Profis 31.07.2021 — 20:20 Uhr

Szalai setzt Schlusspunkt - FSV bezwingt Genua

05ER gewinnen bei Generalprobe über 120 Minuten verdient gegen Klub aus der Serie - 3.000 Zuschauer in MEWA ARENA

Leandro Barreiro bereitete den zweiten 05-Treffer gegen Genua mustergültig vor.

 

Generalprobe geglückt: Im 120-minütigen Duell mit Genua CFC hat sich der 1. FSV Mainz 05 am Samstagabend vor rund 3.000 Zuschauern in der MEWA ARENA mit 3:2 (2:1) durchgesetzt und dabei acht Tage vor dem DFB-Pokal-Auftritt bei der SV Elversberg einige gute spielerische Ansätze gezeigt. Exemplarisch die drei Tore der 05ER durch Jonny Burkardt, Jean-Paul Boëtius und Ádám Szalai, denen feine Spielzüge vorausgegangen waren. Für die Gäste hatten Aleksander Buksi und Flavio Bianchi zwei Mal ausgeglichen.

Auch im letzten Testspiel des Sommers hatte Bo Svensson sein Team in einer 5-3-2-Grundordnung ins Rennen geschickt. Vor Robin Zentner im Tor begannnen Stefan Bell, Jeremiah St. Juste und Moussa Niakhaté als Kapitän. Die Außenbahnen besetzten die beiden Neuzugänge Silvan Widmer und Anderson Lucoqui, währen Dominik Kohr, Leandro Barreiro und Boëtius im zentralen Mittelfeld starteten. Davor sollten Jonathan Burkardt und Karim Onisiwo als Doppelspitze Akzente setzen.

Die Fans sind zurück in der MEWA ARENA

Und die 05ER begannen stürmisch: Nach einem von Burkardt initiierten Angriff brachte Widmer das Leder flach und scharf vors Tor, wo Lucoqui abzog, der Ball aber noch vor der Torlinie geklärt werden konnte (4.). Der nächste konsequent vorgetragene Angriff nur vier Minuten später sollte dann aber schon die Führung für den FSV bringen: Diesmal war es Burkardt selbst, der von rechts scharf vors Tor spielte, Genua-Keeper Federico Marchetti agierte unglücklich und lenkte den Ball letztlich selbst über die Linie (8.). Das 1:0 war der verdiente Lohn einer stürmischen Anfangsphase der Gastgeber. Erstmals gefährlich im Strafraum der 05ER wurde es nach einer guten Viertelstunde im Anschluss an einen Freistoß. Am zweiten Pfosten kam in dieser Szene Mattia Destro frei zum Abschluss und zwang Zentner zu einem klasse Reflex (16.). In der Folge kam Genua zunächst besser zurecht mit der aggressiven Herangehensweise der Hausherren und stand defensiv stabiler. Die einzige nennenswerte weitere Gelegenheit der Mainzer hatte Bell, der nach einem Eckball von Boëtius aber zu wenig Druck hinter seinen Kopfball brachte (24.). Und kurz vor der ersten Viertelpause - gespielt wurde über vier Mal 30 Minuten - glich der Klub aus der Serie mit seiner zweiten Chance der Partie aus: Nach einer Flanke von rechts kam Buksa per Kopf an den Ball und ließ Zentner keine Abwehrchance - 1:1 (28.).

Schöner Spielzug zur erneuten Führung

Nachdem sich im Anschluss an den Ausgleich wenig tat, hätte Onisiwo für die erneute Führung sorgen können, als er von rechts in den Strafraum eindrang, etwas zu lang zögerte, zu Fall kam und vergebens auf einen Elfmeter-Pfiff wartete (41.). Der FSV war in dieser Phase wieder das aktivere Team. Und acht Minuten später hieß es dann auch 2:1. Nach einem klasse Spielzug über den rechten Flügel bediente Barreiro Teamkollege Boëtius, der aus zehn Metern trock einschob (49.). Wiederum nur fünf Minuten später hätte Burkardt nachlegen können, steuerte frei aufs Tor zu, wo er aber zu lange überlegte und ihm der Versuch, Onisiwo zu bedienen, schließlich misslang. Das Eigengewächs hätte in dieser Szene selbst den Abschluss suchen müssen (54.). Während Genua sich weiter schwer tat, drückte der FSV aufs Tempo. Nach einem Eckstoß von Boëtius landete ein Kopfball von Onisiwo nur knapp neben dem linken Pfosten (60.).

 

Auch nach der Halbzeitpause ging es zunächst weiter nur in eine Richtung - zwei Versuche aus der zweiten Reihe von Kohr (61.) und Szalai (66.) verfehlten das Ziel jedoch knapp. Die Gäste meldeten sich kurz darauf mit einem Kopfball von Zinho Vanheusden zurück im Spiel, doch das Leder landete im Anschluss an einen Eckstoß auf dem Tornetz (68.). Und Genua sollte erneut zurück ins Spiel finden, wenn auch der Strafstoß in der 77. Minute eine Fehlentscheidung vorausgegangen war - das Foulspiel hatte eindeutig vor dem Strafraum stattgefunden. Bianchi war's egal, er überwand Finn Dahmen vom Punkt. Nur zwei Minuten später durften sich die Italiener nach einer vermeintlichen Schwalbe erneut vom Punkt versuchen, diesmal landete das Leder aber auf der Hintertortribüne (79.). Die 05ER erholten sich schnell und schnupperten in Minute 82 am 3:2. Szalai hatte Aarón per Heber in Szene gesetzt und Stöger wiederum die Hereingabe des Spaniers nur knapp neben den Pfosten. In der 85. Minute versuchte es Edimilson dann mal mit einem Gewaltschuss, der allerding zu zentral geriet (85.).

Die verdiente, dritte Führung des Tages sollte dem FSV dann in der Anfangsphase des vierten Viertels der Partie gelingen - und sie konnte sich in Entstehung und Abschluss sehen lassen! Stöger spielte den Ball perfekt in den Lauf von Szalai, dessen wunderschöner Heber den Weg zum 3:2 ins Tor fand (96.). In der 102. Minute durfte sich dann mal Papela versuchen, scheiterte aber aus 15 Metern am Torhüter. Es sollte die letzte Gelegenheit der Partie gewesen sein, die 05ER bezwangen den Klub aus der Serie A knapp, aber unter dem Strich verdient. Am kommenden Sonntagnachmittag wird es für den FSV dann zunächst bei Regionalligist Elversberg ernst, bevor am 15. August RB Leipzig zum Bundesliga-Auftakt in der MEWA ARENA gastiert.

Mainz 05: Zentner (61. Dahmen, 117. Rieß) - Widmer (77. Brosinski), St. Juste (61. Nemeth), Bell (77. Kilian), Niakhaté (77. Hack), Lucoqui (77. Aarón) - Barreiro (77. Papela), Kohr (77. Edimilson), Boëtius (77. Stöger) - Onisiwo (61. Szalai), Burkardt (61. Nebel, 102. Bobzien)

Tore: 1:0 Burkardt (8.), 1:1 Buksa (28.), 2:1 Boëtius (49.), 2:2 Bianchi (76.), 3:2 Szalai (96.)
Zuschauer: 3.000
Schiedsrichter: Nicolas Winter

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