FOOTBALL CLUB SOCIAL ALLIANCE 17.06.2026 - 14:30 Uhr
FCSA baut Engagement im Norden Ugandas weiter aus
Trotz Ebola-Ausbruchs: 48 Young Coaches genießen Grundausbildung zu Young Coaches
Am 19. Mai 2026 startete in Uganda die neue Young Coach-Ausbildung der Football Club Social Alliance (FCSA). 48 junge Erwachsene, die meisten von ihnen Geflüchtete aus dem Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo, erlernten im ersten Modul die Grundlagen des Kinderfußballs und haben damit den ersten Schritt ihrer mehrmonatigen Ausbildung absolviert. Ziel ist es, Kindern in ihren Communities durch Sport sichere und inklusive Räume zu bieten, in denen sie sich ganzheitlich weiterentwickeln können.
Die neue Ausgabe der Young Coach-Ausbildung in Uganda baut auf den Erfolgen des Vorjahres auf: Ein Großteil der in 2025 ausgebildeten Young Coaches ist weiterhin aktiv und bietet gemeinsam mit ihren Peers regelmäßige Sportaktivitäten für über 4.200 Kinder und Jugendliche an. Trotz ihres unglaublichen Engagements übersteigt der lokale Bedarf aber die vorhandenen Kapazitäten: Von den rund zwei Millionen Geflüchteten im Land sind nämlich über die Hälfte Kinder. Ihre Familien flohen vor den Konflikten im Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo und finden nun dank der liberalen Flüchtlingspolitik Ugandas Schutz im Nachbarland.
Besonders seit den starken Kürzungen an Hilfsgeldern seit Anfang 2025 fehlt es jedoch vielerorts an Programmen, die Kindern Schutz, Stabilität und psychosoziale Unterstützung bieten – sei es in einem strukturierten oder informellen Umfeld. Mit der Ausweitung der Young-Coach-Ausbildung der FCSA auf zwei weitere Flüchtlingssiedlungen, Bidibidi und Lobule, wird genau diesem Bedarf gezielt begegnet.
Erfolgreiche Durchführung des ersten Moduls
Basierend auf diesen Umständen war vom 19.-24. Mai 2026 das erste Modul in Arua geplant, für welches die FCSA-Instruktoren Willy Schmid (FC Basel 1893), Nick Heine (SV Werder Bremen), Peter Hofer (FK Austria Wien) und Greta Meyer (1. FSV Mainz 05) nach Uganda reisten.
Zeitgleich zur Anreise rief die Weltgesundheitsorganisation jedoch einen Gesundheitsnotstand aufgrund eines Ebola-Ausbruchs in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo aus. Unter Einbezug des Gesundheitsministeriums Ugandas sowie lokaler Partner konnte das Modul dennoch mit gezielten Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen erfolgreich durchgeführt werden.
So schulten die FCSA-Instruktoren gemeinsam mit Scort und UNHCR 48 neue Young Coaches in den Grundlagen des Trainer-Daseins. Neben der Vermittlung sportlicher Inhalte stand im ersten Modul insbesondere auch das Thema Kinderschutz im Zentrum. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Rolle der Young Coaches als Vertrauenspersonen für Kinder: In einem Umfeld, in dem bestehende Schutzstrukturen oft überlastet sind, lernen sie, über den Sport Vertrauen aufzubauen und so Risiken frühzeitig zu erkennen und diese zu minimieren. Gleichzeitig werden sie darin geschult, über das Spiel Themen wie Gleichberechtigung, friedliches Zusammenleben oder den Umgang mit Konflikten aufzugreifen. Durch Bildungsspiele verbinden sie Bewegung mit Lernen und schaffen Räume, in denen Kinder nicht nur spielen, sondern auch wichtige Lebenskompetenzen entwickeln können.
In den kommenden Monaten werden die Young Coaches das Gelernte nun mit Kindern in ihren Communities anwenden und ihr Wissen in einem hybriden zweiten Modul vertiefen. Ein drittes und abschließendes Modul in Arua wird die Ausbildung voraussichtlich im August 2026 abrunden.
Die Young Coach-Ausbildung in Uganda wird von den FCSA-Clubs und der Scort Foundation in enger Zusammenarbeit mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk und den lokalen community-based Organisationen "AfriYouth Network“, "Youth Focus on Transforming Communities“ und "Community Engagement for Life Transformation“ durchgeführt.
Greta Meyer, Instruktorin des 1. FSV Mainz 05, sagte rückblickend: "Ich hatte das Gefühl, die Young Coaches konnten sehr viel von uns mitnehmen – aber ich konnte auch sehr vieles von ihnen mitnehmen. Es war zum Beispiel schön zu beobachten, wie viel Spaß die Young Coaches an simplen Übungen hatten, und wie sehr sie in ihre Rolle als Coaches schlüpfen konnten und da dann komplett drin waren. Ich bin nun gespannt, wie sie dies in ihren Communities mit den Kindern in ihren Trainings umsetzen.“
