Spielberichte 07.03.2026 - 17:42 Uhr
Bundesliga 2025/2026
25. Spieltag
1:0 Lee Jae-Sung (39.)
1:1 E. Demirović (76.)
1:2 D. Undav (77.)
2:2 D. da Costa (91.)
Anstoss:
07.03.2026 | 15:30 Uhr
Stadion:
MEWA ARENA
Zuschauer:
33305
Aufstellung
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Daniel Batz (33), Phillipp Mwene (2), Stefan Posch (4), Kaishu Sano (6), Jae-Sung Lee (7), Paul Nebel (8), Phillip Tietz (20), Danny Vieira da Costa (21), Sheraldo Rudi Salomo Willem Becker (23), Silvan Dominic Widmer (30), Dominik Kohr (31)
Einwechslungen:
74 S. Katompa Mvumpa für S. Becker, 85 N. Weiper für S. Widmer, 92 N. Veratschnig für D. da Costa, 92 W. Bøving für P. Nebel, 92 A. Sieb für Lee Jae-Sung
Ersatzbank:
Lasse Finn Rieß (1), Armindo Sieb (11), William Bøving Wick (14), Lennard Patrick Maloney (15), Nikolas Konrad Veratschnig (22), Sota Kawasaki (24), Silas Katompa Mvumpa (26), Nelson Felix Patrick Weiper (44), Kacper Potulski (48)
Trainer:
Urs Fischer
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Alexander Nübel (33), Angelo Stiller (6), Maximilian Mittelstädt (7), Ermedin Demirović (9), Chris Jan Führich (10), Luca Antony Jaquez (14), Atakan Karazor (16), Jamie Leweling (18), Lorenz Assignon (22), Julian Jeffrey Gaston Chabot (24), Deniz Undav (26)
Einwechslungen:
65 N. Nartey für L. Assignon, 75 F. Jeltsch für L. Jaquez, 75 Tiago Tomás für C. Führich, 84 R. Hendriks für M. Mittelstädt, 84 J. Arévalo für D. Undav
Ersatzbank:
Fabian Bredlow (1), Ameen Al Dakhil (2), Ramon Hendriks (3), Tiago Barreiros de Melo Tomás (8), Jeremy Alberto Arévalo Mera (25), Badredine Bouanani (27), Nikolas Terkelsen Nartey (28), Finn Jeltsch (29), José María Andrés Baixauli (30)
Trainer:
Sebastian Hoeneß
- 1. FSV Mainz 05
- Daniel Batz
- Phillipp Mwene
- Stefan Posch
- Kaishu Sano
- Jae-Sung Lee
- Paul Nebel
- Phillip Tietz
- Danny Vieira da Costa
- Sheraldo Rudi Salomo Willem Becker
- Silvan Dominic Widmer
- Dominik Kohr
- Lasse Finn Rieß
- Armindo Sieb
- William Bøving Wick
- Lennard Patrick Maloney
- Nikolas Konrad Veratschnig
- Sota Kawasaki
- Silas Katompa Mvumpa
- Nelson Felix Patrick Weiper
- Kacper Potulski
- VfB Stuttgart
- Alexander Nübel
- Angelo Stiller
- Maximilian Mittelstädt
- Ermedin Demirović
- Chris Jan Führich
- Luca Antony Jaquez
- Atakan Karazor
- Jamie Leweling
- Lorenz Assignon
- Julian Jeffrey Gaston Chabot
- Deniz Undav
- Fabian Bredlow
- Ameen Al Dakhil
- Ramon Hendriks
- Tiago Barreiros de Melo Tomás
- Jeremy Alberto Arévalo Mera
- Badredine Bouanani
- Nikolas Terkelsen Nartey
- Finn Jeltsch
- José María Andrés Baixauli
Chancenwucher gegen Stuttgart, da Costa rettet einen Punkt
Zwei verlorene Punkte: Mainzer dominieren den VfB Stuttgart, verpassen mehrfach die Vorentscheidung & jubeln in der Nachspielzeit zumindest über ein spätes Remis

Zum dritten Remis in Serie kam der FSV am Samstagnachmittag beim 2:2 (1:0) gegen den VfB Stuttgart in der ausverkauften MEWA ARENA. Zwar hatten die Gäste die Anfangsphase dominiert, nach guten 20 Minuten aber kaum noch stattgefunden gegen immer dominanter werdende 05ER, die vor der Pause durch Jae-sung Lee verdient in Führung gingen. An die Druckphase vor der Pause knüpften die Mainzer nach Wiederbeginn dann nahtlos an, ließen aber gleich mehrere Hochkaräter liegen, so dass die Schwaben in der Schlussphase aus dem Nichts per Doppelschlag in Führung gehen konnten - Ermedin Demirovic und Deniz Undav waren die glücklichen Torschützen. Dass der VfB keinen Dreier, den sie sich selbst kaum hätten erklären können, aus Mainz mitnahmen, verhinderte letztlich da Costa, der in der Nachspielzeit von Paul Nebels Solo und Phillipp Mwenes Lattentreffer profitierte, nachdem der Verteidiger am schnellsten reagierte und aus Nahdistanz abstaubte.
Lediglich eine Veränderung hatte das Mainzer Trainerteam gegenüber dem Remis in Leverkusen vorgenommen und Routinier Danny da Costa für den 18-Jährigen Kacper Potulski in die Startelf beordert.
FSV erst wehrhaft, dann dominant
Deutlich besser in die Begegnung fand auf dem neu verlegten Rasen in der MEWA ARENA der VfB, der den Ton zunächst klar angab. Die erste Chance hatte Maximilian Mittelstädt, der im Anschluss an eine von ihm selbst ausgeführte Ecke aus halbrechter Position zum Abschluss kam, sein noch leicht abgefälschter Schlenzer landete aber über dem Mainzer Gehäuse (4. Minute). Fünf Minuten später segelte dann eine Flanke Jamie Lewelings durch den 05-Strafraum, die Undav haarscharf verpasste, bevor der Ball um wenige Zentimeter am zweiten Pfosten vorbeirauschte (9.). Die 05ER hatten Glück, verteidigten es aber über diese beiden Szenen hinaus in letzter Linie auch gut in den ersten 20 Minuten, bevor sie selbst das erste Mal ernsthaft aktiv wurden und einen kleinen Nadelstich setzten. Es war ein klasse Angriff über Sheraldo Becker, der clever auf Widmer verlagerte, dessen Pass auf Nebel ebenso sehenswert war. Das Eigengewächs steuerte allein auf den VfB-Kasten zu, entschied sich aber für den Querpass auf Phillip Tietz anstatt selbst abzuschließen - Luca Jaquez klärte letztlich in höchster Not (20.). Die letzte Gäste-Chance in Durchgang eins, bevor der FSV dann endgültig das Kommando übernahm hatte Leweling, dessen Versuch aus acht Metern in der 24. Minute das Tor nur um Zentimeter verpasste. Nach einer knappen halben Stunde jubelten dann die Rheinhessen, allerdings nur kurz. Tietz hatte abgestaubt, Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck allerdings in der Entstehung ein vermeintliches Foulspiel an Nübel zu monieren - eine mindestens strittige Entscheidung (29.).
Die Gastgeber hakten die Szene schnell ab und drückten weiter aufs Tempo. Nur eine Minute nach der verweigerten Führung kam Tietz nach einer Mwene-Flanke per Kopf frei zum Abschluss, doch Nübel war zur Stelle (30.). Die Mainzer machten nun Dauerdruck gegen Stuttgarter, die in dieser Phase kaum stattfanden. Der nächste Mainzer mit der Führung auf dem Fuß sollte Mwene sein, dessen Direktabnahme nach überlegtem Zuspiel von Nebel gut einen Meter über dem Querbalken landete (32.). Sechs Minuten später war es dann Lee, der - von Becker perfekt bedient - seinen Kopfball nicht aufs Tor brachte (38.). Die Führung lag längst in der Luft und sollte vor der Pause auch noch fallen. Tietz verlängerte nach 39 Minuten einen Nebel-Eckball auf den zweite Pfosten, wo da Costa lauerte, das Leder zurück ins Zentrum beförderte, wo Lee goldrichtig stand und aus vier Metern seinen 27. Bundesliga-Treffer markierte - 1:0 (39.). Der Jubellauf hin zu Co-Trainer Markus Hoffmann im Anschluss ließ darauf schließen, dass die Ausführung zuvor einstudiert worden war. Die Führung zum Seitenwechsel war trotz der anfänglichen Überlegenheit der Gäste völlig verdient.
Fahrlässiger FSV, Stuttgart schlägt aus dem Nichts zurück, doch da Costa hat das letzte Wort
Anlass zu Wechseln sah Cheftrainer Fischer mit Wiederbeginn nicht, und sein Team fand in Durchgang zwei auch deutlich besser als noch zu Beginn der Partie. Zwar intensivierte der VfB - wenig überraschend - seine Angriffsbemühungen nun wieder, zum ersten Abschluss kamen jedoch wieder die Rheinhessen: In der 49. Minute startete Kaishu Sano zum Solo-Lauf durchs Zentrum, scheiterte dann aber aus gut 20 Metern an Nübel. Fünf Minuten später folgte das nächste ganz dicke Ding: Tietz eroberte das Leder im Mittelfeld-Pressing, Nebel konnte sich beim Konter für einen der Mainzer Angreifer entscheiden und bediente Becker, der aber an einem weiteren Nübel-Reflex scheiterte (55.). Über einen Zwei-Tore-Rückstand hätte sich zu diesem Zeitpunkt kein Stuttgarter beschweren können. Zumal der VfB offensiv seit der 20. Minute kaum noch ein Durchkommen fand. Und so waren es weiter die 05ER, die immer wieder an einer Vorentscheidung schnupperten: Erst war es Lee, dessen Gewaltschuss nach 65 Minuten am Tor vorbeirauschte. Und nur wenige Sekunden später folgten dann zwei Hundertprozenter binnen wenigen Sekunden. Erst servierte Becker, der den Spielaufbau der Gäste erfolgreich gestört hatte, für Tietz, der den Ball nur noch ins leere Tor befördern musste, von Jaquez aber noch geblockt wurde. Damit nicht genug: Der Abpraller landete in den Füßen von Nebel, der es aus der Drehung versuchte, aber am Aluminium scheiterte - eine verrückte Szene im Stuttgarter Strafraum. Der VfB versuchte es wenig später zaghaft, doch ein Kopfball des kurz zuvor eingewechselten Nikolas Nartey verfehlte das Tor klar (68.).
In der 74. Minute dann der erste Mainzer Wechsel, als Fischer den Ex-Stuttgarter Silas für Becker in die Partie brachte, der ein enorm hohes Pensum abgespult hatte. Was sich in den Folgeminuten abspielen sollte, ließ sich nur schwer in Worte fassen. Zunächst traf Demirovic aus zwölf Metern trocken zum Ausgleich, bevor der bis dato komplett in der Luft hängende und müde wirkende Undav keine 60 Sekunden später auf 2:1 für die Gäste stellte. Dass diese selbst nicht wissen konnten, wie ihnen geschah, endete an der nicht absehbaren Wende in dieser Begegnung nichts. Die 05ER reagierten und brachten für die Schlussminuten Nelly Weiper für Silvan Widmer. Und die Mainzer sollten sich in der Nachspielzeit auch tatsächlich noch belohnen für einen richtig starken Auftritt. Nebel dribbelte und flankte von rechts, Mwene stieg am zweiten Pfosten hoch und setzte das Leder an die Latte, von wo der Ball bei da Costa landete, der ihn aus sechs Metern über die Linie drückte. Obwohl der FSV auch danach nochmal alles nach vorne warf und weiter näher an dem Dreier war als der enttäuschende DFB-Pokal-Halbfinalist blieb es am Ende bei der Punkteteilung, die für die Schwaben mehr als schmeichelhaft ausfiel. 2,84 zu 0,98 xGoals sprachen eine mehr als deutliche Sprache.
Weiter geht es für den FSV, der mindestens bis Sonntag mit nun 24 Zählern aus 25 Partien auf Rang 14 rangiert, am Donnerstagabend mit dem Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Conference League bei Sigma Olmütz, drei Tage später sind die 05ER am kommenden Sonntag beim SV Werder Bremen wieder in der Liga gefordert.











































