in der Schlussphase, nochmal einen entscheidenden Impuls geben, um ein Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Daher hoffen wir, dass uns das am Sonntag gelingt."