Vorberichte 11.02.2026 - 17:30 Uhr
"Erreicht ist aber noch nichts"
Der FSV ist am Freitagabend in Dortmund zu Gast

Dank drei Siegen in Serie hat sich das Team von Urs Fischer in den vergangenen Wochen in eine tabellarisch deutlich komfortablere Position manövriert, gezeigt, dass die Winter-Neuzugänge einen qualitativen Schub liefern und befindet sich auf bestem Weg, den erneuten Beweis anzutreten, dass man Mainzer niemals abschreiben sollte. So gut sich die 21 Zähler und Rang 14 auch anfühlen, so wichtig ist es dem Schweizer Cheftrainer, darauf hinzuweisen, dass es keine Veranlassung gebe, auch nur einen Gang zurückzuschalten vor dem Duell mit Borussia Dortmund am Fastnachtsfreitag (20.30 Uhr, live auf SKY & 05ER.fm). Man habe noch nichts erreicht, betonte Fischer im Rahmen der Pressekonferenz zwei Tage vor der Partie, zu der die 05ER von 3.200 Fans begleitet werden. "Wir wollen und müssen weiter von Woche zu Woche besser werden."
Urs Fischer äußerte sich...
...zu den jüngsten Erfolgen: "Das Selbstvertrauen ist aufgrund der Resultate zurückgekommen. Da entsteht etwas im Kopf, wenn du dir etwas zutraust, anstatt zögerlich zu sein. Erreicht ist aber noch nichts, wir wollen und müssen weiter von Woche zu Woche besser werden."
...zum Duell mit dem BVB: "Wenn wir an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen können, unsere Basics abrufen und kompakt sind, haben wir gute Chancen. Dortmund kombiniert sich immer wieder durchs Zentrum, dazu haben sie Spieler, die ins eins-gegen-eins gehen können. Wir brauchen eine gute Organisation, auch gegen Umschaltaktionen. Wichtig ist aber zugleich, mutig aufzutreten mit Ball, ihn zirkulieren zu lassen. Am Ende macht es die Mischung aus gegen ein Top-Mannschaft, die erst ein Spiel verloren und die zweitbeste Defensive der Liga hat."
...zur Personalsituation: "Maloney steht krankheitsbedingt sicher nicht zur Verfügung. Bei Caci sieht es gut aus, er ist auf dem richtigen Weg, dennoch möchte ich mit Prognosen zurückhalten, genau wie bei Robin Zentner."
...zur Konkurrenzsituation im Kader: "Ich glaube schon, dass der Konkurrenzkampf zugenommen hat – das ist aber auch wichtig. Die Jungs nehmen diesen Kampf an. Für die Innenverteidigung haben wir aktuell sieben Kandidaten für drei Positionen, da kann nicht jeder spielen. Im Sturm verhält es sich genauso eng. Jeder Trainer freut sich, einen solchen Kader zur Verfügung zu haben. Becker für Silas bringen zu können, das hilft dir schon."
...zum letzten Neuzugang Sheraldo Becker: "Er hat in den 30 Minuten gegen Augsburg deutlich gezeigt, wie schwer seine Geschwindigkeit zu verteidigen ist. Außerdem hat er ein Auge für den Mitspieler und kennt die Bundesliga. Das ist, gerade im Winter, ein Vorteil, wenn ein Neuzugang weiß, was es braucht und die Spielprinzipien kennt."
...die nötige Geduld junger Spieler mit Blick auf Einsatzzeiten: "Garantien gibt’s im Fußball keine. Ich unterscheide aber nicht zwischen jung und alt, sondern zwischen gut und weniger gut. Es geht immer über Leistung. Ich stelle die Elf auf, die ich für dieses Spiel am besten geeignet halte. Und wo ich Potenzial sehe, das bespreche ich mit den einzelnen Spielern unter vier Augen."


